Tim Heckenkamp im Interview

KFC eSport-Teamleiter: "Wir denken erfolgsorientiert"

von Nicole Lange am 17.05.2018 um 11:01

Tim Heckenkamp war in FIFA und PES unterwegs, jetzt triebt es den eSportler wieder zurück zu EA-Produktion und zum KFC Uerdingen. Beim Verein aus der Regionalliga West soll um den 24-Jährigen ein eSport-Team aufgebaut werden. Wie der KFC das aufziehen will und warum Heckenkamp von der Teamleitung in den 100-prozentigen Spielbetrieb wechselt, hat er uns im Interview erzählt.

Tim Heckenkamp ist der Führungsspieler des Teams, soll zukünftig aber wieder mehr an Turnieren teilnehmen.
Tim Heckenkamp ist der Führungsspieler des Teams, soll zukünftig aber wieder mehr an Turnieren teilnehmen.
© KFC UerdingenZoomansicht

kicker eSport: Tim, 2016 haben wir noch über Dich berichtet, da warst Du noch in PES unterwegs. Wann kam der Wechsel zu FIFA?
Tim Heckenkamp: Gegen Ende von FIFA 17 habe ich mich ein wenig im Pro Evolution Bereich getestet. Gegen Lennard Albrecht usw., aber am Ende hatte FIFA wieder erste Priorität bei mir.
kicker eSport: Da Du jetzt schon einige Jahre in der kompetitiven Szene unterwegs bist, an Dich die Frage, was hat sich in den letzten Jahren im eSport getan. Was ist besser geworden und was muss noch besser werden?
Heckenkamp: Die Preisgelder sind definitiv gestiegen. Fußball-Vereine sind eingestiegen. Es gibt jede Menge Turnieranbieter. Verbessern muss sich definitiv FIFA 19. Viele eSport-Kollegen sowie ich finden das jetzige Spiel echt nicht gut. Das kommt aber natürlich auch durch die ständigen Updates. Da sich das Gameplay dadurch immer wieder geändert hat.
kicker eSport: Jetzt bist Du beim KFC Uerdingen, wie ist es zu dieser Zusammenarbeit gekommen?
Heckenkamp: Die Zusammenarbeit kam durch meine Agentur Sponsoo. Es gab Kontakte zu mehreren Klubs. Unter anderem auch dem KFC, die Entscheidung war recht schnell gefallen. Es gab direkt ein lockeres und familiäres Verhältnis zum Verein.
kicker eSport: Hat Dich der Verein schon vorher interessiert?
Heckenkamp: Fan vom KFC war ich nicht. Aber der Verein hat so viel Tradition, Europokal, Bundesliga und das gute alte Grotenburg-Stadion. Der KFC möchte wieder ganz nach oben und das hat mich sofort überzeugt.
kicker eSport: Du wirst als Führungsspieler und Teamleiter die eSport-Sektion mit aufbauen. Der Verein hat bereits mitgeteilt, dass man noch zwei weitere Spieler holen möchte. Was für eine Art Spieler sucht Ihr für den Verein?
Heckenkamp: In naher Zukunft wird jemand unsere Abteilung leiten. Da ich mich zu 100 Prozent auf FIFA 19 spielerisch konzentrieren möchte und auch soll. Ich habe aber Entscheidungsrecht, wer ins Team darf. Es wird aber auch bald ein Turnier veranstaltet, in dem der Sieger in die engere Auswahl des Teams kommt!

kicker eSport: Muss man auch erfolgsorientiert denken oder gilt es jetzt erstmal einen Fuß in den eSport zu bekommen und die großen Turniere kommen später?
Heckenkamp: Definitiv. Wir denken erfolgsorientiert. Alles andere macht für uns Spieler keinen Sinn. Der Verein ist vom eSport überzeugt schon allein, da über 200 Bewerbungen eingegangen sind.
kicker eSport: Welche Marschrichtung gibt in dieser Hinsicht der Verein vor?
Heckenkamp: Der Verein macht uns Spielern keinen Druck. Als Spieler hat man schon selbst Druck genug auf Turnieren etc. Der Verein weiß, dass wir ihn so gut wie möglich präsentieren wollen und werden.
kicker eSport: Wie sind Eure Bedingungen in Uerdingen, trainiert Ihr zu Hause oder in der "eSport-Ecke", der Geschäftsstelle?
Heckenkamp: Die Bedingungen sind gut. Derzeit wird unsere Gaming-Ecke noch ausgebaut. Wir nutzen beide Möglichkeiten. Aber die meiste Zeit nutzt man zu Hause zum Trainieren.
kicker eSport: Was ist Euer Ziel, wo soll es mit dem KFC Uerdingen eSport hingehen?
Heckenkamp: Wir versuchen, den KFC so gut wie möglich im eSport zu etablieren. Ziele sind natürlich national sowie international zu spielen.
kicker eSport: Danke für das Interview!

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