Gruppe D in der Zusammenfassung

LoL Worlds: Europameister Fnatic holt Gruppensieg!

von Holm Kräusche am 17.10.2018 um 18:04

Auch am letzten Tag der Gruppenphase blieben zunächst größere Überraschungen aus. Während die Amerikaner desolat spielten, holte Fnatic zum großen Schlag aus. Das spannende Finale sparten sich die beiden erstplatzierten Mannschaften allerdings bis zum letzten Moment auf.

Toplaner Mads 'Broxah' Brock-Pedersen spielte herausragend und sicherte seinem Team den Gruppensieg.
Toplaner Mads 'Broxah' Brock-Pedersen spielte herausragend und sicherte seinem Team den Gruppensieg.
© Riot GamesZoomansicht

In Gruppe D bestätigten die Teams zunächst ihre Hinrunde und lieferten ähnliche Ergebnisse ab. Übermäßig dominant traten erneut die Chinesen von Invictus Gaming (IG) und die Europäer von Fnatic auf, die die anderen Mannschaften deklassierten. Erfreulich für Europa: Fnatic machte sich am Mittwoch endgültig zu einem Kandidaten für den Turniersieg. Mit guten Einzelleistungen und ebenso schlau gespielten Teamkämpfen holten sich die Europäer die Tabellenspitze.

Gruppe bleibt innerhalb der Erwartungen

Zu Beginn des Tages war der Gruppensieg für Fnatic möglich, wenn auch nicht unbedingt wahrscheinlich. 2:1 hatte der Europameister in der Hinrunde gespielt und gegen die Chinesen eine Partie deutlich abgegeben. Die ihrerseits waren ungeschlagen, aber Fnatic hatte ja noch das Rückspiel in der Hinterhand. Wohlweißlich legte Riot diese Begegnung ganz ans Ende des Tages.

Zuvor gab es wenig Überraschendes zu berichten, G-Rex aus Hongkong sammelte ähnlich wie das MAD Team am Vortag, eine krachende Niederlage nach der anderen. Etwas überraschend waren jedoch die Ergebnisse der Amerikaner von 100 Thieves, immerhin die drittbeste Mannschaft aus der nordamerikanischen LCS. Ihre Leistung blieb hinter jeglicher Erwartung zurück: Gegen Fnatic stand am Mittag das wichtige Entscheidungsspiel auf dem Programm, bei einem Sieg hätte 100 Thieves noch Chancen auf das Viertelfinale gehabt - Sie lagen nur mit einer Niederlage hinter Fnatic. Stattdessen setzte es eine katastrophale Klatsche mit 14:4 und einem massiven Goldunterschied. Gegen IG agierte einzig Toplaner 'Ssumday' (Korea) mit etwas internationaler Klasse, der Rest der Mannschaft ging sogar in 5vs3-Teamkämpfen unter. Schon lange vor Ende des Tages waren damit G-Rex und 100 Thieves ausgeschieden.

Fnatic erkämpft sich Tiebreaker

In der letzten regulären Begegnung ging es für die Europäer dann um die Chance eines Tiebreakers, den sie im Fall eines Siegs gegen Invictus spielen dürften. Preis: Rang 1 und eine vermeintlich leichtere Aufgabe im Viertelfinale. Fnatic stellte sich der Herausforderung und lieferte eine nahezu perfekte Partie ab. Zwar blieb die Begegnung lange ausgeglichen, dann zog der Europameister jedoch davon. Martin 'Rekkles' Larssons Tristana war uneinholbar weit vorne und zerpflückte IG nach Gutdünken. 4.000 Gold hatte er am Ende des Spiels mehr, als sein direkter Gegner. Fnatic stand damit im Tiebreaker.

Handschuhe ausgezogen

Für den "streiften beide Mannschaften ihre Handschuhe ab" wie Moderator 'Dash' nach der Partie bemerkte. Das Entscheidungsspiel geriet zum einzigen Scharmützel mit insgesamt 37 Championkills. Fnatic zog bei Minute 22 langsam davon und zementierte die Führung mit drei Höllendrachen, einem Baron und diversen zerstörten Türmen. IG konnte bei so einem Stand nur noch ein Wunder und eine große Dummheit Fnatics helfen. Die begingen die Europäer allerdings nicht und krönten sich verdient zum Gruppenersten.

Im Anschluss loste Riot Games die Viertelfinalbegegnungen aus. Fnatic bekommt es mit Edward Gaming zu tun und G2 trifft auf den Turnierfavoriten Royal Never Give Up. Mit der Niederlage im Tiebreaker muss sich IG nun gegen kt Rolster behaupten und das zweite koreanische Team, Afreeca Freecs trifft auf Cloud 9.

Gespielt wird am Wochenende den 20. und 21. Oktober. Das erste Spiel beginnt jeweils um 6 Uhr morgens, das zweite Viertelfinale ist für 10 Uhr geplant.

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