FIWC: eSport in New York

FIWC: Kicken im Big Apple

von Nicole Lange am 06.01.2016 um 00:31

Es ist das Großevent der internationalen FIFA-Szene im eSport. Mit dem Finale des FIFA Interactive World Cups (FIWC) wird wie in den Jahren zuvor der beste FIFA-Spieler der Welt gekürt. Nachdem man im letzten Jahr das Finale in München stattfinden lies, treibt es die Veranstalter in diesem Jahr wieder zurück zum Ausgangsort, wo der FIWC zum ersten Mal ausgetragen wurde: die USA.

Der FIFA-eSport erobert den Big Apple. Ab dem 20. März wird in New York der neue FIFA Interactive World Cup Meister ermittelt.
Der FIFA-eSport erobert den Big Apple. Ab dem 20. März wird in New York der neue FIFA Interactive World Cup Meister ermittelt.
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In New York, der Stadt, die niemals schläft, soll sich das virtuelle Fußballspektakel diesmal abspielen. Eine große Bühne, die der bisher noch recht kleine eSport-Titel füllen muss.

FIFA gehört in der eSport-Szene immer noch nicht zu den Top-Sportarten. Schon alleine das Preisgeld der einzelnen Veranstaltungen zeigt, wie stark FIFA von den andren Titeln weg ist. Der FIWC stellt neben der Einladung zur Gala FIFA Ballon d'Or, mit rund 20.000 US-Dollar ein vergleichsweise hohes Preisgeld aus, das der Sieger mit nach Hause nehmen darf. Dabei sei es nicht das Preisgeld, was die Spieler anstacheln sollte, sondern der Titel des FIFA Weltmeisters, erzählte uns David Fowler, FIFAs Head of Brand & Marketing Communication, damals im Interview. Ein Titel, der jedoch recht inflationär vergeben wird, denn auch der Electronics Sports World Cup (ESWC) beansprucht diesen Titel hin und wieder.

Somit scheint die virtuelle Weltmeisterschaft bis dato nicht geschützt zu sein. Solange die FIFA nicht erkennt, dass der Beruf des eSportlers auch eine finanzielle Grundlage benötigt, wird diese Disziplin immer nur als Hobby ausgeführt werden können. Mit der Location setzt die FIFA in diesem Jahr jedoch ein weiteres Zeichen. Für die Spieler ist eine Reise nach New York ohne Frage eine tolle Sache. Es verleiht dem Wettbewerb einen gewissen Glanz, den ein Grand Final auch verdient. Im vergangenen Jahr hatten die Veranstalter das Volkstheater in München als finale Hauptstätte ausgewählt. Doch auf Zuschauer verzichtete man vorwiegend. Ob man das ausgerechnet in den USA ändern kann, bleibt fraglich.

Verschenkt der FIWC sein Potenzial?

"Ich glaube, New York hat das Potenzial, der beste Austragungsort eines FIWC Grand Final aller Zeiten zu werden. Fast jeder, der nicht in New York lebt, möchte einmal dorthin", so der amtierende Champion des FIFA Interactive World Cups, Abdulaziz Alshehri gegenüber FIFA.com. In dieser Aussage schimmert die Faszination mit, die diese Stadt zweifelsohne auslöst, aber wie realistisch ist es, dass ein FIFA-Fan nur für den FIWC nach New York fliegt? Die meisten werden die Option über den Stream nehmen müssen. Man muss sich also fragen, ob die FIFA den FIWC weiterhin als kleines privates Event, in tollen Locations, aber vor der Öffentlichkeit verborgen, abhalten will oder den nächsten Schritt machen sollte. Die Entscheidung den FIWC nach New York zu bringen kann somit auch ein Anfang für den weiteren Ausbau des FIFA-eSports dienen.

Freut sich auf New York: Abdulaziz Alshehri.
Freut sich auf New York: Abdulaziz Alshehri.
© kicker eSport

Vom 20. bis zum 22. März werden die 32 besten Spieler der Welt in New York aufeinandertreffen. Wo genau, ist noch nicht bekannt. Bisher sind auch noch nicht alle Online-Qualifikanten ermittelt. Die letzten Teilnehmer der Grand Finals will die FIFA allerdings in Kürze bekannt geben.

Grand Final - Termine

20. März: Turnierauslosung

21. März: Gruppenphase

22. März: Das große Finale

Video zum Thema
FIWC 2015: Ein Finale des Glaubens- 20.05., 20:24 Uhr
FIWC: Tore, Emotionen und der neue Champion
In München trafen die 20 besten FIFA-Spieler der Welt beim FIFA Interactive World Cup 2015 aufeinander. Mit dem 15-jährigen Daniel Butenko war auch Deutschland mit einem Spieler vertreten. Neben Titelverteidiger August 'Agge' Rosenmeier stach ein Spieler ganz besonders hervor: Abdulaziz Alshehri aus Saudi-Arabien. Wir haben das Turnier und seine Highlights noch einmal zusammengefasst.
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