Die Karriere im Spiel unter der Lupe

FIFA 18-Karrieremodus im Test: Fast Alles beim Alten

von Holm Kräusche am 05.10.2017 um 10:34

Wirkliche Neuerungen im FIFA 18-Karrieremodus muss man lange suchen. EA SPORTS ging auf Nummer sicher und veränderte den Einzelspielermodus nur sehr vorsichtig. Dabei ist nicht alles besser geworden, wie wir Euch in unserem Test aufzeigen.

FIFA 18 Karriere-Modus: Das ist neu, das ist anders.
FIFA 18 Karriere-Modus: Das ist neu, das ist anders.
© EA SPORTSZoomansicht

Im Karrieremodus übernehmt Ihr die Rolle eines Fußballtrainers und Managers für einen Verein. Saison für Saison leitet Ihr die sportlichen Geschicke des Klubs, verändert Aufstellungen, kauft und verkauft Spieler und zerbrecht Euch den Kopf über Verträge und Jugendspieler. Jedes Jahr gibt es von EA SPORTS kleine Verbesserungen des Modus - so auch dieses Jahr im neuen FIFA 18.




Die Karriere

Wirklich neu und innovativ ist EA SPORTS selten, man bewahrt lieber, was es schon gibt und verändert nur kosmetisch. Die Karriere ist darüber hinaus ein Modus, der EA keine zusätzlichen Einnahmen bringt. In FUT können Spieler echtes Geld ausgeben und Alex Hunter in The Journey taugt als Werbegesicht für Brausegetränke. Entsprechend wirkt es, als hätte der Entwickler hier weniger Zeit hineingesteckt und sich eher auf andere Spielinhalte konzentriert. Denn die Neuerungen bleiben marginal.

Menü

Größte Neuerung im Menü: Die Transferzentrale im Startbildschirm und die Videonews rechts.
Größte Neuerung im Menü: Die Transferzentrale im Startbildschirm und die Videonews rechts.
© kicker eSportZoomansicht

EA SPORTS geht den Weg der Effizienz weiter. In jeder neuen Version findet der Entwickler einen Weg, die Menüführung noch effizienter und schicker zu machen. So gibt es nun die Unterpunkte "Transferzentrale" und "Teamzentrale", die mehrere vorherigen Extrakarten des Menüs in sich vereint. Ebenfalls sehr spielerfreundlich bringt EA diese beiden wichtigen Features auf den ersten Bildschirm, sodass scrollen durch die Menüs deutlich seltener vorkommt. Die vorherigen Textmeldungen über Transfers und Vereinsgeschichten werden nun in einer Videokachel angezeigt. Klickt man drauf, kann man den altbekannten Text lesen.

Teamzentrale

Was auf den ersten Blick wie eine hervorragende Neuerung aussieht, offenbart seine Tücken. Bei EA scheint man der Meinung zu sein, dass jeder Spieler einen riesigen Bildschirm besitzt, denn die in FIFA 17 noch große und übersichtliche Schrift wurde arg zusammengeschrumpft. Dafür präsentiert EA nun ein bildschirmfüllendes Abbild des derzeit ausgewählten Spielers. Wenn das nicht gerade Cristiano Ronaldo ist, sondern der vom System erstellte Declan Shaw, scheint dieses Feature zwar nett, aber unnötig. Erst recht, wenn dafür der Text kleiner werden muss.

Die Attributeübersicht hat sich verändert. Nun ist alles kleiner und schicker, dafür aber unübersichtlicher.
Die Attributeübersicht hat sich verändert. Nun ist alles kleiner und schicker, dafür aber unübersichtlicher.
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In der Teamzentrale findet sich auch eines der größten Mankos der neuen Karriere: Die Attributeübersicht wurde aus dem Spiel genommen. Zuvor ließen sich alle Attribute bunt und übersichtlich auf einem Bildschirm anzeigen, nun schrumpft EA diese zusammen und verteilt sie auf mehrere Seiten. Die Verbesserung der eigenen Profis zu verfolgen ist nun mühselig. Entsprechend schwieriger ist es, Defizite zu erkennen, die per Training ausgeglichen werden könnten. Ohne Extrazettel wird das kaum noch etwas.

Stattdessen haben die Tor- und Vorlagen-Statistiken der Kicker mehr Raum bekommen, inklusive Sortierfunktion. EA holt die Kreisdiagramme für die Attribute nun auch in die Teamzentrale. Ob das ein einem Managermodus sinnvoll erscheint, ist diskutabel, der Entwickler setzt hier aber auf Einsteigerfreundlichkeit sowie moderne Präsentation und versucht, weniger Text zu zeigen. Stattdessen gibt es nun bunte Smilies für die Moral der Spieler.

Wirklich negativ fällt aber dieser Fehler auf: Die Torhüterattribute fehlen in der Übersicht. Sie findet man nur noch über die Aufstellung der eigenen Mannschaft. Den Fehler dürfte EA aber mit einem kommenden Patch beheben.

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