Einblicke des Ex-NBA-Stars aus seinem ersten Jahr im eSport

Rick Fox: "Bin stolz auf die Entwicklung von Echo Fox"

von Christian Mittweg am 07.03.2017 um 08:39

Der ehemalige NBA-Profi Rick Fox lässt in einem Blog-Post sein erstes Jahr als Inhaber des eSport-Teams Echo Fox Revue passieren. Dabei beschreibt er die unbegrenzten Möglichkeiten der Branche, aber auch die Herausforderungen, denen sich eine neue Organisation in der Branche stellen muss.

Rick Fox bei einer Besprechung seines Teams.
Rick Fox bei einer Besprechung seines Teams.
© Riot GamesZoomansicht

In einem Blog-Post auf einer Plattform für Profi-Sportler, The Players' Tribune, bezeichnet der dreifache NBA-Champion Rick Fox seinen Einstieg in den eSport als eine "einmalige Gelegenheit" und "Möglichkeit, früh in eine boomende Industrie zu investieren". Den Entschluss fasste er aber erst, nachdem er beim Finale der amerikanischen League of Legends Liga (LCS) live die Begeisterung der Fans miterlebte. Danach gründete er das Team Echo Fox und verpflichtete insgesamt 35 Spieler über acht eSport-Titel verteilt. Dieser Schritt war laut Fox dabei gar nicht so einfach möglich: "Anders als zu meiner Basketball-Zeit gab es kein Team, dem man einfach beitreten konnte und es gab auch keine Mentoren, die mit einigen Weisheiten weiterhelfen konnten. Es war ein Prozess, die Besonderheiten der Branche zu verstehen." Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten wollte der eSport-Enthusiast deshalb abgesichert sein und schloss sich mit dem Unternehmer Amit Raizada zusammen: "Es benötigte einiges an Überzeugungskraft, aber nach einigen Überprüfungen, sah auch Amit die sich bietende Chance." Seitdem greift Fox auf das Wissen des Geschäftsmannes zurück, was Finanzen, Regularien und die Gesetzeslage betrifft. Zudem war Raizada essentiell beim Verhandeln der Sponsorenverträge mit Asus, Facebook und anderen Firmen.

NBA-Professionalität im eSport

Für Fox persönlich waren die Angelegenheiten der Spieler dagegen umso wichtiger. Als ehemaliger Athlet habe er direkt eine Verbindung zu den Spielern herstellen können. Den Midlaner seines League of Legends Teams Henrik 'Froggen' Hansen adelte er dabei auf besondere Weise: "Was mir bei ihm auffiel, waren die Gemeinsamkeiten, die er mit den anderen großen Spielern, die ich während meiner NBA-Karriere getroffen habe, teilte." Und so behandelte Fox seine Schützlinge auch, als wären sie NBA-Profis: "Wir überwachen alle Aspekte des Trainings und der Vorbereitung, bis hin zu Ernährung, Fitness und Schlaf. Wir stellen ihnen die besten Trainer der Szene zur Seite und bieten eine hochmoderne Ausbildungsstätte."

eSport-Enthusiast mit Leib und Seele

Der ehemalige NBA-Profi richtet vor einer wichtigen Partie motivierende Worte an seine Spieler.
Der ehemalige NBA-Profi richtet vor einer wichtigen Partie motivierende Worte an seine Spieler.
© Riot GamesZoomansicht

Auch wenn seine Mannschaften noch keine großen Erfolge feiern konnten, ist Fox trotzdem zufrieden mit der Entwicklung von Echo Fox: "Die Partnerschaften unseres Teams sind fantastisch und die Umsatzchancen so endlos wie die eigene Phantasie." Gleichzeitig warnt er andere Investoren aber auch davor, sich vorschnell in den eSport zu wagen: "Wenn du etwas machst, wofür du nicht qualifiziert bist, verurteilst du dich von vornherein zum Scheitern." Fox verbringt jeden Tag 14 bis 16 Stunden mit Angelegenheiten seines Teams. Zwischendurch versucht er sich sogar selbst an Maus und Tastatur, wenn auch nicht ohne Hintergedanken: "Ich verbringe mehrere Stunden am Tag damit H1Z1 oder League of Legends zu spielen, um die Spiele und die Kultur dahinter noch besser zu verstehen." Dieses Wissen muss jetzt nur noch in Siege umgewandelt werden, aber mit einem solch ambitionierten Inhaber ist Echo Fox bestens aufgestellt für die kommenden Jahre.

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