Die Spieler des FIWCs im Check

Newcomer und Favoriten - wer holt den Titel?

von Nicole Lange am 18.03.2016 um 18:23

Am 20. März startet der FIFA Interactive World Cup (FIWC) in New York (im LIVE!-Stream bei kicker eSport). 32 Teilnehmer aus aller Welt spielen um die prestigeträchtige Trophäe. Neben einigen bekannten Gesichtern gibt es aber auch viele FIWC-Newcomer. Dass einer davon gleich beim ersten Mal zum Favoriten zählt, macht das Turnier umso spannender, denn mit Ivan 'BorasLegend' Lapanje steht einer der erfolgreichsten FIFA-Spieler aller Zeiten im Teilnehmerfeld. Aber auch Deutschland kann gleich mit drei interessanten Qualifikanten ins Turnier gehen.

Der FIFA Interactive World Cup startet am 20. März in New York. Gleich drei deutsche Spieler kämpfen um den Titel. Wir stellen die Newcomer und Favoriten vor.
Der FIFA Interactive World Cup startet am 20. März in New York. Gleich drei deutsche Spieler kämpfen um den Titel. Wir stellen die Newcomer und Favoriten vor.
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Die Newcomer - zwei Deutsche als Geheimfavoriten?

Der FIFA Interactive World Cup liefert in jedem Jahr eine breite Auswahl neuer FIFA-Spieler. Auch in diesem Jahr haben es wieder einige Newcomer ins Turnier geschafft, einer davon kommt aus Deutschland und heißt Michael Bittner. Es ist seine erste FIWC-Teilnahme und vermutlich auch das größte Event seiner bisherigen FIFA-eSportler-Karriere. Der 17-Jährige könnte in diesem Jahr ganz groß durchstarten, denn neben seiner FIWC-Teilnahme ist der Spieler von FAB eSport auch für die Finals der Virtuellen Bundesliga qualifiziert. Bisher glänzte Bittner allerdings nur in der Online-Qualifikation, weshalb es interessant sein wird, den Teamkollegen von Niklas Raseck auch mal offline spielen zu sehen.

Raseck ist das zweite Eisen im Feuer von FAB eSport. Die Mannschaft hat das Glück, gleich zwei der drei deutschen Qualifikanten in den eigenen Reihen zu haben. Raseck, der als amtierender VBL-Meister in das Turnier geht, ist auch zum ersten Mal beim FIWC dabei und gehört mit seinen 16 Jahren zu den jüngsten Teilnehmern überhaupt. Dass der junge FIFA-Spieler Selbstvertrauen hat, zeigte er bereits in einigen Turnieren zuvor. Er gilt bei einigen Szenekennern sogar als Geheimfavorit, denn viele trauen ihm zumindest das Erreichen der Finalrunde zu.

"Ich hatte schon immer den Traum FIWC-Champion zu werden", mit diesen Worten präsentiert sich der Brasilianer Edson Mata und stellt damit gleich klar, dass er sich einiges von seiner Teilnahme verspricht. Nach mehreren Qualifikationsanläufen (Dritter 2013, Vierter 2015) hat es der 23-Jährige nun geschafft. Ehrgeiz hat Mata auf jeden Fall. Dass die Zulassung von Xbox-Spielern das Teilnehmerfeld noch erweitert, zeigt sich am Beispiel von Khalid Aloufi aus Saudi-Arabien. Der 20-Jährige ist Xbox-Spieler und sah durch die neuen Qualifikationsbestimmungen seine Chance gekommen. "Als ich mir den FIWC 2015 angesehen habe, wusste ich, dass ich das Potenzial hatte mitzumachen, allerdings hatte ich als Xbox-Spieler keine Chance. Als bekannt wurde, dass für den FIWC 2016 beide Konsolen zugelassen werden, war ich sofort dabei", so Aloufi.

Objekt der Begierde: Die FIFA Interactive World Cup-Trophäe.
Objekt der Begierde: Die FIFA Interactive World Cup-Trophäe.
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Die Rückkehrer - manche Dinge verfolgen Dich noch immer

Beim FIWC gibt es auch die sogenannten "Rückkehrer": alte Hasen, die sich bereits in einem FIWC-Turnier beweisen mussten und die Qualifikation für das Gran Final mindestens schon einmal geschafft haben. Einer von ihnen ist Kevin Assia aus Deutschland. Assia könnte man aufgrund seiner Erfahrung fast schon zu den Favoriten zählen. 2013 war das Jahr des Spielers von STARK. Er schaffte es in diesem Jahr nicht nur die erste VBL-Meisterschaft zu gewinnen, sondern qualifizierte sich auch für die FIWC Grand Finals in Madrid. Assia ist trotz seiner 21 Jahre schon ein sehr erfahrener FIFA-Spieler, der es gewohnt ist, auf großen Bühnen zu spielen. Vielleicht schafft er es in diesem Jahr sogar mit dem Titel. Er wäre der erste Spieler, der sowohl die VBL als auch den FIWC gewonnen hat. Eine Ehre, die im Übrigen auch Niklas Raseck zuteilwerden könnte.

Interessant ist auch der Epsilon-Spieler Giuseppe Guastella. Der US-Amerikaner schaffte es 2012 in Dubai ins Halbfinale und ist mit seinen 30 Jahren einer der erfahrensten Spieler in der Szene.

"Ich habe 2008 im Finale verloren und seitdem verfolgt mich das", tragische Worte von Michael Ribeiro, der mit 1:3 gegen den Spanier Alfonso Ramos verlor. Vielleicht kann Ribeiro sich nun rehabilitieren. Abdulaziz Shiddo musste dagegen 2010 im Viertelfinale die Segel streichen. Der Sudaner ist jedoch immer für eine Überraschung gut und könnte den Favoriten einige Probleme bereiten. Im Auge sollte man auch den Briten Dean Coombes behalten. 2015 gewann er in der nationalen Qualifikation gegen Dave Bytheway, der beim VfL Wolfsburg unter Vertrag steht. Commbes schaffte es im Grand Final in München zwar nicht über die Gruppenphase hinaus, stellte aber dennoch einen schweren Gegner dar.

Die Favoriten: Schafft es 'BorasLegend' gleich im ersten Anlauf?

Alle jagen ihn: Der amtierende FIWC-Meister Abdulaziz Alshehri.
Alle jagen ihn: Der amtierende FIWC-Meister Abdulaziz Alshehri.
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An erster Stelle der Favoriten steht natürlich der amtierende Meister Abdulaziz Alshehri aus Saudi-Arabien. Der 25-Jährige wollte den Titel und holte ihn sich auch 2015. Fast etwas aus dem Nichts, denn viele hatten mit August Rosenmeier gerechnet. Er wollte der erste Spieler sein, der den FIWC zwei Mal in Folge gewinnt. Doch daraus wurde bekannterweise nichts, und diese Tatsache macht es auch Alshehri ziemlich schwer, denn ihm stehen einige schwere Brocken im Wege. Rosenmeier, der in New York wieder dabei ist, hat große Ambitionen und konnte auf dem ESWC bereits den ersten Titel einholen. Als Europameister könnte er mit dem FIWC-Titel zu den erfolgreichsten FIFA-Spielern aufsteigen.

Bleibt man bei den Superlativen, muss man ohne Frage auch den Schweden Ivan Lapanje erwähnen. Er ist mit einem erspielten Preisgeld von rund 140.000 US-Dollar der bis dato erfolgreichste FIFA-Spieler. Obwohl es die erste FIWC-Teilnahme für den 23-jährigen 'BorasLegend' ist, steht er auf jeden Fall als einer der Favoriten fest und liegt auch in einigen Tippspielen vorne. Nach einem Viertelfinale in Dubai und drei Grand Final-Qualifikationen liegt aber auch noch Ty Walton im Rennen um die FIWC-Trophäe. Der 22-jährige Brite stellt zudem, mit jeweils vier Spielern, zusammen mit Mexiko die am stärksten vertretene Nation beim FIFA Interactive World Cup. Dahinter liegen Deutschland, Brasilien und die USA mit jeweils drei Spielern.

Grand Final - Termine

20. März: Turnierauslosung
21. März: Gruppenphase
22. März: Grand Final im Apollo Theater

Alle Qualifikanten im Überblick:

Qualifizierte Spieler der Online-Saison 1:
Khalid Aloufi (Saudi-Arabien), Javier Alvarez (Costa Rica), Demetri Anastasiou (England), Rodrigo Araujo (Brasilien), Michael Bittner (Deutschland), Dean Coombes (England), Arthur Dabilgou (Burkina Faso), Giuseppe Guastella (USA), Niklas Raseck (Deutschland).

Qualifizierte Spieler der Online-Saison 2
Rachid Azzahim (Marokko), Mohamad Al-Bacha (Dänemark), Oliver Chesses (England), Edson Mata (Brasilien), Michael Ribeiro (USA), Yesid Rodriguez (Kolumbien), Johann Simon (Frankreich), Irving Velazquez (Mexiko), Ty Walton (England), Stefan Zolker (Australien).

Qualifizierte Spieler der Online-Saison 3
Kevin Assia (Deutschland),Dylan Bance (Frankreich), Victor Guedes (Brasilien), Jasso Herrera (Mexiko), Ivan Lapanje (Schweden), Robnel Lovera (Venezuela), Luke Mitchell (Australien), August Rosenmeier (Dänemark), Emiliano Ruiz (Mexiko), Abdulaziz Shiddo (Sudan) Arturo Villasenor (Mexiko).

Qualifikant des Qualifikationsturniers im Gastgeberland:
Brian Jaldin (USA)
FIWC 2015-Champion (automatisch qualifiziert):
Abdulaziz Alshehri (Saudi-Arabien)

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