FIFA im deutschen Nachbarland

Die eBundesliga - Mehr als eine einfache Liga

von Christian Mittweg am 25.10.2017 um 13:12

In Österreich debütiert dieses Jahr die eBundesliga. Ein Wettbewerb für die besten FIFA-Spieler des Landes. Das ist vor allem ein großer Schritt für den FIFA-eSport in Österreich, aber es gibt auch Hürden, die sich auftun. Wir haben mit dem Ex-Schalker und SK Rapid Wien-Botschafter Mario Viska gesprochen.

Am 26. Oktober fällt der Startschuss für die eBundesliga in Österreich.
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Ab dem 26. Oktober starten in Österreich die Klubevents der eBundesliga. Jeder der zehn realen Fußballvereine veranstaltet ein Turnier, um den eigenen Kader mit vier ambitionierten Spielern zu füllen. Laut Mario Viska hat die eBundesliga dabei aber nicht die beste Herangehensweise gewählt: "Die Vereine sind verpflichtet, die Sieger der Turniere für die Saison zu verpflichten. Sie können sich nicht aussuchen, wer für sie antritt." Das ist ein Problem. Denn zum einen besteht die Möglichkeit, dass ein Gewinner auf einem persönlichen Level so gar nicht zum Klub passt, andererseits sind auch die bereits im Vorhinein verpflichteten Profis nicht garantiert dabei. So muss sich auch Mario Viska bei SK Rapid Wien durch das Turnier kämpfen. Andres Torres von RB Salzburg und David Klapil von Austria Wien teilen dieses Schicksal mit dem Ex-Schalker. Das ist eine nicht zu unterschätzende Hürde. Immerhin möchte der Verein mit dem Spieler bei der eBundesliga antreten, den sie auch langfristig an sich gebunden haben. Schafft dieser die Qualifikation aber nicht, würde er es wohl oder übel bei einem anderen Verein der eBundesliga probieren müssen oder gar nicht teilnehmen.

"Wie beim realen Fußball"

Die eBundesliga zeichnet sich aber nicht nur durch die Beteiligung der Vereine aus. "Besonders ist, dass es sich bei der eBundesliga um einen Teamwettbewerb handelt", sagte Viska. Der mehrfache österreichische Meister erzählte weiter: "Die Spieler trainieren zusammen, lernen voneinander, können sich beraten und als Team agieren. So wie es auch im realen Fußball der Fall ist." Die Teamkomponente kommt aber erst im Finale ins Spiel. Dort treffen sich die Aufgebote der zehn Vereine, um das Meisterteam zu bestimmen. Es wird zwar weiterhin eins gegen eins gespielt, doch erst das Team, das nach neun Runden mehr Punkte eingefahren hat, gewinnt die Begegnung. Gleichzeitig findet aber auch noch ein Einzelwettbewerb statt. Dabei treten die besten Punktesammler jedes Teams gegeneinander an und machen den Sieg unter sich aus. Wie auch beim Teamwettbewerb winkt dem Sieger neben dem Titel ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro.

Eine Chance für die österreichische Szene

Für Viska ist die eBundesliga ein Schritt in die richtige Richtung für den österreichischen FIFA-eSport. In den vergangenen Jahren sah die Turnierlandschaft im Nachbarland noch traurig aus. Neben der Staatsmeisterschaft gab es kaum Möglichkeiten, um sich auf Top-Niveau zu messen. Dementsprechend kommt auch Viska zu dem Schluss: "Ich sehe der eBundesliga positiv entgegen. Immer mehr Spieler greifen zum Controller, um bei der eBundesliga mitzumachen." Zudem erwartet der Profi von SK Rapid Wien, dass "das Niveau deutlich steigen wird". Ob das Projekt allerdings ein Erfolg wird, hängt von den Vereinen sowie den Fans ab. Viska, der sich selber als Schnittstelle zwischen den beiden Parteien bezeichnet, will da helfen. Als offizieller Botschafter weiß er zudem, dass "die eBundesliga langfristig angelegt ist". Sollte sich die Begeisterung der Vereine am virtuellen Fußball manifestieren, dann wird die eBundesliga die FIFA-Szene in Österreich weiter vorantreiben.

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