Warum Work Rates in der FIFA-19-Karriere so wichtig sind

Unterschätzte Arbeitsraten: Trumpf für den Karrieremodus

von Holm Kräusche am 06.02.2019 um 17:22

Nach welchen Kriterien stellt ein Trainer seine Mannschaft im FIFA-19-Karrieremodus zusammen? Neben unterschiedlichen Werten sind gerade die Arbeitsraten, oder Work Rates, besonders wichtig, denn sie sagen viel über einen Spieler aus. Achtet Ihr bei der Auswahl auf sie, dominiert Ihr den Gegner.

Spieler mit einer hohen Arbeitsrate kämpfen schon von sich aus um gute Bälle und Feldpositionen.
Spieler mit einer hohen Arbeitsrate kämpfen schon von sich aus um gute Bälle und Feldpositionen.
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Auf der Suche nach den besten Spielern für die eigene Mannschaft müssen Karrieristen stets viele Werte vergleichen und abwägen: Ein Ronaldo oder Mbappé bringt zwar alles mit, was es braucht, aber diese Kicker sind in der Regel unerschwinglich. Also gilt es, Prioritäten zu setzen. Eine davon können die Arbeitsraten sein. Sie zeugen davon, wie engagiert ein Spieler auf dem Platz agiert, ganz unabhängig von Gesamt- und Einzelwerten. Nichts stellt aber stärker den sprichwörtlichen Klotz am Bein dar, als ein mittelmäßiger Zweitligakicker, der uninspiriert über den Platz schleicht. Und das nicht nur in der Karriere, sondern auch in FUT - Dort können schlechte Arbeitsraten ebenso den Erfolg eines Teams negativ beeinflussen.

Hoch/Mittel/Niedrig

In FIFA gibt es zwei Arbeitsraten, eine für die Defensive und eine für die Offensive. Unterteilt sind sie in "Niedrig, Mittel und Hoch". Während Spieler mit niedrigen Arbeitsraten kaum einen Finger krumm machen, sind Spieler mit "Mittel" in ihrem Engagement als normal einzustufen. "Hoch" bedeutet indes, dass der Spieler seine Rolle besonders enthusiastisch ausfüllt.

Mit hohen Arbeitsraten laufen beispielsweise Abwehrspieler herannahende Stürmer sofort an und arbeiten stärker zurück, egal, an welchem Ort sie sich gerade befinden. Im Angriff bewegen sich Spieler mit hohen offensiven Arbeitsraten viel, überlaufen die Abwehr, bieten sich an und suchen die Doppelpässe.

Die Joker auf dem Platz sind indes Spieler mit doppelt hohen Arbeitsraten. Sie sind überall in ihrer designierten Hälfte zu finden, binden sich selbst immer ins Spiel ein und überraschen den Gegner mit dauerhafter Präsenz.

Warum ist das gut?

Es gibt Taktikeinstellungen, die Ähnliches bewirken. Konstanter Druck zum Beispiel macht aus allen Spielern in der Verteidigung solche Joker. Allerdings geht das immens auf die Ausdauer der eigenen Mannschaft. Mit hohen Arbeitsraten bekommt der Trainer Engagement auf dem Platz. Der Unterschied wird besonders im direkten Vergleich deutlich: Ein Arbeitsraten-Joker ist nahezu immer anspielbar und/oder stört fleißig den Gegner, während andere Spieler nur ihren normalen Dienst tun. Genau solche engagierten Spieler braucht jede Zweitligamannschaft.

Arbeitsraten sollten zur Position passen

Es muss nicht auf jeder Position ein Joker spielen, von denen es auch nur rund 120 gibt, die maximal vier Millionen kosten und mindestens ein Potenzial von 75 haben. Stürmer und Verteidiger brauchen in der Regel nur die zu ihrer Position passende Arbeitsrate, es sei denn, Ihr habt Besonderes mit dem Kicker vor. Je nach Trainertyp kann es sogar kontraproduktiv sein, wenn der Stoßstürmer auf einmal im defensiven Mittelfeld auftaucht oder der Innenverteidiger nicht mehr in der Viererkette steht.

Im Mittelfeld und bei den Außenverteidigern sind Joker allerdings durchaus hilfreich und beleben das Spiel immens. Ein Blick auf die Topstars wie Ronaldo, Suarez, Neymar oder De Bruyne zeigt auch: Zu einem richtig guten Spieler gehört die hohe Arbeitsrate dazu. Kicker wie Messi und Kroos fallen da zwischen den Superstars von FIFA schon auf, denn sie sind deutlich weniger aktiv als die anderen.

Ausdauer ist Ausschlusskriterium

Einziges Ausschlusskriterium bei hohen Arbeitsraten ist der Karriere-Superwert Ausdauer. Wenn ein Spieler dauerhaft engagiert läuft, hält er das nur mit ausreichender Kondition durch. Ein Beispiel: Kamil Wojtkowski, ZOM, 19 Jahre, 85 Tempo, vier Sterne auf dem schwachen Fuß, doppelt hohe Arbeitsraten. Was sich nach einem Traumkicker anhört, wird nach dem Kauf schnell zum Bankdrücker: 56 Ausdauer hält der Spieler so schon kaum eine Halbzeit durch, mit den Arbeitsraten wird der Einsatz noch ein wenig kürzer und uneffektiver. Denn wer schon müde ist, und trotzdem nach jedem Ball rennt, ist schnell verletzt.

Einzig mit individuellen Anweisungen kann ein Trainer dann noch nachsteuern und übereifrige Kicker im Zaum halten.

Fazit

Arbeitsraten sollten ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl der Neuzugänge sein. In der Regel wird eine hohe offensive oder defensive Rate reichen, je nachdem welche Position der Kicker ausfüllen soll. Im Mittelfeld einen oder zwei quirlige Joker zu haben, hilft jedoch gerade Trainern, die auf schnelle Pässe und Ballbesitz setzen.

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"Das Bein hat er nur zum Stehen" - bei diesen Spielern trifft das nicht zu. Wer sich einen Stürmer oder Mittelfeldspieler aussucht, der schaut auch gerne, wie viele Sterne er auf dem schwachen Fuß hat. Fünf Sterne sind die Königsklasse. In FIFA 19 haben nun einige Kicker ein Winter Skill Upgrade erhalten.
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