Was man in der ersten LCS-Woche lernen konnte

LoL: Bloß kein Rengar und Camille

von Christian Mittweg am 25.01.2017 um 12:47

Am Wochenende startete die Frühlingssaison der League of Legends Championship Series (LCS) in Europa. Dabei war es nicht nur interessant zu sehen, welche Teams sich durchsetzen konnten, sondern auch, wie die Profis mit den Änderungen der neuen Saison umgegangen sind.

Nur in einem von vierzehn Spielen kam der neue Champion Camille zum Einsatz.
Nur in einem von vierzehn Spielen kam der neue Champion Camille zum Einsatz.
© Riot GamesZoomansicht

Keine Camille und kein Rengar. Da waren sich die zehn europäischen Mannschaften einig. In den vierzehn Spielen der ersten Woche wurde der neue Champion Camille nur einmal offengelassen. Diese Chance nutzte 'Vizicsacsi', der Toplaner der Unicorns of Love, aus und zeigte im Spiel, warum Camille wohl besser gebannt worden wäre. Mit Leichtigkeit fiel ein Turm nach dem Anderen unter den Angriffen der Kämpferin und sowohl AD-Carry als auch Midlaner im gegnerischen Team waren nicht sicher vor dem "Stählernen Schatten".

Im Match zuvor hatten die Unicorns of Love den ebenfalls sehr begehrten Champion Rengar an Team Vitality abgegeben. Anders als bei Camille, war das Team des deutschen Midlaners 'Exileh' aber in der Lage, den gefährlichen Assassinen unter Kontrolle zu halten. Trotz des guten Beispiels, wie ein starker Champion gestoppt werden kann, blieben die anderen Teams ihrer Denkweise treu und bannten Rengar in insgesamt dreizehn von vierzehn Spielen.

Champion-Vielfalt steigt

Auch die Trainer mussten sich auf eine bedeutende Neuerung einstellen: Durch das Zehn-Bann-System werden zu Beginn der Championauswahl nun drei Champions gebannt und zwei weitere, nachdem die ersten drei Charaktere bereits ausgewählt wurden. Dies erfordert neue Denkweise und eröffnet gleichzeitig weitere Strategien. Während der ersten Woche wurden die zusätzlichen vier Banns hauptsächlich genutzt, um starke Konter zu den bereits ausgewählten Champions aus dem Spiel zu nehmen. Dadurch musste der ein oder andere Profi auf seine viert- oder sogar fünfbeste Option zurückgreifen. In der Gesamtheit führte dies zu einer deutlich höheren Vielfalt an Champions im Vergleich zum Vorjahr und so gab es in den vierzehn Spielen 50 unterschiedliche Charaktere zu sehen. In der ersten Woche der Frühlingssaison 2016 wurden in zehn Aufeinandertreffen nur 36 Champions gespielt.

Alles geben für den frühen Goldvorteil

Viele Teams versuchten über die Botlane einen frühen Goldvorteil zu erarbeiten. Denn der Turm auf der unteren Seite der Karte ist der schwächste im gesamten Spiel und fällt die erste Konstruktion, bekommt das erfolgreiche Team dafür einen Bonus in Höhe von 500 Gold. Aus diesem Grund zogen es die meisten Supporter vor, dominante Champions zu spielen, die in der Anfangsphase eines Matches die Kontrolle über die Lane etablieren und erlauben, viel Schaden an dem schützenden Gebäude anzurichten. Malzahar, Miss Fortune, und Zyra wurden infolgedessen zu umkämpften Charakteren. Als defensivere Kontervariante zu Malzahar überzeugte auch die Magierin Lulu. Aber schon in der kommenden Woche könnte sich alles wieder ändern, wenn die Teams mit den Erkenntnissen des ersten Spieltags versuchen, den Gegner aus dem Konzept zu bringen.

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