Hertha bleibt vorerst bei FIFA

Hertha BSC: Warum LoL und Dota 2 kein Thema sind

von Kristin Banse am 30.04.2018 um 14:16

Im Februar 2018 stieg mit Hertha BSC Berlin der nächste Bundesligist in den eSport ein und wie viele andere Vereine auch, konzentriert sich der Hauptstadtklub vorerst auf EAs Fußballsimulation FIFA. Warum andere Titel wie League of Legends und Dota 2 kein Thema sind, erklärte Daniel Schmid, Head of Brand Management bei Hertha, auf der German Esports Summit.

Daniel Schmid ist Head of Brand Management bei Hertha BSC Berlin.
Daniel Schmid ist Head of Brand Management bei Hertha BSC Berlin.
© German Esports SummitZoomansicht

Als sich Hertha BSC Berlin im Vorjahr für einen eSport-Einstieg entschied, steckte man bei der alten Dame zuerst die Köpfe zusammen: "Wir bauten uns Expertise auf und erörterten, was der beste Weg für Hertha BSC ist", sagte Daniel Schmid beim Panel "Spielfeld eSport", bei dem es um Sportvereine im eSport ging. Schnell wurde den Verantwortlichen klar: "Es muss etwas sein, das mit Fußball zusammenhängt" und da würde sich FIFA sehr gut anbieten, hieß es. League of Legends und Dota 2 schienen, zumindest für einen Moment, Thema gewesen zu sein. Daniel Schmid besuchte Veranstaltungen, informierte sich, merkte allerdings schnell: "Beide Titel sind einfach zu weit weg für uns. Das ist mit unserer Zielgruppe nicht zu vereinbaren und ich muss auch offen und ehrlich sagen: Es ist auch einfach eine Budgetfrage und daher die Entscheidung, erst einmal nicht in den Bereich einzusteigen" Bei den beiden MOBAs muss immerhin ein ganzes Team bestehend aus fünf Leuten verpflichtet werden, in FIFA reichen auch ein oder zwei Spieler. Dazu kommt, dass die Gehälter in League of Legends selbst auf nationaler Ebene deutlich höher sind als in FIFA.

Ego-Shooter bleiben tabu

Aber selbst, wenn das Budget keine Rolle spiele würde, sagte Schmid: "Für mich sind Dota 2 und League of Legends auch ein Internationalisierungsthema. So weit sind wir bei Hertha noch gar nicht. Schalke macht jedes Jahr eine Asientour, da passt das. Aber wir sind für diese Spiele momentan noch zu klein." Trotzdem zeigte sich Schmid nicht vollkommen abgeneigt gegenüber anderen Titeln: "Momentan ist das zwar alles noch zu weit weg für uns, aber dieser Augenaufschlag kann sich natürlich auch noch ändern." Nur in einem Punkt ist man sich sicher: Ego-Shooter werden auch weiterhin kein Thema im Verein sein. "Ich möchte diese Spiele ja gar nicht verurteilen, aber es passt nicht in unsere Wertvorstellung. Das ist nicht das, was wir als Hertha BSC vermitteln wollen."

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