"Wie Boxen und MMA"

LoL: 'Mithy' fordert mehr Trash-Talk

von Christian Mittweg am 08.07.2017 um 15:45

In League of Legends (LoL) findet zurzeit mit den Rift Rivals das neue Turnier von Riot Games statt. Bei diesem Event dreht sich alles um Rivalitäten und den Stolz auf die eigene Region. Da ist es dann auch schon mal erlaubt, verbal mit etwas härteren Bandagen zu kämpfen. Für G2 Esports-Profi Alfonso 'Mithy' Rodiriguez sollte das häufiger der Fall sein.

G2 Esport-Profi Alfonso Mithy Rodriguez wünscht sich mehr Trash-Talk.
G2 Esport-Profi Alfonso Mithy Rodriguez wünscht sich mehr Trash-Talk.
© Riot GamesZoomansicht

'Mithy' war von Anfang an klar: "Das wird ein spaßiges Turnier." Bei Rift Rivals werfen sich die Profis eine Beleidigung nach der anderen an den Kopf. Im Vordergrund steht allerdings der Spaß. Das gefällt dem Spanier von G2 Esports: "Du darfst Blödsinn reden und im Nachhinein wurden keine Gefühle verletzt." Der deutsche Midlaner Fabian 'Exileh' Schubert zog das Ganze sogar ins Lächerliche und witzelte herum: "Unsere Gehirne sind überlegen und in der Lage, schwierigere Gedankengänge durchzuführen." Zu jeder anderen Zeit des Jahres würde solch ein Statement für Aufruhr sorgen, bei Rift Rivals ist das normal.

Genau das stört 'Mithy' allerdings. Der Spanier wünscht sich mehr Trash-Talk, auch in der regulären Saison. Gegenüber kicker eSport erklärte er, warum: "Es ist großartig für Fans und Zuschauer, denn dadurch entstehen neue Geschichten und mehr Aufregung um das Spiel." Laut 'Mithy' wurde es eher negativ wahrgenommen, wann immer Spieler ein wenig zu vorlaut waren. Als Beispiel dafür nennt er seinen Teamkollegen Luka 'PerkZ' Perkovic: "Er hat es versucht, aber alles fiel auf ihn zurück und er fühlte sich im Endeffekt nur schlecht deswegen." Pöbeln, um den eSport interessanter zu machen - in anderen Sportarten funktioniert das bereits.

Vorbild Kampfsport

Im Rahmen einer Wette musste sich der Unicorns of Love-Manager eine Glatze rasieren. Zu stören scheint es ihn nicht.
Im Rahmen einer Wette musste sich der Unicorns of Love-Manager eine Glatze rasieren. Zu stören scheint es ihn nicht.
© Riot GamesZoomansicht

"Das ist wie bei Box- und MMA-Kämpfen." Der Spanier würde sich wünschen, dass der eSport von anderen Sportarten lernen würde. Aus seiner Sicht sind vor allem Boxer Experten darin, vor einem bedeutenden Aufeinandertreffen Aufregung zu erzeugen und so mehr Zuschauer anzulocken. 'Mithy' ist aber auch Realist und weiß, dass es nicht einfach wäre, solch ein System nachzuahmen: "Aber dann realisiert man, dass wir 18- bis 20-jährige Kinder sind, die einen Großteil ihres Lebens vor dem Computer verbracht haben und das für uns gar nicht so einfach ist." Der Spanier sieht außerdem die Vorbildfunktion der Spieler in Gefahr: "Unsere Zuschauer sind noch jünger und könnten es falsch verstehen."

Deswegen wird sich der Trash-Talk wohl vorerst auf Events wie Rift Rivals beschränken. Aber solange das Turnier noch andauert, möchte 'Mithy' sein Chance nutzen und sich richtig austoben: "Wir werden gewinnen. Die amerikanischen Teams sind Müll und haben keine Chance."

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