Riot Games entfernt Spaßwettkämpfe

Seriosität im Vordergrund: LoL All-Stars 2017

von Holm Kräusche am 08.12.2017 um 18:36

Es ist Offseason in League of Legends, und genau in dieser Zeit veranstaltet Entwickler Riot Games immer das prestigeträchtige All-Stars-Turnier. So auch dieses Jahr, allerdings hat Riot einiges verändert. Statt Spaß gibt es 2017 in Los Angeles kompetitive Wettkämpfe auf hohem Niveau.

Beim All-Stars-Turnier treten die Fanfavoriten gegeneinander an.
Beim All-Stars-Turnier treten die Fanfavoriten gegeneinander an.
© Riot Games/kicker eSportZoomansicht

Im All-Stars-Format kommen einmal pro Jahr die beliebtesten Spieler aller großen League of Legends-Regionen zusammen und treten in spaßigen Wettkämpfen gegeneinander an. Zwischen den kompetitiven Saisons sollen Zuschauer und Spieler entspannen und die Stars ihre außerordentlichen Mechaniken zur Schau stellen dürfen. Dieses Jahr ist das jedoch anders: Riot Games hat sich entschieden, den spielerischen Charakter zu reduzieren, um das Event "noch spannender und aufregender zu machen", wie der Entwickler es auf seiner Seite ausdrückt. So entfallen dieses Jahr die nicht ganz ernst gemeinten Spielformen komplett. 2016 traten in einem Wettkampf beispielsweise zwei Spieler mit einem Charakter an: Einer bewegte die Maus, der andere löste die Fähigkeiten des Champions auf der Tastatur aus.

Auch werden die Regionen nicht mehr in zwei übergeordnete Teams zusammengefasst, die um den Gesamtsieg ringen. Stattdessen gibt es ein ernstes und ganz gewöhnliches Turnier, an dessen Ende eine Art Regionen-Meister steht. Zusätzlich wird erneut auch 1-vs-1 gespielt, mit den bekannten Regeln.

Acht Regionen mit dabei

Um die Teilnehmer zu bestimmen, konnten League of Legends-Spieler im Vorfeld abstimmen, wer für welche Region zum All-Stars-Turnier fährt. Votes wurden nach Positionen abgegeben und die Kandidaten mit den meisten Fan-Stimmen bekamen den Platz im Team der jeweiligen Region. Für das 1-vs-1 bestimmten die Coaches der acht Regionen die Spieler, die ihre Mannschaften vertreten würden.

Mit dabei sind All-Star-Teams aus Nordamerika, Europa, China, Korea, Südostasien, der LMS, Brasilien und der Türkei. Sie werden jeweils von den beliebten Größen der Szene vertreten. Für NA treten zum Beispiel 'Bjergsen' und 'Sneaky' an, in Europa sind es unter anderem 'PowerOfEvil' und 'Rekkles'. Auch 'Faker' aus Korea, der weltbeste Spieler ist dabei, genauso wie 'UZI' aus China. Dafür fehlen zwei, die bisher noch kein All-Stars-Turnier verpasst haben: 'Doublelift' aus Nordamerika durfte nicht als AD-Carry nach Los Angeles reisen, da seine Mannschaft TSM schon zwei Spieler im Lineup hatte. Auch der koreanische All-Star-Supporter 'MadLife' fehlt dieses Jahr.

Erster Tag mit kleinen Überraschungen

Passend zum größeren Ernst hat Riot Games auch das verspielte Design des letzten Jahres entfernt und durch eine deutlich professionellere Aufmachung ersetzt. Einzig die Artworks der Teilnehmer des 1-vs-1-Turniers erinnern an den lockeren Charakter des Vorjahres. Riot wolle "ein spannendes Turnier bieten", heißt es auf der Website des Entwicklers. Am ersten Tag nahmen die Mannschaften das Event auch äußerst ernst. In den Begegnungen gab es wenige Überraschungen. Wie erwartet unterlag beispielsweise Europa den Koreanern und Amerika schlug Brasilien. Einzig die LMS sorgte für Unerwartetes: Die Region bezwang Korea.

Im 1-vs-1 musste sich Nordamerikas 'Sneaky' bereits dem Publikumsliebling aus Brasilien 'brTT' geschlagen gegeben. 'Faker' und 'Bjergsen' kamen allerdings eine Runde weiter und treffen Freitagnacht aufeinander. All-Stars läuft noch bis zum 10. Dezember. Alle Aufzeichnungen der Spiele findet Ihr auf dem YouTube-Kanal LoL Esports.

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