Vom Gameplay bis zur Karriere

Mehr Umfang, mehr Spielspaß? FIFA 19 im Test!

von Nicole Lange am 19.09.2018 um 14:00

Das Jahr der Lizenz - so könnte bei EA SPORTS der Arbeitstitel lauten. In FIFA 19 ist das auch der Schwerpunkt. Die UEFA ist an Bord, die 3. Liga und eigentlich alles, was sonst noch im Fußball relevant ist. Aber was hat FIFA 19 sonst noch zu bieten? Wir geben Euch einen Überblick, was die Fußballsimulation alles noch beinhaltet.

Vom Gameplay bis zur Karriere: FIFA 19 im Test!
Vom Gameplay bis zur Karriere: FIFA 19 im Test!
© EA SPORTSZoomansicht

Endlich ist sie da: Die Champions League-Lizenz und somit hat EA SPORTS der Konkurrenz auch das letzte individuelle Stückchen Inhalt genommen. Gut für FIFA 19, denn das ist es auch, worauf man in diesem Jahr die Kampagnen ausgerichtet hat. Das und FIFA Ultimate Team, den Dauerbrenner der Serie und virtuellen Goldesel.

Mit der UEFA-Lizenz packt EA SPORTS das dickste Geschenk gleich in voller Pracht aus und liefert den Spielern umgehend nach Spielstart die Partie Paris St. Germain gegen Juventus Turin. Kein Wunder, spielen die beiden Coverstars, Ronaldo und Neymar, doch für die zwei Klubs. In alter Tradition spielt Ihr also erstmal eine Runde FIFA und diesmal im schönsten Champions-League-Gewand. Die Atmosphäre hat es in sich und stellt sogar manche TV-Übertragung in den Schatten.

Wer davon nicht genug bekommt, kann im Menü ebenfalls die Champions League solo spielen. Angefangen in der Gruppenphase, wählt Ihr einfach ein Team aus und versucht das Turnier zu gewinnen.

Ein bunter Taktikblumenstrauß

Des Weiteren hat EA vor allem taktische Überarbeitungen angestellt. In den Menüs lassen sich jetzt die Spielweisen verständlicher einstellen. Zumindest weiß man nun, was es bedeutet, wenn Euer Team breiter in der Abwehr stehen soll oder der Aufbau als Konter läuft. Das Spiel zeigt es Euch direkt in einer kleinen Vorschau. Die Auswirkungen sind nun klar dargestellt. Für FIFA eine sinnvolle und schon lange überfällige Neuerung, die wirklich hilfreich ist.

PES-Spielern wird diese Ansicht vermutlich mehr als bekannt vorkommen, denn sie ist nahezu 1 zu 1 aus der Konami-Konkurrenz übernommen. Hier hätte die Optik etwas überarbeitet werden können, damit es nicht ganz so offensichtlich ist. Auf dem Feld werden die Anweisungen nach wie vor mit dem Steuerkreuz an die virtuellen Mannen weitergegeben. Da die Befehle in diesem Jahr etwas abgeändert oder auf anderen Eingaben liegen, müsst Ihr Euch erst etwas umgewöhnen. Insgesamt sind die Taktiken nun aber um einiges umfangreicher und das dürfte vor allem den professionell kompetitiven Spielern gefallen.

Neue Animationen und manchmal Ping Pong

Am Gameplay selbst hat EA auch einige Änderungen vorgenommen. Anfangs marginal, bekommt man mit etwas Spielzeit ein stärkeres Empfinden für das Handling. Die Spieler haben mehr Animationen als zuvor und das merkt man vor allem, wenn die Leute zum Ball gehen. Pässe werden abgefangen, da die Spieler, wenn sie in Reichweite sind, das Bein ausfahren und so bleiben die Bälle öfter beim Gegner hängen als früher. Aber das neue Abfangen kommt natürlich auch Euch zugute, denn wenn Ihr richtig im Passweg steht, wird das nun auch belohnt.

In FIFA 19 sorgen die neuen Animationen zum Teil für spektakuläre Ballannahmen und Weiterleitungen.
In FIFA 19 sorgen die neuen Animationen zum Teil für spektakuläre Ballannahmen und Weiterleitungen.
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Das macht ein flüssiges Passspiel zwar langsamer, aber Pässe, die wie von Geisterhand an Euch vorbeigeleitet werden, sind jetzt reduziert. Negative Momente erlebten wir dennoch. Die Bälle prallen an den Spielern ab und so entsteht hin und wieder ein Ping-Pong-artiges Erlebnis, das zum Teil frustrierend wird. Actionreicher wird es so aber auf jeden Fall und die Spieler hechten akrobatisch jedem Ball hinterher und auch die Pässe können, dank der erweiterten Animationen, umfangreicher ausgeführt werden.

Insgesamt hat sich das Spieltempo jedoch verlangsamt und die taktischen Ausrichtungen werden wichtiger, wenn Ihr erfolgreich sein wollt. Einfach nur noch die Passtaste drücken und die Hilfe regelt, macht nicht mehr so viel Sinn. Des Weiteren wurden die Flanken wieder wirkungsvoller in Szene gesetzt. Hereingaben von draußen waren in FIFA die letzten Jahre eher out. In FIFA 19 machen Flanken wieder Spaß, da sie nicht nur besser kommen, sondern Eure Spieler sich nun noch besser positionieren. In FIFA 18 wurde dafür bereits der Grundstein gelegt. Abgesehen davon lässt sich in der Taktik auch genauer einstellen, wie das Verhalten bei Flanken im gegnerischen Strafraum sein soll. Das lädt zu taktischen Spielereien ein.

Laufwege, Defensivzüge und Angriffe erlebt man in FIFA 19 praktisch ganz neu. Generell solltet Ihr erstmal ausprobieren und die Vielfalt der Strategien austesten. Im Defensivverhalten ist dagegen umdenken gefragt. Denn das beliebte Ablaufen des Balles funktioniert nicht mehr ganz so einfach, vor allem aufgrund der Tatsache, dass die Spieler immer nochmal den Fuß dazwischen halten. So gehen gesicherte Bälle oftmals doch nochmal verloren, weshalb die Abwehr manchmal auch etwas schlafmützig wirkt.

Der Gedanke "warum macht er den Ball nicht fest" geht einem am Anfang des Öfteren durch den Kopf, wovon Ihr Euch aber nicht entmutigen lassen solltet. In FIFA 19 ist Timing gefragt, und das braucht Übung. Drastisches Draufgehen bleibt nach wie vor die letzte Methode, um an den Ball zu kommen. Denn die Ballkünste der Spieler sind mittlerweile zu ausgereift, sodass Ihr eher ein Foul begeht oder ins Leere rutscht.

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