Deutscher Profi zieht Bilanz

'deto' resümiert: EA muss aus den Fehlern lernen

von Christian Mittweg am 07.02.2018 um 13:27

Der FUT Champions Cup in Barcelona war das erste Turnier der 2018er FIFA Global Series. Aus der geplanten Highlight-Veranstaltung wurde jedoch eher ein Pannen-Spektakel. Eine Woche nach dem Event zieht der deutsche FIFA-Profi Kai 'deto' Wollin sein Resümee.

Erfolgreich in Barcelona: Kai 'deto' Wollin schnappte sich ein Ticket für die Global Series Playoffs.
Erfolgreich in Barcelona: Kai 'deto' Wollin schnappte sich ein Ticket für die Global Series Playoffs.
© EA SPORTSZoomansicht

Aus sportlicher Sicht war das Turnier ein Erfolg für 'deto'. Der erfahrene FIFA-Profi wollte sich im Vorfeld keine Ziele setzen. Dennoch kam der amtierende Vizeweltmeister nicht drum herum zuzugeben, dass er "ein Auge auf die Top acht geworfen hatte". Damit wäre er automatisch für die nächste Runde der Global Series qualifiziert. Dementsprechend glücklich war 'deto' über den Ausgang des Turniers. Als einer von 16 Spielern schnappte sich Wollin ein Ticket für die Playoffs.

Hoffen auf Besserung

Zu den vielen Problemquellen in Barcelona wollte 'deto' keine Stellung beziehen. Eine Sache ist für den erfahrenen Profi dennoch klar: "Ich hoffe, dass EA SPORTS aus den Fehlern gelernt hat und die nächsten Turniere besser gestalten wird." Aus seiner Sicht muss "sehr vieles" beim nächsten Mal besser laufen. 'deto' hatte allerdings auch ein paar Worte des Lobes übrig, zumindest für eine Person: "Man muss auch sagen, dass der neue Community und Competitve Manager stets ein offenes Ohr für die Spieler hatte. So wurde die K.o.-Phase auf unseren Wunsch hin erst am nächsten Tag gespielt, weil es schon zu spät war." Dennoch hofft Wollin, "dass die Kommunikation mit den Spielern noch besser wird", denn das sei "der richtige Weg".

Für das Siegen bestraft

In Barcelona fand ein neues Spielsystem Anwendung. Das Schweizer Format ersetzte die ansonsten übliche Gruppenphase. Sieben Runden lang trafen Spieler aufeinander, die in den vorangegangenen Begegnungen dasselbe Ergebnis erzielen konnten. Dadurch steht ein Spieler mit 1:0-Bilanz beispielsweise immer einen Konkurrenten gegenüber, der ebenfalls seine erste Partie gewonnen hat. Das zieht sich so weiter, bis alle Spieler entweder vier Siege oder vier Niederlagen haben. Sonderlich anfreunden konnte sich 'deto' damit allerdings nicht: "Ich bin noch skeptisch, was den Modus angeht. Im Prinzip wird man für einen Sieg bestraft, weil man dann gegen einen noch besseren Gegner spielt." Dennoch sieht der deutsche Profi auch die positiven Seiten: "Das Gute ist, dass man nur vier von sieben Spielen gewinnen muss."

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Der FIFA Interactive World Cup ist der prestigeträchtigste Titel in der professionellen FIFA-Szene. Die offizielle Weltmeisterschaft wird seit 2004 jährlich in anderen Ländern ausgetragen und legte nur 2007 eine Pause ein. Bei 13 Endrunden gibt es zwei Spieler, die sich Doppel-Weltmeister nennen dürfen. Die beste Leistung eines deutschen Teilnehmers war bislang eine Silbermedaille. In dieser Galerie präsentieren wir Euch alle FIWC-Sieger der Historie.
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