Vertragsmodalität im Karrieremodus richtig nutzen

FIFA 19: Weiterverkaufsklauseln bringen Millionen

von Holm Kräusche am 21.11.2018 um 18:01

Wer Spieler in der Karriere kauft und verkauft kommt mit der "Weiterverkaufsklausel" in FIFA 19 in Berührung. Richtig eingesetzt, kann sie eine Menge Geld bringen. Außerdem zeigt sie, dass EA diesen Bereich vor dem Release durchaus etwas stärker testen sollte.

Weiterverkaufsklauseln können in Verhandlungen viel Geld wert sein. Als Manager sollte man drauf bestehen.
Weiterverkaufsklauseln können in Verhandlungen viel Geld wert sein. Als Manager sollte man drauf bestehen.
© kicker eSportZoomansicht

Sie ist ein gern genommener Kniff in der realen Fußballwelt: Die Weiterverkaufsklausel. Vereinbart wird sie beim Verkauf talentierter und oft noch junger Spieler mit dem aufnehmenden Verein. Veräußert dieser neue Klub den Spieler irgendwann einmal wieder, wird der Ursprungsverein am Transfer beteiligt. Im Gegenzug ist dann meistens die ursprüngliche Transfersumme niedriger, da der abgebende Verein hofft, diese über die Entwicklung des Spielers wieder herauszuholen und der aufnehmende Verein zumindest kurzfristig Geld spart.

Die wenigsten Spieler bleiben ihr ganzes Leben bei einem Klub und entwickeln sie sich gut, ist so eine Klausel äußerst lukrativ für einen Verein. Man denke nur an Gareth Bales damaligen Rekordtransfer von 101 Millionen Euro von Tottenham zu Real Madrid. Hätte sein vorheriger Klub FC Southampton da nur zwei Prozent vereinbart, hätte es zwei Millionen Euro Cash gegeben.

Klausel verspricht ordentlich Geld in FIFA

Diese Klausel hat mittlerweile auch den Weg in FIFA gefunden, denn das Spiel versteht sich selbst durchaus als Simulation. Für Karriere-Spieler ist sie Fluch und Chance zugleich. Denn jeder kennt die anstrengenden Verhandlungen, bei denen die Klausel immer abgelehnt werden muss und Zeit kostet. Andererseits bringt sie, richtig eingesetzt, eine Menge Geld. Außerdem: In unserem Test konnten wir die Mechanik sogar aufs Übelste missbrauchen und so richtig hohe Werte vereinbaren.

Sinnlos bei Käufen

Das Wichtigste zuerst: Eine Weiterverkaufsklausel in FIFA funktioniert nur bei eigenen Verkäufen. Wollten wir Transfersummen für Käufe mit Weiterverkaufsklauseln drücken, wurde das Spiel sofort unglaubwürdig. Weder für Timo Werner, noch Memphis Depay, um zwei Beispiele zu nennen, ließen die verkaufenden Manager angebotene hohe Klauseln zu, was besser für sie gewesen wäre. Schlimmer noch: Werner gab man uns für 48 Millionen Euro mit und ohne Klausel - völlig an der Realität vorbei. Grotesk wurde es bei Jugendspieler Früchtl: Der Verein bot 900.000 mit 9%-Klausel als Gegenangebot. Früchtel ist für um die 930.000 zu haben. Wir versuchten auf 850.000 zu kommen und der Manager holte echauffiert ein neues und abwegiges Angebot aus der Luft: 1,6 Millionen UND 4%-Klausel. Bittere Erkenntnis: Mit Klauseln lassen sich in FIFA 19 keine Transfersummen drücken.

Millionen bei Verkäufen

180-Grad-Wende bei eigenen Verkäufen. Auch das grenzt schon wieder an Fehler, die in einem Beta-Test gefunden werden sollten.

Zunächst: Als Manager, der auf junge Talente setzt, ist eine Weiterverkaufsklausel ein hervorragendes Instrument, um in späteren Saisons Einnahmen zu generieren. Anders als in der Realität, wo der Spieler definitiv irgendwann wechselt, müssen in FIFA allerdings so viele Spielzeiten durchgehalten werden, bis der Kicker vom neuen Verein weiterverkauft wurde. Plant Ihr mit einer langen FIFA 19-Karriere, lohnt es sich Talente zu scouten und mit großen Klauseln zu verkaufen.

Fehlerhaftigkeit von FIFA bringt Geld

Wer gut Geld machen will, kann sich die Fehlerhaftigkeit von FIFA 19 zunutze machen. In unserem Test brachten wir in allen Verkäufen Klauseln von 10-15 Prozent unter, wenn wir dem interessierten Manager ein kleines Zugeständnis machten. Für Christopher Nkunku von PSG, der dem aufnehmenden Verein 14,5 Millionen Euro wert war, brachten wir eine 15%-Klausel unter, für ein kleines Geschenk von einer Million. Wird er einst mit 25 Millionen verkauft, erhalten wir schon 3,75 Millionen anteilig daran. Bei PSG-Jugendspielern, die sich noch entwickeln, reichte ein Zugeständnis von 100.000 Euro für gute Klauseln. Diese Spieler verzehnfachen ihre Werte schnell.

Fazit

Zusammengefasst: Es ist eine gute Strategie, vielversprechende Jungspieler mit hohen Weiterverkaufsklauseln abzustoßen, denn darüber kann in der Zukunft ordentlich Geld reinkommen. Vorausgesetzt Ihr spielt lange genug. Das ist zwar nur mäßig realitätsnah, aber auch geringe Prozentzahlen in den Klauseln lohnen sich. Dann müsst Ihr den Transfer allerdings etwas genauer durchrechnen.

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