Wer verstärkt die Knappen?

LoL: Schalkes verzwickte Spieler-Suche

von Christian Mittweg am 19.05.2018 um 00:02

Anfang April verkündete der FC Schalke 04, dass er sich nach einem neuen Jungler für sein League-of-Legends-Team umsieht. Noch immer haben die Königsblauen nicht bekanntgegeben, wer die Mannschaft in der kommenden Saison unterstützen wird. Wer kommt in Frage und wer ist die beste Option für Schalke?

Pride: Schalke sucht einen Ersatz für Milo 'Pride' Wehnes.
Pride: Schalke sucht einen Ersatz für Milo 'Pride' Wehnes.
© Riot GamesZoomansicht

In der Frühlingssaison füllte Milo 'Pride' Wehnes die Jungle-Rolle im Team der Schalker. Nach den verpassten Play-offs fühlte sich der Verein allerdings dazu genötigt, eine Veränderung vorzunehmen. Die Entscheidung der Führungsebene fiel schlussendlich zulasten von 'Pride' aus. Dies sei der Wechsel, der "am ehesten zu Erfolg führt", hieß es von Seiten des Vereins.

Sechs Wochen sind seit der Ankündigung von Schalke vergangen und bisher herrscht Stillschweigen über potenzielle neue Spieler. Auf Nachfrage von kicker eSport hieß es: "Wir beschäftigen uns intensiv mit der Vorbereitung auf die nächste Saison." Aussagen zu der offenen Position im Team wollte man aber nicht machen. Doch bereits im Juni beginnt die neue Saison. Wer wird dann im Schalke-Trikot auflaufen?

Zwei unterschiedliche Spielweisen

Bevor es zu den potenziellen Kandidaten geht, stellt sich die Frage: Was braucht Schalke auf der Jungle-Position? Die Frühlingssaison hat gezeigt, dass es nicht die Spielweise von 'Pride' ist. Der junge Niederländer ist für sein aggressives Vorgehen bekannt, doch Schalke visierte in der regulären Saison eher eine sichere, strategische Herangehensweise an, die eines unterstützendes Junglers bedurfte. Das hätte zum Stil der einzelnen Laner gepasst und zwang 'Pride' dazu, sich zu verbiegen - mit schwankenden Resultaten. Jungle-Kontrolle und der Kampf um neutrale Map-Ziele wurden nie zu den Stärken von 'Pride'. Sein Ersatz sollte daher genau diese Qualitäten mitbringen.

Von den EU Masters in die EU LCS

Noch ist unbekannt, wer in der kommenden Saison für Schalke die Jungle-Position füllt.
Noch ist unbekannt, wer in der kommenden Saison für Schalke die Jungle-Position füllt.
© kicker eSportZoomansicht

Allzu viel Auswahl hat Schalke nicht. Die meisten EU LCS Teams sind zufrieden mit ihrem Jungler und die Verträge der Spieler laufen frühestens nach der Sommersaison aus. Deshalb müssen sich die Knappen eine Ebene tiefer umschauen. Glücklicherweise veranstaltete Riot Games im April die EU Masters. Dabei handelt es sich um ein Turnier, das talentierten Spielern eine neue Bühne bot. Diese Chance nutzten gleich drei Jungler: Kristian 'TynX' Ostergaard, Oskar 'Selfmade' Boderek und Mateusz 'Kikis' Szkudlarek.

'Selfmade' zeigte sich bei den EU Masters als variabelster Spieler der drei. Der Pole überzeugte nicht nur durch seine aggressive Spielweise. Auch das kalkulierte, zurückhaltende Vorgehen lag dem Jungler gut. Das macht ihn zur attraktivsten Option für Schalke. Noch ist 'Selfmade' allerdings bei den MAD Lions unter Vertrag und die Knappen müssten sich mit der spanischen Organisation auf eine Ablöse einigen, um sich die Dienste des begehrten Spielers zu sichern. Bei 'TynX' sieht die Vertragssituation ähnlich aus. Doch bei ihm müssten die Schalker sowieso mit den gleichen Problemen wie bei 'Pride' rechnen, weshalb er wohl nicht in Frage kommt.

Veteran vor Youngstar?

Anders sieht es bei 'Kikis' aus. Der langjährige Profi spielte in der Vergangenheit schon bei diversen EU LCS-Teams und holte 2016 den Meistertitel mit G2 Esports. Zudem ist er derzeit Free Agent und auf der Suche nach einer neuen Mannschaft. In ihm würde Schalke einen erfahrenen Profi finden, der Führungsqualitäten mitbringt. Perfekt ist er allerdings auch nicht. Denn seine individuellen Fähigkeiten waren bei den European Masters nicht immer ohne Tadel, zumal er in der Vergangenheit auch eher durch seinen chaotischen Stil auffiel.

Vertrauen in 'Pride'

Schalke bleibt noch eine weitere Option neben den drei vielversprechenden Spielern und der enormen Anzahl weniger bekannter Jungler: 'Pride'. Im Abschiedsstatement machte der Verein deutlich, dass es Probleme im Zusammenspiel waren, die zu dem geplanten Wechsel führten. Das individuelle Können des Junglers steht jedoch außer Frage. Zudem besteht der Vertrag zwischen Verein und Spieler noch bis zum 19. November. Findet Schalke daher keine adäquate Alternative und die MAD Lions halten an 'Selfmade' fest, bleibt den Knappen vielleicht keine andere Wahl, als eine weitere Saison auf 'Pride' zu vertrauen. Immerhin ist 'Pride' bereits mit den Spielern und Abläufen vertraut. Die zusätzliche Zeit mit dem Team könnte daher Besserung bringen, sodass die alten Probleme verblassen. Nun ist es an Schalkes Führungsebene, diese schwierige Entscheidung zu treffen oder eine andere Lösung aus dem Hut zu zaubern.

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