G2 Esports trotzt Königsblau

LoL: Schalke verpasst die Weltmeisterschaft

von Christian Mittweg am 16.09.2018 um 22:39

Schalke wird dieses Jahr nicht bei der Weltmeisterschaft antreten. Das League of Legends-Team des Bundesligisten scheitert an der letzten Hürde und beendet damit eine herausragende Saison unbelohnt.

Für Schalke war der Auftritt am Sonntagabend das letzte Spiel des Jahres.
Für Schalke war der Auftritt am Sonntagabend das letzte Spiel des Jahres.
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Nach den verpassten Playoffs im Frühling hatte bis auf die Schalker selbst wohl niemand mehr an eine WM-Teilnahme geglaubt. Der Transfer des deutschen Junglers Maurice 'Amazing' Stückenschneider gab dem Team aber neue Hoffnung und stieß einen enormen Leistungsschub bei den Knappen an. Am Ende der Sommersaison scheiterte Schalke einzig am europäischen Rekordmeister Fnatic im Kampf um den Platz bei den Weltmeisterschaften. Dennoch blieb eine Chance, doch noch die WM zu erreichen. Dafür hätten sich die Königsblauen in einer Best-of-5-Serie gegen das Team des deutschen Coaches Fabian Lohmann, G2 Esports, durchsetzen müssen.

Spielkontrolle zahlt sich aus

Dazu kam es jedoch nicht. Schon im ersten Spiel zeigte G2, dass die Mannschaft mit einer Führung umzugehen weiß und verwandelte einen zunächst nur kleinen Goldvorteil in den ersten Sieg. Der Kampf um die Spielkontrolle wurde infolge zum entscheidenden Faktor der Serie. Der gelang Schalke in der zweiten Partie sehr gut: Ausgleich für die Knappen. Doch G2 schlug sofort zurück. Im dritten Spiel schien Königsblau zudem ungewöhnlich unkonzentriert. Einzelne Spieler erlaubten sich immer wieder uncharakteristische individuelle Fehler und spielten dem Gegner damit in die Karten.

Angriffspunkt 'Amazing'

Zu diesem Zeitpunkt hatte sich auch die Strategie von G2 gezeigt. Das Team setzte auf einen starken Jungle-Champion, um Schalkes 'Amazing' unter Druck zu setzen und aus dem Spiel zu nehmen. Da Aktionen der Knappen jedoch fast ausschließlich von dem deutschen Profi initiiert wurden, agierten die Knappen ohne Stückenschneider sehr passiv und konnten häufig nur nach Fehlern von G2 Akzente setzen.

"Kraft aufgebraucht"

Im vierten Spiel wiederholte sich das Muster. Erneut wählte G2 den stärkeren Jungle-Champion, gewann dadurch die ersten Kämpfe und holte sich einen großen Goldvorteil. Als dann noch der Baron fiel, fiel auch Schalke und schlussendlich der Traum von der Weltmeisterschaft in sich zusammen. "Wir haben heute sehr gut gespielt und ich bin extrem stolz auf meine Teamkameraden. Ich hoffe, dass können wir auch bei der Weltmeisterschaft zeigen", freute sich G2s Midlaner und Starspieler Luka 'Perkz' Perkovic nach dem Erfolg.

Bei Schalke überwog derweilen die Enttäuschung. "Ich bin traurig, dass wir die Weltmeisterschaft nicht erreicht haben. Unsere Kraft war aufgebraucht und das hat sich heute gezeigt. Trotzdem bin ich super stolz auf unsere Saison und die Fortschritte, die meine Spieler gemacht haben", äußerte sich Schalkes Coach Andre Guilhoto nach der Serie.

Der vierfache LCS-Champion G2 fährt bereits zum dritten Mal in Folge zur WM. Für Schalke geht es dagegen erst nächstes Jahr weiter, wenn die Mission Weltmeisterschaft erneut beginnt.

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