SEGAs neuer Fußball-Manager

Football Manager 2016 im Test: Besser geht's nicht!

von Nicole Lange am 27.11.2015 um 11:57

Wer sich als Manager eines virtuellen Fußballvereins bewähren möchte, hat seit der Einstellung von EAs Fußballmanager-Reihe keine großen Möglichkeiten mehr. Hinzu kommt noch die Problematik, dass in Deutschland aufgrund von Lizenzvereinbarungen bestimmte Konkurrenzprodukte nicht vertrieben werden dürfen. Der Football Manager 2016 (FM 2016) gehört zu diesen Produkten. Der Umstand des Imports lohnt sich dennoch auf jeden Fall, denn einen besseren Fußballmanager für PC als den FM 2016 gibt es derzeit nicht.

Aktuell der Beste auf dem Markt: Der Football Manager 2016 von SEGA.
Aktuell der Beste auf dem Markt: Der Football Manager 2016 von SEGA.
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Gleich, nachdem Ihr das Spiel gestartet habt, zeigt sich schon der enorme Umfang des Football Managers 2016 aus dem Hause SEGA. Ihr könnt nicht nur einen normalen Verein managen, sondern im "Create a Club-Modus" auch einen Klub komplett neu aufbauen. Von den Logos über die Trikots bis zu den Spielern lässt sich alles zusammensetzen, damit am Ende Euer Traumteam auf dem Platz steht. Zusammen mit dem normalen Karriere-Modus bilden diese beiden Kategorien das Herzstück des Spiels. Leider gibt es den Football Manager 2016 erstmal nur auf Englisch. Wer sich also nicht mit den Fußballfachausdrücken auskennt, sollte dies vor seinem Kauf bedenken. Die Vergangenheit hat aber gezeigt, dass sich einige Fans die Mühe machen und unterschiedliche Sprachpakete anbieten - u.a. auch auf Deutsch. Dies könnte also auch für den FM 2016 eine Option sein. Bis dahin müsst Ihr Euch aber in einer anderen Sprache Eurer Wahl durch die Menüs klicken. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, bekommt einen Fußballmanager, der diesen Namen auch verdient.

Umfangreich mit kleinen Schwächen

Gespräche mit der Presse gehören auch im Football Manager 2016 zum Alltag.
Gespräche mit der Presse gehören auch im Football Manager 2016 zum Alltag.
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Am Anfang werdet Ihr sicherlich ein wenig von den vielen Features erschlagen. FM-Veteranen werden sich bereits mit diesem Umfang auskennen, aber für Neulinge könnten die vielen verschachtelten Menüs etwas viel auf einmal sein. Es braucht einiges an Zeit, bis man sich zurechtfindet und überhaupt wirklich loslegen kann. Bevor man in den Alltag eintaucht, kommen jede Menge Mails in das virtuelle Postfach geflattert. Vom Vorstand bis zum Trainerstab will jeder mit Euch erstmal reden und die grundlegenden Dinge besprechen. An diesen Aussagen wird Eure Arbeit später auch gemessen. Besonders die Teamansprache bei Amtsantritt ist ausschlaggebend für Euren Stand bei den Spielern. Das ist aber nur ein Faktor, den es im FM 2016 zu beachten gilt. Denn kaum habt Ihr Euch mit dem Team bekannt gemacht, stehen weitere Aufgaben auf dem Programm. Gewisse Dinge lassen sich auch an Euren Mitarbeiterstab abgeben, was auch sehr gut funktioniert, aber wenn Ihr lieber alles selber im Blick und in der Hand haben wollt, müsst Ihr einiges an Zeit einplanen. Training, Taktik, Transfergelder und noch viele andere Punkte lassen sich bis ins kleinste Detail definieren.

Möchtet Ihr einen Spieler verkaufen, gilt es nicht nur einfach eine Transfersumme festzulegen. Ihr könnt auch angeben, ob es Boni oder Staffelzahlungen über mehrere Jahre gibt und ob der Spieler z.B. in Turnieren nicht gegen Euer Team spielen darf. Kompliziert für Einsteiger, aber ein Eldorado für Profis. Habt Ihr das Team zusammen, muss das Training konzipiert werden. Die taktischen Komponenten kommen dabei nicht zu kurz, denn das Training lässt sich sehr genau definieren. Was und vor allem wie intensiv vor einem Spiel trainiert werden soll, lässt sich ebenso einstellen, wie das Training an spielfreien Tagen. Auch hier muss man sich erstmal etwas zurechtfinden, um nicht kompletten Quatsch zu machen, aber wer sich Zeit nimmt, kommt nach etwas Einarbeitung mit dem System gut zurecht.

Während einige Fußballmanager Komponenten wie das Verwalten von Ticketpreisen und Stadionausbauten einbinden, rückt der Football Manager 2016 die Beziehung zu Euren Spielern in den Mittelpunkt. Natürlich müsst Ihr auch immer ein Auge auf die Finanzen haben, aber im FM 2016 werdet Ihr nicht zurate gezogen, wenn die Würstchenpreise angehoben werden müssen. Wie gut Ihr mit dem Team harmoniert, hängt stark vom Training und der taktischen Einstellung ab. Im Football Manager 2016 hört das nicht bei der Kapitänswahl oder der Zuordnung der Standardvarianten auf, sondern geht noch weit darüber hinaus. So umfangreich diese Einstellungen auch sind, besonders benutzerfreundlich aufgebaut sind die Menüs auch in diesem Punkt nicht. Zwar gibt es den Tutorial-Modus, der Euch die wichtigsten Punkte im Spiel auch wirklich sehr gut erklärt, aber die Menüführung als solches ist nicht besonders einladend.

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