Riot Games verändert europäische LoL-Liga grundlegend

LoL: Franchising kommt auch für EU LCS

von Kristin Banse am 30.10.2017 um 17:36

Lange war die Zukunft der europäischen LCS unklar, jetzt hat das wilde Spekulieren ein Ende: Riot Games veröffentlichte am Montagmittag seine Pläne für die höchste europäische Liga - und will diese 2018 grundlegend umkrempeln.

Ab 2019 soll die EU LCS zum Partnership-System wechseln.
Ab 2019 soll die EU LCS zum Partnership-System wechseln.
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Die Stimmung der europäischen League of Legends-Szene war lange angespannt: Renommierte Teams forderten monatelang mehr Entlohnung von Riot Games, da sie die finanziellen Herausforderungen der LCS EU nicht mehr stemmen konnten. H2K drohte sogar damit, alle Tätigkeiten in League of Legends einstellen zu wollen, sollte sich in Zukunft nichts ändern.

Laut ESPN und Team Misfits plante der Entwickler sogar, die europäische Königsklasse in vier nationale Ligen aufzuteilen - verwarf diese Überlegungen aufgrund negativen Feedbacks aber wieder. Jetzt steht jedoch endgültig fest, wie es mit der europäischen LCS weitergehen soll: Riot Games veröffentlichte heute detaillierte Informationen für die kommenden Saisons.

Riot führt Franchising-System in Europa ein

In Nordamerika wird das Franchising-System bereits im nächsten Jahr eingeführt, nun gab Riot Games bekannt, dass auch in Europa die Teams an der Liga beteiligt werden - wenn auch erst 2019. Franchising bedeutet, dass Teams einen Vertrag als fester Partner der Liga bekommen. Dadurch wird es weder Auf- noch Absteiger geben, was den Organisationen letztlich finanzielle Sicherheit gibt. Zusätzlich erhalten Teams einen Teil der Einnahmen der Liga, so zum Beispiel Einnahmen aus Werbung und Streaming-Rechten.

Unicorns of Love entwickelten ihre Marke im vergangenen Jahr konsequent weiter.
Unicorns of Love entwickelten ihre Marke im vergangenen Jahr konsequent weiter.
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Bis diese Änderungen 2019 auch in Europa umgesetzt werden, erhöht Riot vorerst die finanzielle Unterstützung der Organisationen. Außerdem wird die Relegation zwischen den Splits abgeschafft: Qualifiziert sich ein Team für die EU LCS, verbleibt es nun ein volles Jahr in der Liga und kann erst am Ende des Jahres absteigen, anstatt wie bisher auch zwischen zwei Splits. Dies soll ebenfalls für langfristige Stabilität sorgen, führte Riot aus.

Mehr Fans, mehr Geld

Neben einer erhöhten finanziellen Unterstützung führt Riot Games außerdem vorerst ein neues System ein: Den Viewership Bonus. Je nachdem, wie viele Leute der Partie eines Teams zusehen, bekommen die Mannschaften einen finanziellen Bonus von Riot Games. Dadurch will der Entwickler Teams belohnen, die ihre Marke weiterentwickeln.

Challenger Series wird abgeschafft

Der zweiten Liga sagt Riot Games nun Ade und führt ein paneuropäisches Turnier ein, um die Abstiegsplätze der LCS neu zu vergeben. Die Challenger Series würde "keine Sicherheit" für die Profis bieten und ein zu hohes Risiko für Organisationen darstellen. Infolgedessen wird die zweite europäische Liga nun ersetzt. Genauere Informationen hierzu sollen jedoch erst in der Zukunft folgen.

Zusätzlich erwarten auch einige kleinere Änderungen Fans der EU LCS: Die Partien werden nun wieder im Best-Of-One-Format ausgetragen, und das freitags und samstags.

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