Meister von 2015 muss sich geschlagen geben

FIWC: Saudi-Arabien ohne Konkurrenz in Sydney

von Nicole Lange am 13.02.2017 um 12:26

Alle Augen waren auf Abdulaziz 'A8drafwz' Alshehri gerichtet. Der FIFA Interactive World (FIWC) Champion von 2015 hatte auch dieses Mal die Qualifikation für die Endrunde fest im Blick. Dass ihm am Ende ein Landsmann die Show stiehlt, hätten vermutlich die wenigsten gedacht.

Starkes Finale in Sydney: Abdulaziz 'A8drafwz' Alshehri und Khalid 'xX ThE RoYaL Xx' Aloufi schenkten sich nichts, nur Respekt!
Starkes Finale in Sydney: Abdulaziz 'A8drafwz' Alshehri und Khalid 'xX ThE RoYaL Xx' Aloufi schenkten sich nichts, nur Respekt!
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In Sydney fand am Wochenende die zweite regionale Vorrunde zum FIFA 17 Ultimate Team Championship in Berlin statt. Es war das sogenannte "Rest of the World" Qualifier. Das Teilnehmerfeld war gespickt mit Spielern aus Jordanien, Saudi-Arabien und Australien. Unter ihnen auch der FIWC-Meister von 2015: Abdulaziz Alshehri. Der 25-Jährige hat bereits eine turbulente Vorgeschichte. Erst wurde er Champion, dann durfte er 2016 aufgrund von Einreiseproblemen nicht beim FIWC-Final in New York dabei sein, und jetzt musste er sich wieder durch die Qualifikation spielen. Das 'A8drafwz' Titelpotenzial hat, ist unbestritten. Doch in Sydney lief es für Alshehri in der PlayStation4-Gruppenphase nicht besonders gut. Nur mit Mühe schaffte er es in die K.o.-Runde.

Auf der anderen Seite, in der Xbox One-Gruppe, spielte sich ebenfalls ein Mann aus Saudi-Arabien in die Knockout-Phase: Khalid 'xX ThE RoYaL Xx' Aloufi. Schon 2016 schaffte er es unter die besten 16. In Sydney brachte er mit zwei Siegen und einem Unentschieden die Gruppenphase ungeschlagen hinter sich. Besser war nur Matthew McKinnon aus Melbourne, der sogar alle Spiele gewinnen konnte. Doch während McKinnon schon nach dem ersten K.o.-Runden-Spiel ausschied, spielte Aloufi grandios auf. Mit einer Tordifferenz von 14:1 demontierte 'xX ThE RoYaL Xx' seine Gegner geradezu und stand im Finale seinem Landsmann Alshehri gegenüber. Der hatte in seiner K.o.-Runde einige knappe Partien und gewann die letzten drei Spiele mit jeweils nur einem Tor Unterschied.

Saudi-Arabien macht das Finale unter sich aus

Beide begegneten sich mit höchstem Respekt. Alshehri, der "zuversichtlich" ins Endspiel ging, stellte im ersten Spiel auch gleich klar, dass er gewinnen wollte. Auf der Xbox One dominierte er Aloufi nach Belieben. Nur mit der Chancenauswertung musste der 25-Jährige aus Jeddah hadern. Mit einem 2:0 ging der Meister von 2015 in das Rückspiel, welches auf der PS4 ausgetragen wurde - Alshehris Favorit - doch hier wendete sich das Bild auf einmal. 'A8drafwz' bekam keinen richtigen Angriff mehr zustande, nur ein Mal schaffte er es, den Ball beim Gegner zu versenken. "Zum Glück hat er im ersten Match nur zwei Tore geschossen", resümiert 'xX ThE RoYaLXx' am Ende. Der aus Medina stammende Aloufi drehte am Ende richtig auf und hatte aufgrund der Auswärtstorregel den Vorteil bei sich. Mit 3:1 und einem Gesamtentstand von 3:3 drehte der das Spiel und darf sich jetzt über ein Preisgeld von 20.000 US-Dollar freuen. Hinzu haben beide Finalisten die Teilnahme am FIFA 17 Ultimate Team Championship-Turnier in Berlin sicher.

Spencer Ealing ist der amtierende Weltmeister
Alle FIWC-Champions seit 2004 auf einen Blick
Zwölf Endrunden, zwei Doppel-Weltmeister

Der FIFA Interactive World Cup ist der prestigeträchtigste Titel in der professionellen FIFA-Szene. Die offizielle Weltmeisterschaft wird seit 2004 jährlich in anderen Ländern ausgetragen und legte nur 2007 eine Pause ein. Bei 13 Endrunden gibt es zwei Spieler, die sich Doppel-Weltmeister nennen dürfen. Die beste Leistung eines deutschen Teilnehmers war bislang eine Silbermedaille. In dieser Galerie präsentieren wir Euch alle FIWC-Sieger der Historie.
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