Nintendos Neuanfang

Nintendo Switch soll mehr eSport bringen

von Holm Kräusche am 27.01.2017 um 10:04

Wir haben uns die Nintendo Switch in Berlin angesehen. Die neue Nintendo-Konsole folgt dem gängigen Konzept des japanischen Herstellers, versucht aber dennoch neue Wege zu beschreiten. Auch eSport will man stärker forcieren und dabei auf eigene Marken setzen.

Neben Splatoon 2 will Nintendo weitere eSport-Titel auf der neuen Switch-Konsole etablieren.
Neben Splatoon 2 will Nintendo weitere eSport-Titel auf der neuen Switch-Konsole etablieren.
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Sich als Konkurrenz zur Xbox und PlayStation zu sehen, vermeidet der Konzern: "Unser Ziel ist, die Menschen mit unseren Spielen zu überraschen und ihnen ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern: Das ist das typische Nintendo-Spielerlebnis", sagt Silja Gülicher, PR Managerin von Nintendo für Deutschland, Österreich und Schweiz.

Nichtsdestotrotz möchte der japanische Konzern seinen Spielern nicht nur "ein Lächeln auf die Lippen zaubern": Im ersten Monat nach der Veröffentlichung sollen weltweit mindestens zwei Millionen Konsolen verkauft werden und das bei einem stolzen Preis von derzeit etwa 330 Euro - nur für die Konsole. Ein zusätzliches Spiel würde noch einmal 60-70 Euro kosten. Und ob es Bundles geben wird, ist fraglich: "Aktuell planen wir nicht, der Nintendo Switch Konsole eine Software beizulegen", sagt Gülicher.

Nintendos eSport-Ambitionen

Rosiger sehen da schon Nintendos Ambitionen im eSport aus. Nachdem Electronic Arts (EA) und 2K überraschend FIFA bzw. NBA 2K18 für die Switch angekündigt haben, kann sich Gülicher neben Splatoon 2 auch andere Nintendo-Marken im eSport vorstellen. Spiele wie Super Smash Bros. würden sich dafür anbieten.

Lizenzen und mobile Nutzung

Problematisch für den deutschen eSport sind aber lizenzrechtliche Fragen: Die liegen beim Hauptsitz in Japan und werden gar nicht hierzulande ausgehandelt. Auch die Kooperation mit der ESL für Splatoon würde man gerne fortsetzen. Den Nachfolger des Farbshooters hat Nintendo auf dem Event gezeigt: Im 4vs4 spielen zwei Teams gegeneinander und versuchen möglichst viel von der Karte in der eigenen Farbe anzumalen. Bisher veranstaltet die ESL jede Woche ein Splatoon-Turnier und diese Kooperation läuft noch bis Ende März. Vermutlich finden hinter den Kulissen bereits Verhandlungen für die Neuauflage dieser Zusammenarbeit statt, offiziell kommentieren will man das aber nicht. Interessant könnte die Switch vor allem deshalb für den eSport werden, da es egal ist, ob der Spieler vor dem Fernseher sitzt oder mit WLAN in der Bahn spielt.

EA und 2K wieder mit dabei

Das könnte auch EA und 2K bewogen haben, ihre Serien wieder für eine Nintendo-Konsole aufzunehmen: "Ich kann mir vorstellen, dass wenn das Konzept einer Konsole überzeugend ist, Entwickler gerne für diese Konsole entwickeln", sagt Gülicher.

Die Nintendo Switch erscheint am 3. März und beeindruckt vor allem durch die unterschiedlichen Steuerungsmöglichkeiten: Sie kann sowohl als vollwertige Konsole mit Controller am Fernseher genutzt werden, als auch mit Bewegungssteuerung. Dazu wird der Controller in zwei Elemente zerlegt, die der Spieler jeweils in eine Hand nimmt. Ebenso können diese Elemente an einen separaten Bildschirm gesteckt werden, wodurch die Konsole zum Handheld wird. Die Akkulaufzeit soll 2,5 bis 6 Stunden betragen, je nach Spiel. Mit nur einer Handvoll Launch-Titeln legt Nintendo große Hoffnungen in das neue Konzept und Zelda allein wird es nicht richten können. FIFA, NBA 2K18 und Splatoon 2 erscheinen erst später im Jahr.

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