Hohe Strafen für Münz-Weitergabe

EA greift hart durch: Neue Regeln für FIFA 18-Spieler

von Holm Kräusche am 27.08.2017 um 16:21

EA SPORTS will FIFA fairer für alle machen. Infolgedessen hat der Entwickler nun neue Regeln für den kommenden Ableger der Fußballsimulation veröffentlicht. Hierbei steht vor allem Ultimate Team im Fokus.

Allen Münzkäufern drohen in Zukunft hohe Strafen.
Allen Münzkäufern drohen in Zukunft hohe Strafen.
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In der englischen Version der neuen "Verhaltensregeln" für FIFA 18 richtet sich EA SPORTS (EA) in kindlicher Sprache an alle FIFA Ultimate Team (FUT)-Nutzer. Viele Dinge "brechen unsere Regeln", sind "nicht cool" oder sind ein "großes Nein-Nein". Auch "mag niemand Cheater" - und die sind ebenfalls "gegen unsere Regeln".

Die kindlich anmutenden Formulierungen verschwinden zumindest in der deutschen Übersetzung des Regelwerks. Die Sache an sich ist nichtsdestotrotz ernst: EA gefällt es nicht, dass Spieler in ihre FUT-Ökonomie eingreifen und wird zukünftig härter durchgreifen. Spieler, die "sich nicht an die Regeln halten", werden bestraft. Die Liste der Maßnahmen ist lang: Entfernung des Kontos aus den FUT Champions-Bestenlisten, Entfernung der FUT Champions-Boni oder Entfernung deiner FUT-Münzen, Löschung des FUT-Vereins. Aber damit nicht genug, gegen schwere Fälle behält sich EA vor, Spieler für das aktuelle FIFA-Spiel, alle FIFA-Spiele und alle EA-Spiele zu sperren. Also solltet Ihr mit Euren Freunden in Zukunft definitiv keine Münzen über den Transfermarkt tauschen, sonst ist Euer Mass Effect oder Sims auch gleich unspielbar. Denn alle Spieler müssen Objekte zu "fairen Preisen" einkaufen.

Bei Geld hört der Spaß auf

Sobald es also um Geld geht, versteht EA keinen Spaß mehr. Die Ultimate Team-Modi haben zuletzt 650 Millionen US-Dollar generiert - das ist etwa die Hälfte des Gewinns von EA aus digitalen Verkäufen. Die großen Ärgernisse sind für EA SPORTS vor allem der Münzkauf und die Münzweitergabe. Die Ingame-Währung darf nur in FIFA und den zugehörigen Apps erspielt werden. Kommen Coins von dritter Seite, verstoßen sie gegen die Regeln.

Sich extern Münzen zu beschaffen, war aber schon immer eine zwielichtige Sache. Bei so genannten "Comfort Trades" müssen dafür Accountdaten zur Verfügung gestellt werden, und das kann natürlich auch nach hinten losgehen. Niemand hindert den Verkäufer daran, Eure Spieler einzubehalten. Deswegen legt EA in den neuen Regeln großen Wert darauf, dass Ihr keine Passworte weitergebt und stellt diese Praktik zusätzlich unter Strafe.

"Lass es einfach sein"

Zusammengefasst sind nun alle zwielichtigen Praktiken illegal, die in irgendeiner Form dazu führen, dass Ihr Münzen auf Wegen bekommt, die EA nicht innerhalb von FIFA vorsieht. Der Entwickler hat dafür auch einen guten Rat: "Im Zweifelsfall solltest Du es einfach sein lassen." Wer zukünftig FUT spielen will, darf es außerdem nur noch mit Konsolen tun, "die noch so sind, wie sie aus der Verpackung des autorisierten Händlers kamen". Immerhin auf dem PC dürfen nur keine Programme sein, die in FIFA eingreifen. Auch Falschaussagen sind "äußerst unfair" und nun verboten. Also Obacht in Zukunft: Kauft keine Münzen, verschenkt keine Münzen und sagt EA immer die Wahrheit, sonst drohen drakonische Strafen.

Es bleibt festzuhalten, dass Münzfarmer und Cheater die Wirtschaft in FUT empfindlich stören können. Das ist in der Tat schlecht für alle Spieler, besonders für die, die sich an die Regeln halten. Es war also an der Zeit, dass EA die eigenen Regeln vehementer durchsetzt. Wer Spielvorteile in Form von Packs will, kann dafür echtes Geld beim Entwickler selbst ausgeben. Schließlich soll sich Ultimate Team noch ein bisschen mehr lohnen.

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