Umbruch beim Fußballverein

Paris Saint-Germain stampft LoL-Abteilung ein

von Christian Mittweg am 05.10.2017 um 23:21

Das war's! Paris Saint-Germain eSports zieht sich mit sofortiger Wirkung aus League of Legends (LoL) zurück. Laut der offiziellen Meldung des Vereins sei das LoL-Team finanziell nicht zu stemmen. Zu gering wäre die Kompensation von Entwickler Riot Games.

Paris Saint-Germain beendet jegliche Aktivitäten in League of Legends.
Paris Saint-Germain beendet jegliche Aktivitäten in League of Legends.
© PSG eSportsZoomansicht

Fast zwölf Monate ist es her, da rief Paris Saint-Germain (PSG) eine eSport-Abteilung inklusive eines League of Legends-Teams ins Leben. Die stets hoch gesteckten Ziele des Vereins konnten in den zwei Saisons der Challenger Series aber nicht erreicht werden. Während in der ersten Saison immerhin noch ein akzeptabler dritter Platz erreicht wurde, stand PSG am Ende des Sommers auf dem letzten Tabellenplatz.

Damit hätte der Klub aus Frankreich diesen Winter in der Relegation gegen den Abstieg kämpfen müssen. Daraus wird nun aber nichts. Paris Saint-Germain eSports zieht sich aus jeglichen League of Legends-Aktivitäten zurück und konzentriert sich fortan auf Rocket League und FIFA. Zusammen mit der Mannschaft verlässt auch League of Legends-Legende Bora 'YellOwStaR' Kim den Verein. Er war dort bisher Head of eSport.

Nicht genug Geld

Als Grund für die Entscheidung nennt der Verein die ungewisse Zukunft der europäischen League of Legends-Szene und die damit einhergehende Einnahmen-Verteilung von Riot Games. "Das von Riot Games angebotene Modell ist weit davon entfernt, die Kosten einer Organisation mit europäischen Ambitionen zu kompensieren", heißt es von Paris Saint-Germain.

So seien die inflationär gestiegenen Spielergehälter nicht zu stemmen und stünden darüber hinaus in keinem Verhältnis zu den Zuschauerzahlen, gibt PSG weiterhin an. Paris Saint-Germain ist auch der Verein, der jüngst Neymar für 222 Millionen Euro verpflichtete. Trotz dem Rückzug aus League of Legends, will PSG aber weiter in eSport investieren und die Rocket League und FIFA-Division unterstützen.

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