Öffentliche Beta gestartet

Gwent: Taugt das Kartenspiel zum eSport?

von Christian Mittweg am 09.06.2017 um 18:26

Die öffentliche Beta von Gwent The Witcher Card Game ist seit zwei Wochen draußen, und auch der eSport-Aspekt des Kartenspiels ist weiter am Wachsen. Das erste offizielle Turnier liegt inzwischen schon hinter uns und konnte mit einem 100.000 US-Dollar Preisgeld beeindrucken. Doch kann Gwent wirklich den Durchbruch als eSport-Titel schaffen?

Gwent und CD Project Red ist der Einstieg in den eSport gelungen.
Gwent und CD Project Red ist der Einstieg in den eSport gelungen.
© CD ProjectZoomansicht

Vor einem Jahr wurde Gwent auf der Computerspielmesse E3 angekündigt. Die Freude bei den Fans war groß, vor allem bei den Enthusiasten von The Witcher 3, denn eigentlich war das Kartenspiel nur ein kleines Feature innerhalb des Erfolgstitels. Vor knapp zwei Wochen begann nun die öffentliche Beta, und jeder Interessierte kann seitdem Gwent austesten.

Ein Spiel im Wandel

Zum Start der öffentlichen Beta hat das Entwicklerstudio CD Project Red einige Änderungen vorgenommen: Einige Helden und Monster erhielten neue Designs, die Starterdecks wurden modifiziert und die Funktionsweisen der Wetterkarten erhielten ein Update. Was genau die Änderungen beinhaltete, ist dabei nicht von großer Bedeutung, ganz im Gegensatz zu dem Verhalten des Entwicklers. Denn CD Project Red zeigt seit dem Start der geschlossenen Beta eine große Bereitschaft, Karten und deren Mechaniken an die Wünsche der Spieler anzupassen.

Schon beim Aufbau des Spielbretts trennen Gwent und Hearthstone Welten.
Schon beim Aufbau des Spielbretts trennen Gwent und Hearthstone Welten.
© CD ProjectZoomansicht

Vorteil gegenüber Hearthstone

Gwent kommt um den Vergleich zu Genrekonkurrent Hearthstone nicht herum. Der Titel von Entwickler Blizzard ist Marktführer, wenn es um Online-Kartenspiele geht. Der Neueinsteiger bringt aber einen Pluspunkt mit, den Hearthstone nicht bieten kann: Gwent ist auf Xbox One, PlayStation 4 und dem PC erhältlich. Sogar Cross-Play wurde eingerichtet, sodass zumindest Computerspieler und Xbox One-Anhänger gegeneinander antreten können. Hearthstone hat den Sprung auf die Konsole derweil nicht weiter vorangetrieben. Blizzard hielt sich die Möglichkeit zwar offen, entwickelte diese Idee bisher aber nicht weiter.

Die Profis sind interessiert

Ohne begeisterte Spieler wird ein Titel unmöglich zum eSport. Gut für Gwent, dass schon einige Hearthstone-Profis ihren Blick auf den neuen Titel gerichtet haben. Allen voran der deutsche Veteran und langjährige Hearthstone-Profi und Adrian 'Lifecoach' Koy. Immer wieder brachte er seinen Unwillen gegenüber des Blizzard-Titels zum Ausdruck. Von Gwent ist er hingegen angetan. Der Evil Geniuses-Neuzugang wagte den Wechsel und hat seitdem sogar schon einen Titel eingeheimst. Bei dem 100.000 US-Dollar Wettbewerb Gwent Challenger holte er den Sieg.

Es ist aber nicht das für einen neuen Titel verhältnismäßig hohe Preisgeld, das die Spieler anlockt, es ist Gwent selbst. Das Kartenspiel bietet eine hohe Anzahl an möglichen Optionen pro Zug. Außerdem wird eine Partie durch die Rundenregelung sogar noch komplizierter. Um zu gewinnen, muss ein Spieler zwei von drei Runden für sich entscheiden. Das gefällt den eSportlern. Denn weniger zufallsbasierte Entscheidungen, wie sie häufig in Hearthstone auftreten, trennen die guten von den exzellenten Spielern.

Bleibt das Entwicklerstudio seinen Prämissen treu, hört weiterhin auf die Wünsche der Spieler und hält den Glückfaktor in Grenzen, wird im nächsten Jahr mit dem Kartenspiel zu rechnen sein.

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