Erste, großes Turnier der Saison

FIFA 19, Continental Cup: Starke Deutsche ohne Titel

von Holm Kräusche am 29.10.2018 um 14:25

Vier Deutsche traten beim ersten großen Offline-Turnier der FIFA 19-Saison an, drei von ihnen kamen beim Continental Cup in Paris bis ins Halbfinale. Den Titel schnappte sich am Ende aber ein US-Amerikaner.

So sehen Sieger aus: Joksan 'Joksan--' Redona.
So sehen Sieger aus: Joksan 'Joksan--' Redona.
© Epsilon eSportsZoomansicht

Der PlayStation Continental Cup bildete den Auftakt der diesjährigen Turniersaison in FIFA. 32 Spieler waren dabei und für sie alle ging es nicht nur um den Sieg und Preisgeld, sondern auch um wichtige Punkte im neuen Wertungssystem von EA Sports. Am Ende der Saison werden die Spieler mit den meisten Zählern zum FIFA eWorld Cup (FeWC) eingeladen. 850 Punkte gab's für den Sieger in Paris.

'Dr. Erhano' mit erster Überraschung

Über drei Tage lief der "Lizensierte Qualifier" von PlayStation und für die erste Überraschung sorgte Erhan 'Dr. Erhano' Kayman: Der Deutsche konnte sich in einem Onsite-Turnier den letzten offenen Platz des Hauptevents schnappen. Unglücklich für ihn: In einer sehr knappen Partie schied er noch vor der K.o.-Runde gegen den amtierenden Weltmeister Mossad 'Msdossary' Aldossary aus. Erst in der 85. Minute entschied der Saudi die Partie und wehrte anschließend noch zwei gute Möglichkeiten von Kayman ab.

Restliche Deutsche mit mehr Erfolg

Besser lief es für die drei übrigen Deutschen Timo 'TimoX' Siep (VfL Wolfsburg), Tim 'TheStrxngeR' Katnawatos (FC Basel) und Mohammed 'MoAuba' Harkous (Werder Bremen), die sich online für das Turnier qualifiziert hatten. Alle drei lieferten überzeugende und teils dominante Leistungen ab. So konnte Siep 7:0 über 'Dpeixoto7' triumphieren. Der hatte zuvor den Weltmeister aus dem Turnier geworfen.

'TheStrxnger' und 'MoAuba' stellten sich auch nicht schlecht an und erreichten ebenfalls das Halbfinale. So wäre das Endspiel in Paris beinahe zur rein deutschen Angelegenheit geworden. Da hatte der Amerikaner Joksan 'Joksan--' Redona von Epsilon eSports aber etwas dagegen. Abgeklärt besiegte er Harkous 3:0 sowie 2:1 und machte seine Finalteilnahme sicher. "Mein Gegner stand hinten sehr gut. Ich bin jetzt schon zum vierten oder fünften Mal im Halbfinale rausgeflogen. Ich werde hart arbeiten und das nächste Turnier holen", sagte Harkous hinterher über das Spiel.

Katnawatos marschiert ins Finale

Das deutsche Halbfinale ging hingegen über die volle Distanz der Best-of-3-Serie. 2:3, 4:1 und 2:4 trennten sich Siep und Katnawatos. Der Mann vom FC Basel schoss in der entscheidenden dritten Begegnung kurz vor Schluss das vierte Tor, und nach zwei Ecken ohne Zählbares gab 'TimoX' die Partie verloren.

Im Finale fand sich Katnawatos dann in genau derselben Situation wieder. Das erste Spiel verlor er gegen Redona, dann kam er im zweiten Durchgang zurück und in der dritten und entscheidenden Begegnung stand es kurz vor Ende 2:4 gegen ihn, genau wie zuvor im Halbfinale.

Der Deutsche fand kein Mittel mehr und musste sich dem amerikanischen Youngster geschlagen geben. "Es ist wirklich unglaublich", sagte der glückliche Gewinner. "Der Support, den ich von allen Seiten bekommen habe, war großartig. Ich wollte meinen Spielstil durchziehen. Jede Partie war schwierig und ich freue mich über den Titelgewinn."

Punkte und Preisgeld

'Joksan--' strich 20.000 Euro und 850 Global Series Punkte ein. Für 'TheStrxngeR' gab es immerhin noch 10.000 Euro und 450 Punkte. Er hatte lobende Worte für den vormaligen Underdog und Turniersieger: "Ich musste mich leider geschlagen geben, Joksan ist ein sehr guter Spieler und ich danke allen für den Support."

Der Ausgang des Continental Cups erinnerte damit ein wenig an das FIWC-Finale 2017 in London. Damals standen ebenfalls drei Deutsche im Halbfinale, unter anderem auch 'TimoX'. Der Titel ging damals jedoch an Spencer 'Gorilla' Ealing.

Alles in Allem war es jedoch kein schlechter Auftakt für die deutschen Spieler, die wissen - in dieser Saison zählen vor allem die Punkte. Zum Vergleich: In einer ordentlich gespielten Weekend League gibt es nur noch maximal 10 Zähler zu holen. Da sind über 300 Punkte beim Saisonauftakt ein guter Anfang.

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