Entwicklungsprojekt von Riot Games

LoL: Premier Tour bringt deutscher Szene Aufschwung

von Christian Mittweg am 21.06.2018 um 16:32

Mit der Premier Tour hat Riot Games in diesem Jahr eine Turnierserie für den deutschsprachigen Raum ins Leben gerufen. Die Entwicklung der nationalen League of Legends-Szene steht dabei im Vordergrund.

Riot Games bietet mit der Premier Tour eine neue Plattform für deutsche Teams.
Riot Games bietet mit der Premier Tour eine neue Plattform für deutsche Teams.
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Premier Tour heißt Riot Games neues Projekt, das sich ausschließlich mit dem deutschsprachigen Raum beschäftigt. Dabei handelt es sich um eine Turnierserie für aufstrebende Mannschaften, die nicht in der LCS, sondern auf nationaler Ebene antreten. Für derlei Teams war die ESL Meisterschaft in der Vergangenheit die einzige Anlaufstelle. Nachdem Riot Games lange Zeit keine große Motivation zeigte, auf der nationalen Ebene mitzumischen, greift der Entwickler nun jedoch ein. "Hoffentlich wird die neue Struktur diesem gigantischen Land mit einer passionierten Spielerschafft eine Möglichkeit bieten, um Talente zu fördern", spricht Kommentator Martin 'Deficio' Lynge seine Gedanken zur Premier Tour aus.

Beim Geschäftsführer des deutschen Teams Euronics Gaming (ESG) kommt die neue Turnierreihe gut an. "Die Premier Tour ist ein großartiger Wettbewerb. Für Spieler gibt es mehr Möglichkeiten, sich zu beweisen und Preisgeld zu gewinnen. Zudem können sich die Organisationen dort zeigen", sagt Kevin Westphal. Insbesondere die Offline-Events haben es ihm angetan: "Offline-Veranstaltungen erzeugen Fannähe, das brauchen wir!" Das erste dieser Art findet am 8. Juli in Hamburg statt. Westphals Team, das in der Online-Qualifikation überzeugte, ist dann auch mit von der Partie. Dabei wird es aber nicht bleiben, denn im Laufe der ersten Saison folgen noch zwei weitere Events. In der zweiten Spielzeit sind sogar vier Stops vorgesehen.

Riot Games bietet Struktur

Welche Vorteile die Premier Tour bietet, weiß 'Deficio': "Der strukturiere Aufbau von Riot Games wird die Talentförderung in Deutschland deutlich verbessern. Je besser die Strukturen sind, desto mehr Spieler können auf einem hohen Level antreten und das ist besser für ganz Europa und die Fans." Westphal sieht insbesondere Riots Zugriff auf den Launcher von League of Legends als Vorteil: "Hier kann Riot gezielt Werbung machen. Vielleicht wird dadurch die Zuschauerschaft vergrößert. Das wäre ein Vorteil für alle Parteien."

Große Kritikpunkte hat Westphal bislang nicht. Dass alles perfekt laufen wird, glaubt der Geschäftsführer von ESG aber auch nicht. Ein Problempunkt könnten der vollgepackte Spielplan bei der Online-Qualifikation sein. Denn die Teams müssten drei Best-Of-3-Serien am Stück gewinnen, um das Offline-Event zu erreichen. Diese Belastung zehrt an den Spielern. Zudem ist noch fraglich, wie die Organisation am Eventtag selbst aussieht. Dennoch ist Westphal mit Blick in die Zukunft positiv gestimmt: "Riot ist bisher sehr offen für Feedback und Kritik. Das ist schön zu sehen. Ich denke jedoch, dass die Premier Tour noch einige Events braucht, um sich selbst zu finden. Das ist aber nicht schlimm."

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