Vom Underdog zur deutschen Hoffnung

Der Aufstieg von PENTA Sports

von Kristin Banse am 29.07.2017 um 00:21

Vor knapp einem halben Jahr war die Zukunft des Counter-Strike: Global Offensive (CS:GO)-Teams von PENTA Sports noch ungewiss. Jetzt spielten sie sich unter die Besten der Profi-Szene. Eine Reise, an die niemand geglaubt hat.

PENTA Sports beim Major in Krakau. Bis dahin war es jedoch ein weiter Weg.
PENTA Sports beim Major in Krakau. Bis dahin war es jedoch ein weiter Weg.
© PENTA SportsZoomansicht

Aufgrund des Erfolgs von Berlin International Gaming (BIG) beim Counter-Strike-Major-Turnier in Krakau ist die deutsche CS-Szene in aller Munde. Seit der DreamHack Winter 2014 gab es nicht mehr so eine hohe Teilnahmequote deutscher Vertreter an einem Major-Turnier. Dass aber auch PENTA Sports maßgeblich am aktuellen Erfolg der deutschen Counter-Strike-Szene beteiligt ist, wird gerne vergessen. Dabei legte die Organisation in den vergangenen Monaten einen genauso rasanten Kickstart wie BIG hin.

Alles auf Anfang

Anfang des Jahres war nicht einmal klar, wie es mit dem Counter-Strike-Team von PENTA Sports weitergehen sollte. Nachdem sich die Organisation von einem Großteil der Spieler getrennt hatte, verabschiedete sich auch Coach Alexander 'kakafu' Szymanczyk. Selbst PENTA-Urgestein Kevin 'kRYSTAL' Amend gab via Twitter bekannt, auf der Suche nach einem neuen Team zu sein. Doch er blieb. Gemeinsam mit Miikka 'suNny' Kemmpi baute er die neue Mannschaft auf, was im März bekannt gegeben wurde. Ein erster Blick verriet, dass sich PENTA Sports ab sofort international ausrichten würde: Zwei Finnen, ein Este, ein Pole und ein Deutscher sollten es nun richten.

Ehrgeiz zahlt sich aus

Die ersten Wochen gestalten sich holprig: Anstatt sich, wie bisher, hauptsächlich auf die ESL Meisterschaft zu konzentrieren, griff die Mannschaft international an. Aber im Qualifier für die DreamHack in Austin reichte es nur für die Round of 16. Auch beim Qualifier zur ESL One in Köln lief es nicht besser. Doch die Mannschaft blieb dran und der Ehrgeiz zahlte sich aus: Im Mai spielte PENTA in der Relegation der ESL Pro League gegen Virtus.Pro - und gewann. Auch wenn die Mannschaft den Aufstieg knapp verpasst hatte, bewies sie, dass sie mit den Großen mithalten können. Wenige Tage später unterstrich das Team diese Aussage nochmals, als es im Minor über Teams wie Dignitas, Ninjas in Pyjamas und EnvyUs triumphierte und bei der Qualifikation zur Weltmeisterschaft Team Liquid in die Tasche stecke.

Die Weltmeisterschaft als Zerreißprobe?

Der erste Rückschlag folgte jedoch kurz darauf: Coach Niko 'naSu' Kovanen konnte der Mannschaft während der Weltmeisterschaft nicht zur Seite stehen, da er Monate zuvor bereits Urlaub gebucht hatte. Eine Zerreißprobe für das frisch zusammengestellte Team. In der ersten Runde verlor die Mannschaft knapp gegen den mehrfachen Weltmeister SK Gaming. Auch gegen das Counter-Strike-Team des FC Kopenhagen wollte es nicht so recht gelingen. Einen einzigen Sieg in der Gruppenphase fuhr PENTA Sports immerhin gegen Vega Squadron ein. Um weiterzukommen, reichte das allerdings nicht. Die deutsche Organisation verabschiedete sich aus der Weltmeisterschaft.

Und dennoch kann sich PENTA Sports glücklich schätzen: Obwohl die Mannschaft erst wenige Monate zusammenspielt, schaffte sie den harten Weg zur Weltmeisterschaft. Nach nur wenigen Monaten Zusammenarbeit gegen SK Gaming nur knapp mit 13:16 zu verlieren, oder Liquid mit 16:3 abzufertigen, zeigt, dass die Mannschaft Potenzial hat. Mit etwas mehr Training, Ehrgeiz und vor allem Erfahrung könnte es der Organisation sogar gelingen, sich bald an der Spitze zu etablieren und aus dem Schatten von BIG zu treten.

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