Nachwuchsförderung im eSport

BIG sucht die nächsten eSport-Stars

von Christian Mittweg am 17.08.2018 um 19:28

Der Konkurrenzkampf wird härter und Spielerwechsel teurer. Um dennoch mithalten zu können, sucht die deutsche eSport-Organisation BIG Nachwuchstalente, die sie langsam an die Profi-Szene heranführen können. Dabei steht nicht nur die spielerische Ausbildung auf dem Plan.

Nachwuchstalente stehen bei BIG hoch im Kurs.
Nachwuchstalente stehen bei BIG hoch im Kurs.
© BIG ClanZoomansicht

Nachwuchsarbeit ist ein wichtiger Bestandteil eines jeden Sportvereins. Im eSport läuft dieser Prozess aber noch schleppend, wie BIG Geschäftsführer Daniel Finkler weiß: "Auf Vereinsseite gibt es bereits einige Initiativen, jedoch sind das Ausnahmen. Der Unterhalt der Haupt-Teams ist bereits mit hohen Aufwendungen verbunden, sodass die Nachwuchsförderung oft wegfällt oder auf einen späteren Zeitpunkt verschoben wird." BIG sieht hier Nachholbedarf und will nun selbst als Vorbild vorangehen. Die Gründe dafür sind zahlreich: "Der weltweite Konkurrenzkampf wird immer härter. Spielerwechsel sind an der Tagesordnung und sechsstellige Ablösesummen keine Seltenheit mehr. Wir wollen uns nicht auf Zufälle verlassen. Das Thema Nachwuchsförderung- und Ausbildung ist daher ein wichtiger Grundpfeiler unserer Organisation."

Academy-Team entsteht

Der Plan der Berliner eSport-Organisation beinhaltet die Gründung eines Academy-Teams in Zusammenarbeit mit dem Technik-Unternehmen HP. Vorerst sucht BIG 20 Spieler in der Disziplin CS:GO. Die Bewerbung erfolgt über die Internetseite des Teams. Nach einem mehrstufigen Casting-Prozess sinkt die Zahl jedoch auf fünf Personen, die schlussendlich das finale Academy-Team bilden werden. Als Jury agieren Ex-Profi Michele 'zonixx' Köhler und Team-Analyst und Coach Alexander 'kakafu' Szymanczyk. Sie gehen insbesondere auf die Fähigkeiten der Talente im Spiel ein und werden den anstrebenden Profis auch nach dem Auswahlprozess als Mentoren zur Seite stehen.

Um es ins Team zu schaffen, sind diverse Eigenschaften notwendig. Neben spielerischem Können erwartet Finkler herausragende kommunikative Fähigkeiten. Auch die persönliche Einstellung, Arbeitsmoral und der Siegeswille sind relevant. Das darf nicht vernachlässigt werden, denn in Sachen Taktik und Fertigkeiten an der Maus, kann BIG die Spieler ausbilden. Die richtige Mentalität sollten die Talente dagegen mitbringen.

Talente sind rar

"Das Ziel muss sein, talentierte Spieler auszubilden und langsam an den Profi-Bereich heranzuführen. Dabei möchten wir uns frühzeitig die besten Talente Deutschlands sichern", formuliert Finkler die Motivation von BIG. Das ist gar nicht so einfach, denn die Ansprüche beim Team sind hoch. Finkler will Ausnahme-Talente, doch "da wird der Kreis an möglichen Spielern in Deutschland schnell sehr klein", weiß auch der Geschäftsführer. Dennoch ist Finkler optimistisch, dass das Team schon kurz nach Anfang des Trainings im Oktober an deutschen eSport-Wettbewerben teilnehmen kann.

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