NGL: Eine perfekte Underdog-Geschichte

'Schwenker1991': "Endlich wurde meine Arbeit belohnt"

von Christian Mittweg am 18.05.2017 um 19:59

Sein Trainingspartner ist sein Bruder, in der deutschen FIFA-Szene ist er ein noch unbeschriebenes Blatt: Dominik 'Schwenker1991' Schwenk. Beim NGL Wildcard-Turnier spielte der 26-jährige jedoch groß auf und sicherte sich selbst gegen die härteste Konkurrenz den Sieg.

Wildcard-Gewinner 'Schwenker1991' musste nach einer Verletzung an die Konsole ausweichen.
Wildcard-Gewinner 'Schwenker1991' musste nach einer Verletzung an die Konsole ausweichen.
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Fußball begeistert Schwenk bereits sein ganzes Leben lang. Der Spieler von SFD-Gaming geht sogar so weit, seine gesamte Familie als "fußballverrückt" zu bezeichnen. Es ist also kein Wunder, dass er bereits seit 1996 FIFA spielt und auch lange Zeit im Fußballverein aktiv war. Das endete zwar 2010, als sich Schwenk seine Karriere verletzungsbedingt aufgeben musste, dafür nahm FIFA fortan einen noch größeren Stellenwert im Leben des Saarländers ein. Anstatt auf dem Fußballplatz zu kicken, sitzt er heute vor der Konsole und spielt FIFA. Ersetzen kann der virtuelle Fußball den echten zwar nicht ("Bei allem Spaß, den mir FIFA macht, wäre ich froh, wieder Fußball spielen zu können"), dennoch geht Schwenk in seinem Hobby auf.

Den Bruder als besten Trainingspartner

Von der Bilderbuchkarriere eines FIFA-Profis ist 'Schwenker1991' aber weit entfernt. Der gelernte Industriemechaniker verbringt einen Großteil seines Tages bei der Arbeit und trainiert einzig in seiner begrenzten Freizeit. Das ist alles andere als optimal und aus seiner Sicht ein Punkt, der ihn bisher noch zurückhält. Ebenfalls außergewöhnlich sind seine Trainingsmethoden, denn sein Sparringpartner ist, neben den Teamkollegen von SFD-Gaming, hauptsächlich sein großer Bruder. Laut 'Schwenker1991' ist das allerdings mehr Vorteil als Hindernis. Die Geschwister treten auf einem sehr ähnlichen Niveau an und schenken sich nichts.

Die eigene Linie durchgezogen

Beim NGL Wildcard-Turnier stand Schwenk nicht zum ersten Mal starken Gegnern gegenüber. In kleineren Turnieren der ESL und von Gfinity konnte sich der 26-jährige bereits beweisen. Deswegen ließ sich Schwenk auch nicht von der Starpower im Wildcard-Turnier überwältigen und spielte mutig, getreu seinem Motto "Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren." So wirklich hatte 'Schwenker1991' aber gar nicht mit seinem Triumph gerechnet. Doch über den gesamten Turnierverlauf blieb der Saarländer seiner Linie treu, zog sein Spiel durch und holte schlussendlich auch den Sieg.

Dass er bei der starken Konkurrenz in der NGL Euro Championship nicht immer seine Spielweise durchzeihen kann, weiß er aber selbst. Doch auch adaptieren ist für ihn kein Problem. Schwenk beherrscht viele Formationen, ist dadurch flexibel und unberechenbar. Schon bald wird der Wildcard-Gewinner beweisen müssen, dass er auch gegen die Spieler der großen Fußballvereine mithalten kann. Zuzutrauen wäre es ihm auf jeden Fall.

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