Alles eine Frage der Münzen

Neue Icon-Stories in FUT: Das sagen die Profis dazu!

von Holm Kräusche am 10.08.2017 um 14:38

In FIFA 18 bekommen die Icons in FIFA Ultimate Team (FUT) sogenannte Stories. Das steht für drei unterschiedliche Karten aus verschiedenen Karrierephasen der Spieler. Jede Version hat ihre eigenen Werte, manchmal wechseln die Spieler sogar die Position. Im Rahmen des FICWC in London haben wir die Profis nach ihrer Meinung dazu gefragt und wollten wissen, was die neuen Icons für den eSport bedeuten.

Fünf Profis haben wir um ihre Meinung zu den neuen Icon Stories gebeten.
Fünf Profis haben wir um ihre Meinung zu den neuen Icon Stories gebeten.
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Der ehemalige Weltmeister August 'Agge' Rosenmeier ist sich noch gar nicht so sicher, wie er die Karten bewerten soll: "Um ehrlich zu sein, werden wir einfach die besten Karten kaufen." Aber das hänge von den eigenen Münzen ab, erläutert er weiter. Zu Beginn der Saison habe man weniger davon, deswegen werde man wohl mit der schlechteren Variante anfangen und dann upgraden. Rosenmeier war in FIFA 17 einer der Ersten, der die beiden immens teuren Legenden Vierra und Gullit in seinem Team hatte. Dem Beispiel folgten nahezu alle eSportler. Das werde nun aber anders: "Du musst entschlossen mit Deinem Budget umgehen, weil es so viele unterschiedliche Spieler geben wird."

Karten mit Eigenleben

Der amtierende FUT Champions Vizeweltmeister Shaun 'xShellzz' Springette glaubt, dass es nicht immer nur auf die Gesamtbewertung einer Karte ankäme, man also nicht unbedingt die beste der Drei nehmen müsste: "Manchmal sind Spieler einfach gut im Spiel, zum Beispiel hat Jack Butland eine 80 in FIFA 17, spielt aber wie De Gea oder Neuer."

EA SPORTS hat darüber hinaus einige Kopfnüsse für die eSportler eingebaut. Das wird am Beispiel von Vierra deutlich. Dessen zweitbeste Version hat nämlich den höchsten Tempowert: "Eine Karte ist insgesamt viel besser, aber Tempo hat großen Einfluss und deswegen könnten sich Spieler vielleicht entscheiden, die zweitbeste Version zu nehmen", sagt Springette und Marcel 'Marlut' Lutz vom VfB Stuttgart pflichtet dem bei: "Wenn FIFA 18 ein extrem geschwindkeitslastiges Spiel wird, dann kann es natürlich sein, dass Du trotzdem die 88er-Version bevorzugst, weil Tempo der wichtigere Wert ist."

Gut oder schlecht von EA?

Quinten 'QuintenX' van der Most von Feyenoord denkt eher an die normalen Gamer: "Spieler mit weniger Münzen können so trotzdem ein Icon in ihrer Mannschaft haben. Die ist zwar nicht ganz so gut, aber immer noch eine Legende." Das ist auch die allgemeine Meinung, die EA verlauten lässt. Ein Gewinninteresse kann man dem Konzern dabei nicht absprechen. Das weiß auch 'Marlut': "Man kennt es aus anderen Spielen, sobald man leveln kann, oder immer eine bessere Karte freischalten will, spielt man das so lang, bis man die hat. Und da diese Karten wahrscheinlich extrem teuer werden, wird man auch extrem lange brauchen, um die dritte Version freizuspielen."

Laut van der Most wird man die besten Varianten aber in Zukunft definitiv bei Turnieren und in den Mannschaften der Profis sehen. Einzig Marcus 'Marcuzo' Jörgensen, gerade frischgebackener Klub-Weltmeister, ist skeptisch: "Ich glaube nicht, dass die drei Versionen einen großen Einfluss auf das Spiel haben werden. Es hängt davon ab, wie und wann EA die Icons ins Spiel bringt." Würde der Entwickler alle gleichzeitig bringen, hätte das seiner Meinung nach keinen großen Einfluss.

Prüfung notwendig

Letztlich hängt es aber für die eSportler davon ab, wie sich die Icons tatsächlich im Spiel verhalten. Lutz hatte seiner Aussage nach schon Inform-Varianten, die "absoluter Schrott" waren. Entsprechend will es auch 'xShelzz' halten: "Ich meine, wenn sich die niedriger bewertete Version genauso gut, oder sogar besser spielt, als die beste Karte, warum sollte ich nicht mit dieser spielen?" Bleibt also nur noch die Frage, was die Icons dann wirklich kosten werden. Alles eine Frage der Münzen.

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