Entwickler gewährt Zukunftsausblick

EA äußerst sich zu Barcelona: Ein großer Erfolg?

von Christian Mittweg am 02.02.2018 um 17:25

Fast eine Woche nach dem Chaos beim FUT Champions Cup in Barcelona gibt es ein erstes Statement von Seiten EA zum Event. Anstatt auf die Probleme einzugehen, zeigt Geschäftsführer Andrew Wilson jedoch eine andere Reaktion.

EAs Geschäftsführer Andrew Wilson gibt ein erstes Statement zum Barcelona-Event ab.
EAs Geschäftsführer Andrew Wilson gibt ein erstes Statement zum Barcelona-Event ab.
© EA SPORTSZoomansicht

Technische Schwierigkeiten, Verzögerungen, Netzwerk-Probleme und mangelhafte Organisation gehörten zu den Begleiterscheinungen des FUT Champions Cups in Barcelona. Dementsprechend heftig fiel auch die Reaktion der Spieler und Vereine in Deutschland aus. Im neuesten Finanzbericht zieht EA Geschäftsführer Andrew Wilson nun ein erstes Fazit zum Event. "Letztes Wochenende haben wir mit dem FUT Champions Cup in Barcelona den Startschuss für die Road to eWorld Cup gegeben. Die digitale Zuschauerschaft war gigantisch mit mehr als 17 Millionen Aufrufen. Im ersten Turnier der Saison haben wir bereits die Hälfte der Aufrufe erreicht, die wir zusammengenommen in der letzten Saison hatten." Zu den vielen Problemen schwieg Wilson dagegen.

EA schafft neue Anreize

Die Zuschauerschaft war eine der wenigen positiven Seiten des Events. Auf Twitch hatte der Stream fast dauerhaft über 50.000 Beobachter. Grund für den massiven Anstieg im Vergleich zum Vorjahr scheint ein neues System von EA zu sein. Denn der FIFA 18-Entwickler hat sich eine Idee, die bereits seit langer Zeit in Counter-Strike Anwendung findet, zunutze gemacht. Schaut man den Stream und verbindet sein EA-Konto mit Twitch, gibt es eine geringe Chance mit FUT-Karten belohnt zu werden. Unter anderem wurden Ikonen wie Patrick Vieria oder Starspieler wie Cristiano Ronaldo an die Zuschauer verlost.

Blick in die Zukunft

Obwohl Barcelona vielen Spielern wohl eher negativ im Gedächtnis bleiben wird, war das Event aus Sicht der Zuschauerzahlen dennoch ein Erfolg. Es ist daher kein Wunder, dass Wilson auch weiterhin auf eSport setzen möchte. "Wir glauben daran, dass eSport eine enorme Bindung zu unserer Community schafft und uns erlaubt, noch mehr Zuschauer zu erreichen, die vielleicht noch nie unsere Spiele genutzt haben", so der Geschäftsführer von EA. Doch noch stehen die Pläne von Wilson am Anfang und der Ertrag ist gering. In der Zukunft sollen Medien- und Übertragungsrechte, sowie Sponsorings allerdings für eine Menge Umsatz sorgen. Das könnte sogar schon früher eintreffen als erhofft. "Wir erreichen unsere Meilensteine deutlich schneller, als wir es geplant haben", sagt Wilson.

Streaming und Abonnements

Blake J. Jorgensen, der Finanzvorstand von EA, präzisierte Wilsons Pläne zum Thema eSport. So sei es das Bestreben von EA Abonnement-Modelle und Streaming zu vereinen. "Diese Kombination ist entscheidend", heißt es von Jorgensen. Dabei möchte das Unternehmen auch auf starke Partner vertrauen. Als größte Streaming-Plattform im Westen wäre Twitch ein möglicher Kandidat. Wie genau ein Abo-System oder andere Live-Dienste abseits der bekannten Funktionen aussehen könnten, verriet Jorgensen allerdings nicht. Die Neuerungen werden laut dem Finanzvorstand aber wohl erst in zwei bis fünf Jahren in Kraft treten.

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Der FIFA Interactive World Cup ist der prestigeträchtigste Titel in der professionellen FIFA-Szene. Die offizielle Weltmeisterschaft wird seit 2004 jährlich in anderen Ländern ausgetragen und legte nur 2007 eine Pause ein. Bei 13 Endrunden gibt es zwei Spieler, die sich Doppel-Weltmeister nennen dürfen. Die beste Leistung eines deutschen Teilnehmers war bislang eine Silbermedaille. In dieser Galerie präsentieren wir Euch alle FIWC-Sieger der Historie.
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