16-köpfiger Kader nominiert

Frankreich gründet FIFA eSport-Nationalmannschaft

von Christian Mittweg am 12.04.2018 um 17:27

Eine Nationalmannschaft, bestehend aus FIFA-Spielern: So sieht die neueste Idee des französischen Fußballverbandes aus. Das deutsche Nachbarland wird damit ein weiteres Mal zum Vorreiter beim Thema eSport. Folgen bald noch weitere Länder Frankreichs Beispiel?

Der französische Fußballverband hat eine FIFA-Nationalmannschaft gegründet.
Der französische Fußballverband hat eine FIFA-Nationalmannschaft gegründet.
© Equipe de France eFootZoomansicht

Frankreich gehört zu den großen eSport-Fürsprechern in Europa. Die Regierung ist überzeugt davon, dass eSport mit anderen Sportarten gleichzusetzen ist und diverse Ligue 1-Klubs, wie Paris Saint-Germain oder LOSC Lille, haben schon FIFA-Spieler verpflichtet. Nun geht der französische Fußballverband den nächsten Schritt und handelt schon fast revolutionär. Der Verband hat sich dazu entschieden, eine eigene Nationalmannschaft auf die Beine zu stellen. Die Leitung übernimmt Fabien 'Neo' Devide. Devide ist Inhaber der französischen eSport-Organisation Team Vitality und daher bestens mit der Szene vertraut.

Zu den 16 nominierten Spielern zählen unter anderem auch die zwei Vitality-Spieler 'RocKy' und 'Mootzn'. Aber auch sonst sind viele bekannte Namen in der ersten Auswahl zu finden, wie 'DaXe' und 'Maniika' von Paris Saint-Germain. 'Rafsou', 'CocoVBastos', 'Maestro', 'Sneaky' und 'RayZiaaH' wurden ebenso nominiert. Aufgefüllt wird das Feld von 'Redinho', 'Diogo Peixoto', 'Aero', 'Samylumine', 'TomassonGOD', 'Herozia' und 'Vicente'.

Einen Platz in der Nationalmannschaft gibt es aber nur für vier FIFA-Profis. Daher wird am 20. und 21. April ein Qualifikationsturnier in Clairefontaine stattfinden, um die finale Auswahl zu bestimmen.

Zieht Deutschland nach?

Bis auf das Personalthema ist bisher kaum etwas über die Nationalmannschaft bekannt. Fraglich ist jedoch, gegen wen die Mannschaft spielen wird. Denn außer Frankreich besitzt kein anderes Land in Europa ein eigenes FIFA-Team. Es gibt daher auch keine Konkurrenz, mit der sich die Auswahl messen kann.

In der offiziellen Ankündigung heißt es jedoch, dass das Team in Freundschaftsspielen gegen andere Nationalmannschaften antreten wird. Es ist daher zu vermuten, dass bald andere Länder nachziehen werden.

Das Deutschland dabei ist, scheint allerdings unwahrscheinlich. Bei uns ist eSport noch nicht als Sportart anerkannt und erst vor Kurzem äußerte sich DFB-Präsident Grindel kritisch zum Thema eSport. Käme es zu einem Umdenken, hätte der Deutsche Fußballbund allerdings alle Möglichkeiten, ein eSport-Nationalteam zu gründen.

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