Fan findet offenbar Beweise

Manipuliert EA bewusst FUT-Spieler in der FIFA-Reihe?

von Kristin Banse am 29.06.2016 um 07:28

Der Aufschrei in der FIFA-Szene ist groß. Schön länger gingen Gerüchte herum, dass einige Profis schlechter sind als EA SPORTS angibt. Jetzt konnte ein amerikanischer Fan zum ersten Mal beweisen, dass der Entwickler bewusst die Attribute in FIFA Ultimate Team manipuliert - und das womöglich seit über sieben Jahren.

Manipuliert EA SPORTS bewusst Karten in FUT?
Manipuliert EA SPORTS bewusst Karten in FUT?
© EA SportsZoomansicht

Mit FIFA 09 führte EA SPORTS den Modus Ultimate Team ein. In diesem Modus können Karten von richtigen Profis gekauft und eine eigene Mannschaft zusammengestellt werden. Ziel ist es dabei, eine möglichst hohe Teamchemie zu erreichen. Je mehr Spieler aus derselben Nation oder demselben Verein in einer Mannschaft spielen, desto höher ist die Chemie des Teams. So beliebt der FIFA Ultimate Team-Modus auch ist, er wird auch sehr kritisch gesehen. Die Karten der virtuellen Fußballstars sind teuer. Spieler können sich Packs mit Echtgeld kaufen und können die Karten dann oftmals nur zu einem Bruchteil wieder verkaufen. Das Preis- Leistungsverhältnis in FUT wird schon seit einigen Jahren bemängelt.

Jetzt bekommt das Thema neuen Schwung, denn schon länger beschweren sich Fans, dass sich Teams in FUT unkoordiniert oder langsam anfühlen, jedoch gab es dafür nie einen wirklichen Beweis. In der Szene wurde dieses Problem als "Handicapping" bekannt.

Chemie-Boosts zählen bei In Form-Karten offenbar nicht

Jetzt fand ein Fan jedoch vermeintlich heraus, dass Handicapping tatsächlich existiert und das wahrscheinlich schon seit FIFA 09. Angeblich kommt der Chemie-Boost bei In Form-Karten nicht zu tragen. Wenn ein Profi-Fußballer im echten Leben mit hervorragenden Leistungen glänzt, widmet FIFA ihm eine "In Form"-Karte. Diese ist quasi eine verbesserte Karte des Spielers und kann für viel Geld auf dem Community-Markt erworben oder verkauft werden. Der Fan fand jedoch heraus, dass Chemie-Boosts gar nicht für die In Form-Karten zählten und diese letzten Endes sogar schlechter sind als die gewöhnlichen Karten.

Er versuchte eine bestimmte Spezialbewegung, welche nur ausgeführt werden kann, wenn ein Profi mindestens 86 Punkte im Dribbling hat. Dafür nutzte er die normale Karte eines Spielers, dessen Dribbling-Punktzahl unter 86 war. Aufgrund der Team-Chemie konnte er die Bewegung aber ausführen. Die gleiche Bewegung funktionierte jedoch nicht mit der In Form-Version des Profis, da der Chemie-Boost hier nicht zieht.

Für Fans von FUT hätte der Skandal, wenn er denn tatsächlich wird, schwere Folgen. Viele Leute kaufen sich die teuren In Form-Karten für Echtgeld, obwohl diese letzten Endes wohl schlechter sind als die Standard-Karten. Ob sich EA SPORTS über dieses Problem bewusst ist, weiß niemand. Fakt ist, dass sich die Fans betrogen fühlen.

Bezieht EA Stellung? Anfrage ist verschickt!

Der Entwickler bezog bisher keine Stellung zu dem Thema. Das könnte sich nun ändern, da das Thema hohe Wellen schlägt. Wir haben EA SPORTS bereits mit der Bitte um Erklärung kontaktiert und halten Euch hier natürlich auf dem Laufenden.

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© EA Sports/Imago

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1 Leserkommentare

Joschi-Bar
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01.07.2016 | 21:57

FIFA- Betrug

tja was soll man sagen
in NHL HUT ist wahrscheinlich das gleiche Problem.

schade, das man so e[...]

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