Gravierende Fehler werden gepatcht

FIFA Title Update 3: Schluss mit der Betaphase!

von Holm Kräusche am 07.11.2018 um 13:19

Im neusten Title Update, das zunächst nur für den PC vorliegt, behebt EA gravierende Spielfehler und schraubt am Gameplay. Wir haben die wichtigsten Änderungen zusammengefasst.

EA SPORTS hat das dritte Title Update in knapp zwei Monaten herausgegeben. Das war für FIFA 19 überfällig.
EA SPORTS hat das dritte Title Update in knapp zwei Monaten herausgegeben. Das war für FIFA 19 überfällig.
© kicker eSportZoomansicht

FIFA 19 ist laut der Spielerschaft stärker mit Fehlern und Glitches belastet als vorherige Editionen. Fast wirkt es, als hätte EA SPORTS die ersten knappen zwei Monate nach Erscheinen des Spieles als offene Beta-Phase benutzt. Nun bringt das Unternehmen schon das dritte Titel Update heraus, patcht gravierende Fehler und kümmert sich auch ums Gameplay. Zusammengefasst: Finesse-Schüsse streuen stärker, Verteidiger die von vorne kommen, sind effektiver und Torhüter agieren weniger unglücklich. Außerdem vermeldet EA 50 verbesserte Gesichter von bekannten Fußballern, sowie Trainern.

Karrieremodus

Das unglückliche Agieren von EA wird einmal mehr beim Karrieremodus deutlich. Wurde ein Spieler verkauft, der in den Taktiken als "Quick-Sub" geführt wurde, wurde FIFA unspielbar. Es kam zu schwerwiegenden Menüfehlern, Auswechslungen waren nicht mehr möglich und im Spiel selbst war der Spieler im Menü gefangen, versuchte er jemanden einzuwechseln. Einzig der Neustart von FIFA blieb da übrig. Diesen gravierenden Fehler löst das neue Title Update nun. Wer die Hyundai A-League spielte, erlebte eine ebenso böse Überraschung: Nach dem ersten Match wurde der Spieler vom Verein gefeuert. Immer. Auch das ist nun behoben. Dass zentrale Spielelemente, wie Einwechslungen, Verkäufe und Trainerposten so fehlerbehaftet sind und erst nach knapp zwei Monaten gepatcht werden, ist selbst für FIFA etwas Besonderes.

Schüsse

Drückt man bei einem Schuss zusätzlich die rechte Schultertaste, führt der Spieler einen Finesse- oder angeschnittenen Schuss aus. EA fiel auf, dass dieser bei Bällen, die aus dem Rücken des Spielers kamen, die Treffgenauigkeit deutlich höher als sinnvoll war. Deswegen streuen Schüsse, die nach einem Ball aus dem Rücken des Spielers kommen, nun stärker. Als Radius dafür gibt EA 135-225 Grad an, wenn 0 Grad die Richtung ist, in die der Spieler schaut.

Schießt ein Spieler unbedrängt und ohne aus der Balance zu sein aufs Tor, geht der Ball seltener daneben, wenn er korrekt auf das Tor in Pfostennähe gezielt wurde. FIFA macht hier nun also, was es soll.
In Onlinematches sieht nun auch der Gegner den Timed-Finishing-Indikator bei Schüssen. Allerdings werden graue nicht angezeigt.

Abwehr

Abwehrspieler, die von vorne auf einen schießenden Stürmer zulaufen, haben nun einen größeren Einfluss auf diesen. Kommt der Abwehrspieler von hinten, hat er deutlich weniger Einfluss.

Dribbelnde Spieler konnten zu einfach vom Ball fortgestoßen werden, wenn der Verteidiger ihn von der Seite anlief. Für diesen Vorgang ist nun (wieder) der Stärke-Wert eines Spielers maßgeblich. Je höher der ist, desto wahrscheinlicher stößt er den Dribbler vom Ball, ansonsten hat der dribbelnde Spieler leichte Vorteile.
Der Open Up Fake Shot avancierte zum Supertrick und brachte einen zu großen Geschwindigkeitsschub. Dieser wurde reduziert.

Auch das Problem, dass sich bei Bällen in der Luft der Spieler häufig nicht wechseln ließ, oder das Kommando viel zu spät ausgeführt wurde, wurde von EA erkannt und behoben. Bei Kopfbällen warpte der unterlegene Spieler manchmal an eine bessere Position.

Torhüter

Der Schlussmann verhielt sich oft seltsam in FIFA 19. Zusammengefasst macht der Keeper nun weniger dumme Sachen, wie den Ball wegkicken, wenn er ihn aufnehmen könnte, oder keine Reaktion zeigt, wenn ein Elfmeter genau auf ihn gezielt wird.
Ebenso war es möglich, den gegnerischen Keeper bei Freistößen mit einem eigenen Spieler zu verschieben. Das ist auch behoben.

FUT

Hier behebt EA nicht etwa das Division-Rivals-Problem, sondern widmet sich der Optik vor Spielen. Die eigene Mannschaft wird nun immer links angezeigt, egal ob sie Heimrecht hat, oder nicht.
Nun werden auch die Einflüsse der Teamchemie auf Spielerattribute angezeigt.
Ein Spiel in Division-Rivals zu finden, sollte jetzt leichter sein. Zuvor hatten Spieler von Schwierigkeiten und Wartezeiten berichtet.
Aber auch hier kommt EA noch nicht ganz aus dem Beta-Status: Die Einflüsse der Teamchemie werden im Pause-Menü, während eines Spiels, nicht angezeigt. Man arbeite daran für das nächste Title Update. Ebenso gab ein Starterobjekt ein Feature an, das nicht in FIFA 19 enthalten ist. Außerdem kam es zu Stabilitätsproblemen, wenn es Spieler einen Bildschirm besonders schnell und oft an- und abwählte. Fehler, die sich wie in einem Beta-Testbericht lesen.

Neue Gesichter

Fünfzig neue Gesichter für Spieler und Manager sollen eingebaut werden. Allerdings wisse EA noch nicht genau, wann. Man solle den Twitter-Kanal verfolgen. Konzentriert wurde sich dabei auf Mannschaften wie Fulham, Cardiff City und Wolverhampton Wanderers. Aber auch Bale, Son und Diego Costa bekommen Updates.
Eine bezeichnende Beta-Meldung spart EA bis zum Schluss auf: Mit dem neuen Title Update gibt es auch neue Fehler im Spiel. Man werde sie im nächsten Title Update patchen. Vielleicht. So kommt es jetzt vor, dass wenn man bei Freistößen die Tafel für die Schützen aufruft, die angezeigten Attributwerte 99 übersteigen können. Das sei allerdings ein rein visuelles Problem und passiere auch nur außerhalb von FUT und wenn ein Spieler mit Upgrades über einen Wert von 99 käme.

Die meisten sind Abwehrspieler
Die langsamsten Akteure in FIFA 19
Tempo ist nicht ihre Stärke ...

Alt, Innenverteidiger und grauenhaft langsam. So könnte man die Attribute der Schnecken in FIFA 19 zusammenfassen. Die langsamsten Spieler sind überraschend oft in der letzten Reihe zu finden und passen damit kaum noch in den modernen Fußball. Wir zeigen Euch Spieler, die gewiss keine Laufduelle mehr gewinnen und teilweise dennoch Millionen kosten.
© EA SPORTS

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