Geht die FIFA-WM nach Deutschland?

FeWC Finals: So stehen die Chancen der acht Deutschen

von Nicole Lange am 06.06.2018 um 11:11

Der FIFA eWorld Cup (FeWC) ist die Weltmeisterschaft im FIFA-eSport. Der Weg dahin war lang, aber jetzt stehen die 32 Spieler fest. Wer in London dabei ist, hat schon mal die erste Hürde geschafft. Gleich acht Deutsche sind durch die Vorrunde für den FeWC qualifiziert. Vom 2. bis zum 4. August heißt es in London noch einmal konzentrieren und das Beste geben. Denn die Gruppenphase wird für keinen deutschen eSportler leicht!

Jetzt zählt jeder Sieg! Beim FIFA eWorld Cup warten auf die deutschen FIFA-Spieler schwere Gegner.
Jetzt zählt jeder Sieg! Beim FIFA eWorld Cup warten auf die deutschen FIFA-Spieler schwere Gegner.
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Auf vier Gruppen aufgeteilt stehen sich die 32 Teilnehmer ab dem 2. August gegenüber. In drei Gruppen sind sogar jeweils zwei deutsche Spieler. Am Ende muss man das wohl schon als Glück bezeichnen, denn mit acht eSportlern stellt Deutschland die stärkste Nation. Ein ähnliches Machtverhältnis gab es auch im letzten Jahr, da holte mit Spencer 'Gorilla' Ealing am Ende jedoch ein Brite den Titel und bewies einmal mehr, dass Deutschland zwar gut ist, aber die Titel andere holen.

Damit in diesem Jahr ein Deutscher zum ersten Mal die Weltmeisterschaft holen kann, muss alles stimmen. Keine der Gruppen ist einfach, und in jeder kann man mindestens zwei Spielern den Titel zutrauen. In Gruppe A bekommt es Michael 'MegaBit' Bittner u.a. mit Dani Hagebeuk und Kurt Fenech zu tun. Für den VfL Bochum-Spieler könnte es aber die Saison schlechthin werden. Als Xbox-Sieger der Global Series Playoffs von Amsterdam dürfte Bittner mit viel Selbstvertrauen ins Turnier gehen. Über die ganze FIFA 18-Saison war der 20-Jährige einer der besten Spieler weltweit. Der WM-Titel würde diese Leistung krönen.

Schwere Gruppen für 'Deto' und Co.

In Gruppe B stehen Niklas 'NRaseck' Raseck und Lukas 'Sakul' Vonderheide einigen schweren Brocken gegenüber. Mosaad 'Falcon MSDossary' Aldossary gewann den FUT Champions Cup in Manchester. 'Gorilla' ist amtierender Weltmeister, und der Franzose Fouad 'Rafsou' Fares ist momentan in sehr guter Form. Die Erfahrungswerte liegen im deutschen Vergleich klar auf der Seite von Raseck. Der Virtuelle Bundesliga-Meister von 2015 blüht bei den großen Turnieren regelrecht auf und stand schon einige Male auch international vor großen Triumphen. Zum großen Wurf reichte es aber noch nicht.

Das Weiterkommen dürfte in der Gruppe C auch nicht einfach werden, denn hier wartet Nicolas 'Nicolas99fc' Villalba, PS4-Sieger der Global Series Playoffs, und wenn es nach der Meinung vieler Experten geht, der aktuell beste FIFA-Spieler. Der Argentinier ist ein heißer Titelkandidat. Nach Manchester machte Villalba nochmal einen Leistungssprung und schoss in Amsterdam viele bekannte Spieler aus dem Turnier. Mit ihm steht noch der Japaner 'WEB', Ivan 'Hashtag Boras' Lapanje und die beiden deutschen Philipp 'Eisvogel' Schermer und Kai 'Deto' Wollin in der Gruppe. Für 'Eisvogel' dürfte die erste WM im ersten Profijahr schon ein großer Erfolg sein, den es jetzt einfach zu genießen gilt. 'Deto' könnte dagegen höhere Ziele haben. Der ManCity-Spieler hat in den letzten Jahren immer knapp am WM-Titel gekratzt, konnte den FIWC (jetzt FeWC) aber noch nicht gewinnen.

Die Gruppen des FIFA eWorld Cups sind alle stark. Kann Deutschland in London zum ersten Mal Weltmeister werden?
Die Gruppen des FIFA eWorld Cups sind alle stark. Kann Deutschland in London zum ersten Mal Weltmeister werden?
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In Gruppe D kämpfen gleich drei deutsche Spieler um den Einzug in die K.O.-Runde: Mohammed 'MoAubameyang' Harkous, Tim 'TheStrxngeR' Katnawatos und Marvin 'M4RV' Hintz, der in Amsterdam den zweiten Platz einfahren konnte. Für 'M4RV' war dieser zweite Platz einer der größten Erfolge seiner Spielerkarriere, die mit dem WM-Titel noch zu toppen wäre. Doch "den Titel als Ziel auszugeben, ist vermessen", sagt er uns. Leichte Titelhoffnung dürfte sich aber zweifelsohne Tim Katnawatos vom FC Basel machen. Er gehört aktuell zu den besten Spielern Europas und hatte sich in diesem Jahr mit dem VBL-Titel belohnt. Bleibt die Frage, ob er das noch toppen kann. Die spielerischen Mittel hätte der 19-Jährige auf jeden Fall.

Wundertüte 'MoAubameyang'

'MoAubameyang' bleibt dagegen die Wundertüte des Turniers. Was der mehrfache ESL-Meister in London auf den virtuellen Rasen zaubern kann, bleibt abzuwarten. Die internationale Elite hatte der Spieler von Team Expert des Öfteren schon in die Schranken gewiesen. Vermutlich wird er aber dafür einen anderen deutschen Spieler rausschmeißen müssen. Nicht zu vergessen, dass noch ein ehemaliger Weltmeister in der Gruppe lauert: August 'Hashtag Agge' Rosenmeier. Der Däne hatte zwar Formschwankungen, ist aber immer noch ein Elitespieler. Mit ihm steht noch ein weiterer Däne in der Gruppe: Marcus 'Marcuzo' Jörgensen, dessen Formkurve in Amsterdam nach oben ging.

Acht Deutsche sind mit dabei
Diese FIFA-Profis spielen beim FeWC-Final um den Titel
Wer wird in London Weltmeister?

Die Qualifikation ist abgeschlossen, das Teilnehmerfeld für das Grand Final des FIFA eWorld Cup (FeWC) steht fest. 32 Spieler haben sich bis nach London gekämpft und werden in der englischen Hauptstadt vom 2. bis zum 4. August um den virtuellen Weltmeistertitel auf der Konsole spielen. Für Deutschland gehen gleich acht Gamer ins Rennen.
© FIFA/kicker eSport

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