(Fortsetzung: FIFA 18-Karrieremodus im Test: Fast Alles beim Alten)

Transfersystem

Grundlegend hat der Entwickler hier nichts im Vergleich zu FIFA 17 verändert. Scouten und Verpflichten folgt immer noch denselben Regeln. Dafür steckte EA die meiste Entwicklungszeit in die Transferverhandlungen. Da hat man sich aus den Zwischensequenzen von The Journey bedient und präsentiert jedes Gespräch mit einer filmischen Einlage und unterschiedlichen Entscheidungsmöglichkeiten. Was zunächst recht schick aussieht, nervt schnell.

Transferverhandlungen führt Ihr nun in Zwischensequenzen mit Entscheidungsmöglichkeiten.
Transferverhandlungen führt Ihr nun in Zwischensequenzen mit Entscheidungsmöglichkeiten.
© kicker eSportZoomansicht

Dankbarerweise kann man die Einspieler überspringen, denn die Protagonisten sagen sowieso immer dasselbe und haben auch keine Sprachausgabe spendiert bekommen. Die wichtigen Informationen stehen als Untertitel noch nach der Unterredung im Bild. Kurioserweise kamen in unserem Test alle Verträge zustande, sobald wir es in die Zwischensequenzen geschafft hatten und bereit waren, ein bisschen mehr Geld in die Hand zu nehmen. Zumindest für unsere gekauften Jugendspieler waren die Forderungen nie unfair. Dazu muss erwähnt werden, dass man als Manager ohne Hilfsseiten wie "SoFIFA" ziemlich im Dunkeln tappt, bezüglich Wert und Forderungen der anvisierten Kicker.

Ohne Hilfe ist der Einkauf neuer Spieler nach wie vor mühselig und langwierig. Außerdem ist Vorsicht geboten: Wer keine Lust auf die Zwischensequenzen hat, der delegiert die Verhandlungen einfach an seine Assistenten und gibt nur Rahmenbedingungen vor. Aber bei FIFA 18 gilt: Wenn man will, dass etwas funktioniert, muss man es selbst machen. Die Assistenten brachten die Verhandlungen häufig zum Abbruch und dann müsst Ihr zunächst eine Woche warten, ehe Ihr erneut an den Spieler herantreten dürft.

Freigabeklauseln

Positiv fällt auf, dass die gegnerischen Vereine nun aggressiv Freigabeklauseln in Spielerverträgen wahrnehmen. Das ist realistisch, führt aber sehr schnell zu Frust. In unserem Test kauften andere Zweitligavereine fast alle Topspieler von Erzgebirge Aue innerhalb der ersten Wochen für lächerlich geringe Summen aus ihren Verträgen. Als Manager sind einem dagegen die Hände gebunden. Für die 800.000 Euro, die dafür in den Verein fließen, bekommt man kaum einen ähnlich guten Spieler. Außer natürlich man nutzt Hilfsseiten. Dank Klauseln und einfachen Vertragsverhandlungen hatte unser Aue am dritten Spieltag der zweiten Fußballbundesliga nur noch sehr wenig mit der ursprünglichen Mannschaft gemein.

Insofern scheint es absolut egal, mit welchem Team Ihr in die Karriere startet. Ist es ein monetär gut ausgestatteter und prestigeträchtiger Verein, mögen die Kicker länger bleiben, in Zweit- und Drittligen wird Eure Mannschaft schnell kaputtgeräubert. Im aktuellen ersten Title Update hat EA allerdings angekündigt, hier nachbessern zu wollen. In Zukunft dürft Ihr Euren Spielern noch einen neuen Vertrag anbieten, ehe sie wirklich weg sind.

Regen/Hohe Siege

Die Problematik, die viele FIFA-Profis derzeit anmerken, findet sich auch im Karrieremodus wider: Es fallen schnell Tore. Ergebnisse wie 6:1 sind in der zweiten Liga mit Aue keine Seltenheit, wohlgemerkt bei moderater Schwierigkeit. An der kann es allerdings nicht liegen, denn ist der Platz nass, konnten wir nur mit Zähnen und Klauen ein Unentschieden verteidigen - und zwar in jedem Regenspiel. Es schien, als würde der Regen die Spieler vollends verwirren, sie wollten nicht mehr laufen und konnten keine Pässe spielen.

Das kicker eSport-Fazit:

Bei EA SPORTS ist man mit dem Karrieremodus zufrieden. Von den Neuerungen der letzten Jahre ist nichts verschwunden, in FIFA 18 scheint sich das Entwicklerstudio auf FUT und Spielmechaniken konzentriert zu haben. Positiv fallen die kleinen Zwischensequenzen auf, die es manchmal auch vor einem Spiel zu sehen gibt. Begeistert hat uns auch die Mutter des Protagonisten aus The Journey, die im Karrieremodus manchmal hundertfach auf der Tribüne in lila Vereinsfarben jubelt.

Negativ sind die neue Attributeübersicht und die vielen kleinen Fehlerchen, die noch im Spiel stecken. In der Karriere bleibt aber größtenteils alles wie gehabt, die Transferperiode ist noch ein wenig aufregender geworden, und für wirklich gute Ergebnisse solltet Ihr auf die bei uns erscheinenden Galerien zu Talenten und Jugendspielern zurückgreifen. Im ersten Eindruck macht die Karriere jedoch noch genauso viel Spaß wie im Jahr zuvor. Viel hat sich nun auch wirklich nicht verändert.

Video zum Thema
Story-Modus auch für Anfänger geeignet?- 03.10., 16:35 Uhr
FIFA 18: The Journey – Hunter Returns im Test
Auch FIFA 18 besitzt einen Story-Modus, in welchem Alex Hunter seine zweite Saison in der englischen Premier League antritt. Ob sich dieser Modus auch für Anfänger eignet und einen guten Einstieg in die Welt von FIFA bietet, seht Ihr in unserem Video.
Alle Videos in der ÜbersichtAlle Videos per RSS
Seite 2/2

kicker eSport-Freunde auf Facebook

Schlagzeilen


Kontakt | Impressum | Mediadaten | AGB | Datenschutzhinweis | Nutzungsbasierte Online-Werbung

Weitere Angebote des Olympia-Verlags:
alpin.de | olympia-verlag.de