Schalkes Hoffnungsträger

Stückenschneiders Rückkehr auf die LCS-Bühne

von Christian Mittweg am 19.06.2018 um 17:40

294 Tage lang stand Maurice 'Amazing' Stückenschneider nicht als Spieler auf der LCS-Bühne. Am Wochenende kehrte der deutsche Profi zurück. In der Rolle von Schalkes neuem Jungler wusste er trotz der längeren Pause zu überzeugen. Anlaufschwierigkeiten gab es dennoch.

Am Wochenende spielte Maurice 'Amazing' Stückenschneider seine erste LCS-Partie seit 294 Tagen.
Am Wochenende spielte Maurice 'Amazing' Stückenschneider seine erste LCS-Partie seit 294 Tagen.
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Das vergangene Wochenende markierte nicht nur den Start der EU LCS Sommersaison. Für den deutschen Jungler Maurice 'Amazing' Stückenschneider war es gleichzeitig das Comeback nach einer kurzen Auszeit vom eSportler-Dasein. Über den Frühling hatte sich der 24-Jährige als Kommentator und Experte für Riot Games versucht, ein Angebot vom FC Schalke 04 konnte er aber nicht ausschlagen.

Anlaufschwierigkeiten

Der Übergang zurück zum Profi verlief nicht optimal. In der Partie gegen die Unicorns of Love (UOL) blieb Stückenschneider größtenteils unauffällig. Sein erster Versuch aktiv zu werden, endete im dem Tod seines Champions, nachdem auch der gegnerische Jungler überraschend zur Stelle war. Dabei schien es so, als hätte 'Amazing' sich gezwungen gefühlt, das Spiel in die richtige Richtung zu leiten. Immerhin ist das seine Aufgabe als Jungler. Jedoch schoss er in der Aktion über das Ziel hinaus. Dem deutschen Profi passierte noch ein weiterer Fehler. In der 19. Spielminute wagte sich 'Amazing' in Begleitung von Erlend 'Nukeduck' Holm zu weit aus der eigenen Basis heraus und wurde von den Unicorns abgefangen. Obwohl die Unachtsamkeit keine schwerwiegenden Folgen hatte, komplettierte das nur das Bild eines durchwachsenen Auftakts.

Der Umschwung kam acht Minuten nach Stückenschneiders zweitem Ausrutscher, als der deutsche Profi das entscheidende Gefecht erzwang und seinem Team damit den Baron sicherte. Auch als die Unicorns versuchten, Schalkes Team auseinanderzuziehen, blieben die Knappen entschlossen beisammen und beendeten das Spiel. Genau für solche Situationen wurde 'Amazing' bei Schalke verpflichtet. Die Knappen brauchten eine Führungspersönlichkeit und scheinen fündig geworden zu sein. Schon in der Vergangenheit zeichnete sich Stückenschneider durch Selbstvertrauen und Entschlussfreudigkeit aus. Aus Sicht der Königsblauen war es daher erleichternd zu sehen, dass er diese Eigenschaften während seiner Zeit als Kommentator nicht verloren hat.

Niederlage trotz 'Amazing'

Am ersten Spieltag musste Schalke noch ein zweites Mal ran. Gegen den amtierenden Meister Fnatic zeigte 'Amazing' gleich zu Beginn eine ansprechende Leistung. Immer wieder ging er aggressiv nach vorne und setzt den Gegner damit unter Druck. Die Kommunikation im frühen Spielverlauf lief ebenfalls schon besser. Im Zusammenspiel mit 'Nukeduck' und Supporter Oskar 'Vander' Bogdan spielte Stückenschneider Vorteile für Schalke heraus. Fnatic konnte die Partie auf erstaunliche Art und Weise zwar nochmal drehen, verantwortlich dafür war jedoch die gesamte Schalker Mannschaft und nicht ein einzelner Akteur. Zuvor hatte 'Amazing' gezeigt, dass er trotz der Pause immer noch ein überragender Jungler ist. Seine Aggressivität im frühen Spielverlauf war bei seinem Vorgänger Milo 'Pride' Wehnes häufig vermisst worden.

Fazit

Die Rückkehr des deutschen Junglers lief zwar nicht optimal. Nach anfänglichen Problemen gegen die Unicorns of Love, zeigte 'Amazing' jedoch, warum Schalke in der Sommersaison auf ihn vertraut. Schalke spielte bestimmter und aggressiver, was auf Stückenschneider zurückzuführen ist. Kann er die gute Anfangsphase gegen Fnatic zudem auch in den kommenden Wochen wiederholen, wird 'Amazing' eine enorme Bereicherung für die Knappen sein.

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