Von glücklichen Teilnehmern und empörten Profis

Wird die VBL international? Pläne und Kommentare

von Kristin Banse am 03.04.2018 um 13:54

Noch vor Beginn des Offline-Finals am Samstag sorgte die TAG Heuer Virtuelle Bundesliga (VBL) für Aufruhr in der FIFA-Szene. In diesem Jahr nahmen an der deutschen Meisterschaft ein Spieler aus Malaysia und einer aus Chile teil. Was bei anderen Profis auf Unverständnis stieß, war ein Traum für die beiden Glücklichen.

'AmTuah' (li.) reiste aus Malaysia für die VBL an.
'AmTuah' (li.) reiste aus Malaysia für die VBL an.
© VBLZoomansicht

Ende Januar kündigte FOX Sports ein Qualifikationsturnier für Spieler aus Malaysia an. 256 Leute reisten dafür nach Petaling Jaya, um ihr Können unter Beweis zu stellen. Durchsetzen konnte sich Amirul 'AmTuah' Afandi aus Singapur. Er gewann nicht nur eine Reise nach Deutschland, sondern auch einen Platz im Finale der VBL. Zusätzlich gab es noch einen weiteren Qualifier in Chile, den Camilo Lara gewinnen konnte.

Bei einigen deutschen Profis stieß dies auf Unverständnis: "Es ist zwar cool, aber wir spielen hier die deutsche Meisterschaft. Deswegen sollte es meiner Meinung nur für deutschsprachige Länder sein", sagte uns Kevin Assia von Team expert. Niklas Raseck stimmte dem zu: "Es gibt noch so viele weitere gute deutsche Spieler, die es eher verdient hätten, hier zu sein."

Freude bei Übersee-Spieler 'AmTuah'

Besonders gut schlugen sich die beiden Spieler aus Übersee nicht: Camilo Lara verabschiedete sich bereits in der Gruppenphase. 'AmTuah' schaffte es immerhin in die K.o.-Runde. Hier war dann aber für ihn gegen den zukünftigen Meister Tim 'TheStrxngeR' Katnawatos Schluss. "Die deutschen Spieler sind einfach auf einem ganz anderen Niveau", erklärte uns der Malaie. Spaß hatte er trotzdem: "Es ist eine unglaubliche Erfahrung, hier in Deutschland zu sein. Ich habe extrem viel gelernt." Dementsprechend reagierte er auch auf die Kritik der anderen Teilnehmer gelassen: "Ich verstehe das natürlich. Trotzdem finde ich es großartig, dass auch Leute aus anderen Ländern die Chance bekommen, hier zu sein. Ich hoffe, dass es die Möglichkeit auch in Zukunft geben wird."

Wird die VBL erweitert?

Tatsächlich soll es bei Chile und Malaysia eventuell auch nicht bleiben, wie uns Dominik Hilpisch-Hahn, Head of Licensing bei der DFL, erklärte: "Seit einiger Zeit haben wir die Idee auch international den Fans die Möglichkeit zu geben mit der Bundesliga Competitive Gaming zu betreiben. Die Umsetzungen in Malaysia und Chile liefen sehr gut. Unser Ziel ist es aber natürlich nicht, nächstes Jahr Wildcard-Events in allen 211 Mitgliedsstaaten der FIFA umzusetzen. Das Ziel soll sein, die TAG Heuer Virtuelle Bundesliga auf einem hohen Niveau zu halten und den Bundesliga-Fans die Möglichkeit der Identifikation damit zu geben." Ob die VBL nächstes Jahr weitere Länder mit aufnimmt, bleibt also abzuwarten.

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