Der ukrainische Verein verpflichtet FIFA-Spieler

Dynamo Kiew steigt in den eSport ein

von Holm Kräusche am 23.12.2016 um 18:36

Dynamo Kiew hat am Donnerstag bekannt gegeben, stärker in den eSport investieren zu wollen. Der ukrainische Verein verpflichtet Vitaliy 'Labotryas' Mukha als seinen ersten FIFA-Spieler. Gerüchteweise solle Dynamo auch mit einem Dota 2-Team liebäugeln.

Dynamo Kiew verpflichtet FIFA-Spieler Vitaliy 'Labotryas' Mukha.
Dynamo Kiew verpflichtet FIFA-Spieler Vitaliy 'Labotryas' Mukha.
© Dynamo KiewZoomansicht

Der ukrainische eSport ist vor allem durch Natus Vincere bekannt, eine Organisation, die erfolgreiche Teams in Counter-Strike: Global Offensive und Dota 2 stellt. Dynamo Kiew will den eSport nun aus seiner Unbekanntheit holen: "Es gibt viel zu wenige professionelle Klubs der Ukraine und talentierte Spieler müssen oft ins Ausland wechseln", schreibt der Verein auf seiner Homepage. Das gerade Kiew den ersten Schritt wagt, ist bemerkenswert. Vergleichbar ist Dynamo hierzulande mit Bayern München. Unter Vertrag genommen zu werden, verspricht gute Entwicklungsmöglichkeiten für die Zukunft. eSport ist ein weltweiter Trend, und vielleicht ein neues Standbein für traditionelle Vereine. Auch um die Sportart als Ganzes voranzutreiben, hat Kiew den "besten Spieler der Ukraine" verpflichtet. Vitaliy 'Labotryas' Mukha ist tatsächlich kein Unbekannter: In FIFA 16 konnte er 12 von 15 nationalen Turnieren gewinnen, holte dreimal den Titel des Kiew-Champions und trat außerdem beim ESWC an.

Der Verein hat große Pläne: Eine eSport-Schule, die wie eine traditionelle Fußballakademie funktionieren soll, und große Turniere in der Ukraine. Sogar einen drei-Jahres-Plan habe man gemacht. Kiew plant also langfristig. eSport Director Ivan Bulavka stellt aber gleich klar: "Es ist ein Businessprojekt. Wir werden nicht gleich alle Karten auf den Tisch legen."

Mit dem im April stattfindenden Kiew Major für Dota 2 im Blick berichtet Thiemo Bräutigam für Dot Esports außerdem über ein mögliches neues Dota 2-Team. Dynamo Kiew nahestehende Quellen hätten das mitgeteilt.

Nachdem der Klub aus der Champions League geflogen ist, Starspieler das Land verlassen und wegen der wirtschaftlich schwierigen Lage des Landes, ist die Investition in eSport ein Lichtblick. Was daraus wird und welche Pläne Dynamo für die Zukunft hat, bleibt spannend. Ivan Bulavka sieht mit eSport außerdem noch einen weiteren Vorteil: "Vielleicht können wir auf diesem Wege junge Menschen auch für den echten Fußball begeistern. Das ist eines unserer Ziele."

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