G2 Esports unterliegt im Finale

IEM: Taiwan macht Europa platt

von Kristin Banse am 27.02.2017 um 13:01

Am vergangenen Wochenende traf sich die internationale League of Legends (LoL)-Elite im polnischen Kattowitz, um den Champion der Intel Extreme Masters Season XI auszumachen. Mit drei Teams war die europäische Region am stärksten vertreten - doch den Titel holte ein anderes Land.

Das taiwanesische Team Flash Wolves siegt über G2 Esports im Finale der IEM Katowice.
Das taiwanesische Team Flash Wolves siegt über G2 Esports im Finale der IEM Katowice.
© ESLZoomansicht

Die diesjährige IEM warf ihre Schatten bereits voraus: Das einzig nordamerikanische Team Cloud9 sagte im Vorfeld seine Teilnahme ab, um sich auf die LCS zu fokussieren. Ersetzt wurde die Mannschaft durch niemand geringeren als G2 Esports - den europäischen Meister. Das Finale der IEM Season XI musste somit ohne nordamerikanische Beteiligung auskommen. Auch das chinesische EDward Gaming sorgte für Tumult: Das Team hatte mit Visaproblemen zu kämpfen und gab daher ebenfalls seinen Startplatz ab. Kongdoo Monster sprang für die Kollegen ein.

Flash Wolves räumen auf

Am vergangenen Wochenende spielten somit acht der besten LoL-Teams um die 150.000 US-Dollar Preisgeld und schon in der ersten Runde schien sich ein Trend abzuzeichnen: Während H2K Gaming mühelos durch die Gruppe A pflügte, kämpften G2 Esports und Unicorns of Love in Gruppe B um die Tabellenspitze. Beide Mannschaften hatten damit jedoch nur wenig Erfolg: Der europäische Meister verlor direkt in der ersten Partie gegen Flash Wolves. Für Unicorns of Love lief es etwas besser: Die Mannschaft triumphierte im ersten Match gegen Kongdoo Monster, traf dann aber ebenfalls auf die Favoriten von Flash Wolves und musste hier eine bittere 0:2-Niederlage hinnehmen. Als wäre das nicht genug, standen sich ausgerechnet zwei europäische Mannschaften im Eliminierungs-Spiel gegenüber. Für Unicorns of Love blieb keine Chance, was das Aus in der Gruppenphase zur Folge hatte. Immerhin G2 Esports schaffte es somit als zweites europäisches Team in die Playoffs.

Sonderlich rosig sahen die Erfolgsaussichten Europas trotzdem nicht aus: Nachdem schon Unicorns of Love und G2 Esports in der Gruppenphase gegen die Wölfe verloren, musste nun H2K herhalten. Im Halbfinale traf die Mannschaft rund um Toplaner Andrei 'Odoamne' Pascu auf die taiwanesische Konkurrenz und erntete eine bittere 1:2-Niederlage, was das Turnier-Aus bedeutete. Flash Wolves schienen unaufhaltbar - auch im Finale. G2 Esports war die letzte europäische Mannschaft im Turnier und galt als würdiger Finalgegner. So richtig klappen wollte es trotzdem nicht: Der europäische Meister fand kein Mittel gegen Flash Wolves. Ohne eine einzige Niederlage gewann das Team letztlich das 150.000 US-Dollar-Turnier.

Für die europäische Region ist der Rückschlag umso härter. Die Hoffnung auf einen wichtigen Turniersieg war bei der IEM in Kattowitz umso größer, denn seit der ersten Saison im Jahr 2011 gewann Europa keinen großen internationalen Titel mehr in LoL.

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