"Ein Verein, geboren durch die Revolution der neuen Medien"

Hashtag United: Wenn Unterhaltung über Erfolg steht

von Christian Mittweg am 08.06.2018 um 17:00

Hashtag United ist ein Phänomen der FIFA-Szene. Gegründet als Hybrid zwischen eSport-Organisation und Fußballverein, geht das Team von Spencer Owen seinen eigenen ganz speziellen Weg. Teil der Philosophie ist auch, dass die Unterhaltung der Fans über dem sportlichen Erfolg steht.

Die Internetsensation der FIFA-Szene: Hashtag United.
Die Internetsensation der FIFA-Szene: Hashtag United.
© Hashtag United/EA SPORTSZoomansicht

Kaum ein FIFA eSport-Team ist so populär wie Hashtag United. Die Organisation aus England hat es seit seiner Gründung vor zweieinhalb Jahren geschafft, sich zu einer festen Größe und zum Publikumsliebling in der FIFA-Szene aufzubauen. 169.000 Follower hat Hashtag derzeit auf Twitter, auf Instagram sind es sogar 327.000. Das ist ein Vielfaches von den eSport-Abteilungen der deutschen Klubs wie Schalke oder Stuttgart, in deren Hintergrund immerhin eine Bundesligamannschaft steht. Doch was ist das Erfolgsrezept? Laut Gründer Spencer Owen, der auf YouTube übrigens auf 1,9 Millionen Abonnenten kommt, ist es die Aktivität auf den sozialen Netzwerken. Auch deswegen sagt er: "Wir sind ein Verein, der durch die Revolution der neuen Medien geboren wurde." Dennoch hat auch Owen nicht mit der steilen Entwicklung von Hashtag United gerechnet, wie er zugibt.

Aufbau einer Marke

Die Ausrichtung von Hashtag United war von Anfang an klar. Das lässt auch der Name erkennen. Aus diesem Grund wurde von Tag eins an die Entwicklung des Vereins dokumentiert und auf YouTube oder anderen sozialen Netzwerken geteilt. "So können sie sich alle wie ein Teil des Klubs fühlen. Uns gefällt der Gedanke, der Verein der Fans zu sein", erklärt Owen diesen Schritt.

Neben einem Fußballteam, das zu Beginn nur in Freundschaftsspielen antrat, holte Owen schon nach kurzer Zeit FIFA-eSportler. In einem Turnier, das selbstverständlich über alle möglichen Netzwerke verfolgt werden konnte, wurde ein erster Spieler gesucht und gefunden. Am 13. Mai unterschrieb Harry Hesketh einen Vertrag bei Hashtag United. Alsbald folgten aber noch weitere FIFA-Spieler, die bald das Hauptaugenmerk des Vereins waren. Inzwischen sind es fünf: Ebenjener Harry 'Harry' Hesketh, Ryan 'Ryan' Pessoa, Adam 'dreamR' Barton, August 'Agge' Rosenmeier und Ivan 'Boras' Lapanje. Selbstverständlich besitzt auch jeder von ihnen einen eigenen YouTube-Kanal oder Twitch-Kanal und gewährt so Einblicke in das Leben eines Profis oder gibt wertvolle FIFA-Tipps.

Resultate zweitrangig

Dieses Jahr haben es sogar drei Spieler von Hashtag United zum Global Series Grand Final geschafft. 'Boras', 'Agge' und 'dreamR' sind in London mit von der Partie. Der sportliche Erfolg ist dabei eigentlich nur ein Bonus bei Hashtag. "Wir wollen unsere Fans unterhalten. Natürlich bin auch ich ein kompetitiver Typ, das ist jeder bei uns, und das wird sich auch nicht ändern, aber bei uns gilt nicht: Gewinnen um jeden Preis. Wir wollen den Prozess genießen, egal wie es auf dem Platz läuft", sagt Owen über die Zielrichtung der Organisation und fügt hinzu: "Vor allem anderen sind wir im Content-Business, und das machen wir glaube ich schon sehr gut."

Acht Deutsche sind mit dabei
Diese FIFA-Profis spielen beim FeWC-Final um den Titel
Wer wird in London Weltmeister?

Die Qualifikation ist abgeschlossen, das Teilnehmerfeld für das Grand Final des FIFA eWorld Cup (FeWC) steht fest. 32 Spieler haben sich bis nach London gekämpft und werden in der englischen Hauptstadt vom 2. bis zum 4. August um den virtuellen Weltmeistertitel auf der Konsole spielen. Für Deutschland gehen gleich acht Gamer ins Rennen.
© FIFA/kicker eSport

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