Konkurrenzkampf der Regionen

Dank Fnatic: Europa gewinnt Rift Rivals

von Christian Mittweg am 09.07.2018 um 11:32

Europa hat das transatlantische League of Legends-Duell gegen Nordamerika gewonnen. Nach einem anfänglichen Rückschlag waren ein Überraschungserfolg des Underdogs und ein bärenstarkes Fnatic notwendig, um den Sieg bei Rift Rivals zu holen.

Gemeinsam stark! Fnatic, G2 und Splyce holen den Rift Rivals Pokal nach Europa.
Gemeinsam stark! Fnatic, G2 und Splyce holen den Rift Rivals Pokal nach Europa.
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Revanche war das Motto der drei europäischen Mannschaften, die dieses Jahr bei Rift Rivals anraten. In der ersten Auflage des Turniers hatte Nordamerika das Duell der beiden konkurrierenden Regionen dominiert - und das ausgerechnet in Berlin auf europäischem Boden. Zudem hatten Fnatic und G2 im Vorhinein mit der eigenen Stärke geprahlt, nur um dann von den nordamerikanischen Teams überrollt zu werden. Die Ausgangslage, um diese Schmach wiedergutzumachen, war jedoch nicht optimal. Von den drei europäischen Vertretern, war ein Team nicht in Topform: Splyce. Der derzeit Sechstplatzierte der EU LCS blieb in den vergangenen drei Wochen deutlich unter den eigenen Möglichkeiten und wurde selbst von den europäischen Experten 'Deficio' und 'Drakos' als vermeintlich schwächsten Team des Turniers betrachtet. In der Gruppenphase bewahrheitete sich diese Einschätzung. Splyce verlor sowohl gegen Team Liquid als auch gegen 100 Thieves und Echo Fox. G2 Esports blieb derweilen ungeschlagen, während Fnatic immerhin zwei Siege verbuchte. Das reichte Europa, um mit einem 5:4 Vorteil in die nächste Phase des Turniers zu gehen.

G2 patzt, Splyce überrascht

Nach der Gruppenphase ging es mit einem innovativen Format weiter. Denn bei Rift Rivals entscheidet nicht die Stärke eines Teams sondern die aller Mannschaften. Dementsprechend wurde eine Best-of-5-Serie mit allen sechs Mannschaften ausgetragen, wobei kein Team mehr als zwei Mal antreten durfte. Durch den Sieg in der Gruppenphase lag die Matchupwahl der ersten drei Spiele bei Europa. Zusammen entschied man sich für die Begegnungen Echo Fox gegen G2, Fnatic gegen 100 Thieves und Splyce gegen Team Liquid.

Überraschenderweise gab G2 den sicher geglaubten Auftaktsieg ab. Das bis dato ungeschlagene Team unterlag in einem chaotischen Spiel Team Echo Fox und brachte Europa damit in eine brenzlige Lage. Fnatic glich in Folge zwar aus, aber Spyce musste ja auch noch ran. Ihnen gegenüber stand Team Liquid, das vermeintlich beste Team aus Nordamerika. Um G2 und Fnatic leichtere Matchups zu garantieren, hatte man diese fast schon vorbestimmte Niederlage hingenommen. Umso unerwarteter war die Leistung, die Splyce zeigte. Die Mannschaft präsentierte sich wie ausgewechselt, ging entschlossen voran und sah gar nicht mehr so aus, wie das Team, das alle drei Spiele in der Gruppenphase verlor. In 28 Spielminuten nahm Splyce die Konkurrenz von Team Liquid auseinander.

Revanche glückt

Als Folge des Splyce-Erfolges konnte Europa schon in der nächsten Partie den Gesamtsieg klar machen. Nun war der Vorteil der Matchup-Wahl jedoch vergangen und beide Regionen mussten ohne Wissen über ihren Gegner ein Team ins Rennen schicken. Für Europa war das Fnatic, während Nordamerika auf Echo Fox vertraute. Wirklich spannend wurde es aber nicht. Fnatic drehte nach einer ruhigen Anfangsphase auf und ließ dem Gegner nicht den Hauch einer Chance. In der 12. Spielminute trennte die Teams gerade einmal tausend Gold, doch nur zehn Minuten später fiel der Nexus von Echo Fox. Die Mission Revanche war damit erfüllt und so hieß es von einem erleichterten Fnatic Midlaner Rasmus 'Caps' Winther: "Wir waren sehr traurig nach der Niederlage beim letzten Mal und haben eine Menge trainiert, um dieses Jahr zu gewinnen. Das bedeutet uns sehr viel." An die Gegner aus Nordamerika fügte er neckisch hinzu: "Viel Glück beim nächsten Mal."

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