Vier neue Organisationen steigen ein

LoL: Das sind die Franchise-Teams - S04 zahlt Millionen

von Christian Mittweg am 20.11.2018 um 14:30

Acht Millionen Euro legt der FC Schalke 04 hin, um weiterhin in der höchsten europäischen Spielklasse für League of Legends anzutreten. Die Knappen sind damit einer der zehn kommenden permanenten Partner von Riot Games, zu denen noch eine weitere deutsche Organisation zählt.

Zwei deutsche Organisationen finden sich unter den zehn Teams der LEC.
Zwei deutsche Organisationen finden sich unter den zehn Teams der LEC.
© kicker eSportZoomansicht

Beim FC Schalke 04 war es quasi ein offenes Geheimnis, dass der Verein auch 2019 weiter in der höchsten europäischen League of Legends-Liga mitmischen wird. Nach dem Saisonaus gab sich das Team kämpferisch und versprach, stärker zurückzukehren. Dafür musste allerdings Riot Games mitspielen und die Mannschaft für die Liga akzeptieren.

kicker eSport lag die Liste der zehn Teams bereits vorab vor, am 20. November veröffentlichte Riot Games die Teilnehmer dann offiziell. Auf dieser Liste finden sich alle zehn Mannschaften der neuen EU LCS - oder eher gesagt LEC, denn passend zum Umbau der Liga wird der Name geändert in League of Legends European Championship (LEC).

Sechs altbekannte Teams sind dabei

Von den altbekannten Teams kehren neben Schalke04 auch G2 Esports, Fnatic, Misfits, Splyce und Team Vitality zurück. Diese sechs Organisationen überzeugten Riot Games während des Bewerbungsprozesseses und gehen mit dem Entwickler nun eine permanente Partnerschaft ein. Das ist eine kostspielige Angelegenheit: Acht Millionen Euro zahlt jedes Team für den Platz.

Gegenüber kicker eSport begründete Schalkes Chief Gaming Officer Tim Reichert die Entscheidung des Vereins, ein weiteres großes Investment in den eSport zu tätigen:

Schalkes Tim Reichert verspricht sich durch den eSport wirtschaftliche Unabhängigkeit vom Fußball.
Schalkes Tim Reichert verspricht sich durch den eSport wirtschaftliche Unabhängigkeit vom Fußball.
© Schalke 04 EsportsZoomansicht

"Im Mai 2016 haben wir uns für den Einstieg in den eSport entschieden, weil wir überzeugt sind vom elektronischen Sport und weil wir uns bewusst sind, dass der FC Schalke 04 auch wirtschaftlich unabhängig vom sportlichen Erfolg im Kerngeschäft Fußball sein muss. Uns war immer klar, dass wir den eSport nachhaltig betreiben und langfristig begleiten werden. [..] Natürlich haben wir den Einstieg in die Franchise sorgfältig geprüft und vor allem darauf geachtet, dass es einen wirtschaftlichen Mehrwert für den Gesamtverein bietet. Wir sind sicher: Die LoL-Franchise ist der richtige Weg."

Origen und SK Gaming wieder erstklassig

Neu in der LEC dabei ist SK Gaming. Die deutsche Traditionsorganisation spielte von 2013 bis 2015 in der LCS und kehrt nun nach dreijähriger Abwesenheit zurück. Derzeit stellt SK zudem bereits ein nationales LoL-Team. Hinzu kommt Origen, die Mannschaft des legendären Midlaners Enrique 'xPeke' Cedeno Martinez, das zwar sportlich erfolgreich war, organisatorisch jedoch eine Katastrophe, wie Spieler und Coaches im Nachhinein berichteten. Bis auf den Namen hätten das neue und das alte Origen nach einem ESPN-Bericht aber nur noch wenig gemein. Einzig der Name bleibt, die Führung wird zukünftig von Astralis übernommen. Das Team mit Wurzeln in Dänemark ist für sein Counter-Strike-Team bekannt, das derzeit die Weltspitze dominiert.

Musikertruppe und englischer Überraschungsgast

Vervollständigt wird die Liga von exceL und Rogue. Das ist eine kleine Überraschung, denn beide Organisationen waren in League of Legends bisher kaum engagiert - auch wenn exceL für einige Saisons immerhin ein nationales Team stellte. Die Bewerbung an Riot Games muss also vielversprechend gewesen sein, um eine Partnerschaft zu rechtfertigen. Rogue dagegen bringt abseits des Feldes Starpower mit. DJ Steven Aoki und die Rock-Band Imagine Dragons, die spätestens seit ihrem Worlds-Song "Warriors" auch in der LoL-Szene bekannt ist, finanzieren die Organisation.

Warum zahlen Schalke und Co. die Millionen?

Hauptpunkt des Franchisings ist, dass alle zehn Mannschaften permanente Partner von Riot Games werden und nun nicht mehr aus der Liga absteigen können. Damit haben sie planerische Sicherheit, was Verhandlungen mit Sponsoren und Investoren erleichtern soll. Ebenso sollen die Teams einen Anreiz erhalten, junge Talente langfristig zu entwickeln.

Zukünftig sind die zehn Organisationen, wie auch die Spieler, an den Gewinnen der Liga beteiligt. Man könnte also sagen, dass alle Parteien jetzt in einem Boot sitzen und auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten: Die LEC zum Erfolg zu führen.

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