Überraschungen bei den Copenhagen Games 2017

Das größte Turnier Dänemarks - Deutschland war dabei

von Holm Kräusche am 18.04.2017 um 17:33

Am Osterwochenende fand das größte Gaming-Event Dänemarks statt: die Copenhagen Games. Von Mittwoch bis Sonntag stritten vor allem regionale Teilnehmer um den Titel des dänischen Meisters und stark unterschiedliche Preisgelder. Einmal im Jahr steigt das Turnier in der dänischen Hauptstadt, und 2017 ging es in sieben Disziplinen um den Titel: League of Legends, Overwatch, Call of Duty - Infinite Warfare, Hearthstone, FIFA 17 und Counter Strike: Global Offensive, jeweils für Männer und Frauen.

FIFA 17: 'Agge' und 'Bacha' ohne Fortüne

Bei den Copenhagen Games ging es um den dänischen Meistertitel und teils hohe Preisgelder.
Bei den Copenhagen Games ging es um den dänischen Meistertitel und teils hohe Preisgelder.
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Zwei Weltmeister kommen aus Dänemark: August 'Agge' Rosenmeier und Mohamad 'Bacha' Al-Bacha, und sie beide nahmen auch an den Copenhagen Games teil. Aber nicht nur Weltmeister hatte das Bracket zu bieten: Mikkel 'Rævehjorth' Bach, Lasse 'Kongen' Bækkelund und Simon 'Zimme' Nystedt waren ebenfalls gelistet.

Umgerechnet etwa 1.750 Euro winkten als Preisgeld, aber für die Profis zählte vor allem das Prestige. Dass vergangene Titel nicht viel bedeuten müssen, bewiesen 'Agge' und 'Bacha', die durchaus als Favoriten galten: Al-Bacha flog schon in der Runde der letzten 32 raus, und Rosenmeier musste sich 'Kongen' 3:5 im Achtelfinale geschlagen geben. Für "den König", was 'Kongen' übersetzt bedeutet, ging es dagegen bis ins Finale.

Dort traf er als einer der erfahrensten Spieler Dänemarks auf einen Jungspund: Mikkel 'Rævehjorth' Bach. Anders als das Spiel von Agge blieb das Finale ohne allzu große Spannung: Ein Tor mit Ibrahimovic reichte dem jungen Bach zum Gesamtsieg. Nach dem Turnier sagte der neue dänische Champion Sports-Gaming.dk zu seinem Sieg: "Ich war überrascht, auch weil die Copenhagen Games als härtestes Turnier Dänemarks gelten. Alle Topspieler des Landes waren dabei und dazu noch viele Ausländer. Gegen so viele super-gute Spieler zu gewinnen, ist definitiv ein tolles Gefühl."

CS:GO: Der Heimvorteil macht's

Das dänische Turnier zog einige deutsche Teams an: ALTERNATE aTTaX, Euronics Gaming, BIG und n0_0rg waren dabei und hofften auf hohe Preisgelder. ALTERNATE und Euronics scheiterten jedoch früh und qualifizierten sich nicht einmal für die Gruppenphase. n0_0rg hingegen profitierte von einer zuvor ausgerichteten Challenge, an der Teams ohne Organisation teilnehmen konnten. Sie gewannen und gingen als Team Plantronics an den Start. Für die noch junge Mannschaft war zwar schon in der Gruppenphase Schluss, aber die internationale Erfahrung wird die Teilnahme allemal wert gewesen sein.

BIG, eins der aktuell stärksten Teams in Deutschland, hatte seinerseits eine Favoritenrolle inne. Der konnte die Mannschaft aber nicht gerecht werden, BIG verlor gegen den späteren Sieger Team Singularity im Halbfinale. Der Lokalmatador hatte im Endspiel eine schwere Aufgabe vor sich und musste gegen ein schwedisches Mix-Team ran, das aus drei GODSENT-Spielern und 'pyth' und 'emilo' bestand. Der Heimvorteil trug das dänische Team allerdings zum Sieg, das neben dem Titel auch 30.000 Euro Preisgeld einstreicht. Bei den Frauen lief dagegen alles wie gehabt: Team Secret fegte durch das Turnier und deklassierte jeden Gegner mit 2:0. Sie erhalten immerhin noch 7.500 Euro Preisgeld.

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