Das war los in Jönköping

Ergebnisse & Highlights der DreamHack Summer 2016

von Kristin Banse am 21.06.2016 um 14:40

Die DreamHack Summer ist jedes Jahr das Highlight der eSport-Saison. Im schwedischen Jönköping trafen die besten Profis der Welt aufeinander und sorgten so für hochkarätige Spiele in den unterschiedlichsten Turnieren. Gestern wurden dann die Champions gekürt, wobei einige Teams für Überraschungen sorgten.

CS:GO - Brasilien dominiert weiterhin

Mit Godsent, Ninjas in Pyjamas und Epsilon eSports hatte das schwedische Publikum gleich drei heimische Teams anzufeuern. Ninjas in Pyjamas startete als deutlicher Favorit ins Turnier und schaffte es hinter Godsent als Zweiter aus der Gruppe. Im Halbfinale schlug NiP mit Astralis ein weiteres hochkarätiges Team und konnte den Finaleinzug feiern.

Die Underdogs von Immortals gewannen das CS:GO-Finale.
Die Underdogs von Immortals gewannen das CS:GO-Finale.
© DreamHackZoomansicht

Währenddessen tat sich Godsent im Halbfinale schwer und sorgte hier für die erste große Überraschung. Das Team musste sich gegen die brasilianischen Jungs von Immortals (ehemals Tempo Storm) beweisen, was auf den ersten Blick nach einem einfachen Sieg für die Schweden aussah. Jedoch konnten die Brasilianer ganz knapp gewinnen und zogen so unerwartet ins Finale ein. Luminosity Gaming, dessen Mannschaft ebenfalls aus dem südamerikanischen Land kommt, zählt zurzeit zu den besten Teams der Welt und auch Immortals machte seinem Heimatland alle Ehre. Die Mannschaft gewann im Finale gegen Ninjas in Pyjamas mit 2:0 und schlug so das heimische Team. Somit gewann Immortals erstmals die DreamHack, nachdem es in Austin nur ganz knapp für den zweiten Platz reichte.

Hearthstone - G2 Esports bringt nächsten Sieger hervor

Erst vor Kurzem konnte G2-Profi Thijs 'ThijsNL' Molendijk die EU Spring Championship gewinnen. Bei der DreamHack Summer ließ er nun seinem Teamkollegen Dima 'Rdu' Radu den Vortritt, der prompt den Gesamtsieg holte.

Dima 'Rdu' Radu konnte sich beim Hearthstone-Turnier durchsetzen.
Dima 'Rdu' Radu konnte sich beim Hearthstone-Turnier durchsetzen.
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Nach neun Runden im Swiss Cup war die Konkurrenz aber noch sehr groß. Bekannte Spieler, wie den deutsche Profi Jan 'SuperJJ' Janßen, galt es noch zu überwinden. Auch zwei wenig bekannte deutsche Spieler hatten ihren Weg in die Top16 gemacht. Für Niklas 'SenX' Rinne und 'mangolicious' war aber schon in der nächsten Runde Schluss und auch 'SuperJJ' hatte eine Runde später das Nachsehen. 'Rdu' hatte es dennoch nicht leicht auf dem Weg zum Gesamtsieg. Im Halbfinale gegen Frederik 'Hoej' Nielsen musste er in einem entscheidenden fünften Spiel die Nerven bewahren. Dagegen gab er im Finale gegen den Amerikaner Frank 'Fr0zen' Z nur ein Spiel ab und durfte sich über Trophäe, Preisgeld und 15 Hearthstone-Championship-Tour-Punkte freuen.

Super Smash Bros. Melee - Leffen ist unaufhaltbar

William 'Leffen' Hjelte gilt als einer der talentiertesten Smash-Spieler der Welt. Visa-Probleme hinderten ihn bis zuletzt an der Teilnahme von großen Smash-Turnieren, was zu medialer Aufmerksamkeit in der gesamten eSport-Szene führte. In seinem Heimatland sollte jetzt allerdings der Titel her.

Ganz entspannt kämpfte sich Leffen durch das Turnier und verlor bis zum Finale nicht eine Runde. Mit dem Publikum auf seiner Seite traf er letzten Endes auf den deutschen Mustafa 'Ice' Akcakaya, den besten deutschen Melee-Spieler. Die beiden spielten schon im Halbfinale gegeneinander, wobei 'Leffen' einen einfachen 2:0-Sieg für sich entschied. Das Finale zeigte sich hingegen deutlich spannender. Die ersten zwei Runden gingen an 'Leffen'. Jedoch gab 'Ice' nicht ungeschlagen auf und kämpfte sich zurück. Auf den Stages "Final Destination" und "Pokémon Stadium" war er dem Schweden deutlich überlegen. Kurzzeitig sah es so aus, als könnte der Deutsche 'Leffen' schlagen. Im letzten Kampf auf Dream Land fand der Schwede jedoch zu gewohnter Form zurück und konnte so einen eindeutigen Sieg mit nach Hause nehmen.

SMITE und Paladins

Auch in Smite und Paladins traten die besten Teams gegeneinander an.
Auch in Smite und Paladins traten die besten Teams gegeneinander an.
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Auch Hi-Rez war gleich zwei Mal auf der DreamHack vertreten. Mit den SMITE Masters brachte das Entwicklerstudio die Topteams der Regionen zusammen und ließ diese um 450.000 US-Dollar spielen. Mit dabei war das europäische Team Panthera, welches zuvor als Epsilon eSports bekannt war und Anfang des Jahres sogar die Weltmeisterschaft gewann. Panthera verlor im gesamten Turnier kein einziges Spiel und konnte sich so den Sieg sichern.

Obwohl Paladins noch in der geschlossenen Beta ist, organisierte Hi-Rez bereits ein Turnier mit 100.000 US-Dollar Preisgeld, um das die besten Teams aus Europa und Amerika spielten. Am Ende konnte das europäische Team Torpedo den ersten Platz einnehmen.

Payday 2, Pokkén Tournament, Street Fighter V und Mortal Kombat XL

In den Fighting-Games durften die besten Einzelspieler ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen.
In den Fighting-Games durften die besten Einzelspieler ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen.
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Auch Fans von kleineren Turnieren kamen auf ihre Kosten. Für Payday 2 schrieb der Entwickler 30.000 US-Dollar aus. Drei Tage lang konnten Teams an dem Turnier teilnehmen und sich für einen Sieg 10.000 US-Dollar sichern.

Als große Überraschung wurde auch Pokkén Tournament mit in das Line-Up der DreamHack Summer aufgenommen und brachte Alex 'AngelDarksong' Stopher als Sieger hervor, der vergangenen Monat schon die englische Meisterschaft gewann.

Auch Arman 'Phenom' Rabiee Hanjani sorgte für Überraschung, als sich der junge Norweger den Sieg des Street Fighter-Turniers auf der DreamHack sicherte. Der Underdog spielte im Finale gegen die Legende Keita 'Fuudo' Ai und überzeugte mit einer unglaublichen Leistung, die keiner erwartete.

Mortal Kombat XL war ebenfalls vertreten und versprach Teilnehmern nicht nur 10.000 Dollar, sondern auch noch einen gesponserten Trip zur Evolution Championship Series 2016, welches das größte Fighting Gaming-Event des Jahres ist. Der Brite Denom 'A f0xy Grampa' Jones bewies wieder einmal, dass er der beste europäische Mortal Kombat-Spieler ist und nahm den Titel mit nach Hause.

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