Riot Caster kritisiert Sportvereine im eSport

'Stress' über Schalke und PSG: "Das ist eine Schande"

von Christian Mittweg am 14.07.2017 um 12:27

James 'Stress' O'Leary, seines Zeichens Caster bei Riot Games, ist ein Fan von Sportteams im eSport. Die bisherigen Bemühungen von Paris Saint-Germain und Schalke haben den Waliser aber noch nicht überzeugt. Und durch den ausbleibenden Erfolg der beiden Vereine befürchtet O'Leary, dass es wohl noch etwas dauern wird, bis der nächste Fußballgigant League of Legends ins Auge fasst.

Riot Games Caster James 'Stress' O'Leary äußert Kritik an den Sportvereinen.
Riot Games Caster James 'Stress' O'Leary äußert Kritik an den Sportvereinen.
© Riot GamesZoomansicht

Die Saison in der Challenger Series neigt sich dem Ende zu. Bei Schalke besteht zwar noch die Aufstiegshoffnung, Paris Saint-Germain (PSG) steht allerdings ohne Punkt, geschweige denn Sieg, da und muss in die Abstiegsrelegation. Das Ziel der LCS rückt daher erst einmal in weite Ferne. Laut 'Stress' ist ein Grund dafür auch Chaos bei der Teamzusammenstellung.

Die eigentliche Ursache vermutet er allerdings noch eine Ebene höher: "Von außen sieht es so aus, als wären die Fußballvereine zu jemandem gegangen und hätten gesagt: Stell uns ein Team zusammen." O'Leary sagte weiter: "Doch dabei wurde nicht überprüft: Wer ist unser Manager, wer ist unser Trainer und vertrauen wir ihnen? Sind wir nah genug am eSport, um diese Person, ihren Hintergrund und Ruf, zu kennen?" Für den Caster sind das große Probleme, deswegen kommt er zu der Schlussfolgerung: "Bis das jemand hinkriegt, wird es sehr schwer für PSG und Schalke." Gleichzeitig drückte O'Leary sein eigenes Bedauern aus: "Das ist eine Schande. Aber gleichzeitig wird sich das auch nur über die Zeit ändern."

Kommende Investments in Gefahr

Durch die Probleme von PSG und Schalke rückt laut 'Stress' der Einstieg neuer Sportvereine erst einmal in weite Ferne: "Eines ist aber sicher. Solange es nicht eines der Sportteams richtig anstellt, werden keine weiteren Klubs investieren, da sie den Weg zum Erfolg nicht sehen." Damit kommt der Caster auch gleich zu dem entscheidenden Punkt: "Man kann nicht mit dem gleichen Plan, den man auch im Fußball nutzt, erfolgreich sein." Das haben die nordamerikanischen Teams dagegen schon besser angestellt. Die Philadelphia 76ers haben im vergangenen Jahr den Kauf einer eSport-Organisation gewagt. Auf der Managementebene vertrauen sie aber auf Veteranen der Szene von Team Dignitas. "Vielleicht hätten das die EU-Teams auch machen sollen, anstatt zu sagen: Wir können das besser als ihr. Das hätte vielleicht geholfen", sagte 'Stress'.

In der Zukunft hofft er trotzdem, dass sich die traditionellen Sportklubs durchsetzen können, denn auch er hat einen Wunsch: "Ich heiße Teams wie Schalke und PSG willkommen und freue mich schon darauf, wenn irgendwann mal ein eSport-Match Real Madrid gegen den FC Barcelona stattfindet."

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