Zwei Deutsche für Berlin qualifiziert

FUT Champions Madrid: Prinsipe holt Titel

von Holm Kräusche am 07.05.2017 um 20:44

Acht Deutsche qualifizierten sich für das zweite europäische FIFA Ultimate Team (FUT) Champions Regional in Madrid. Nicht nur mischten sie die internationale FIFA-Elite mächtig auf, zwei von ihnen lösten auch ihr Ticket für die Weltmeisterschaften in Berlin. Die großen Favoriten flogen dafür schnell raus - bis auf einen.

Daniele Paolucci gewinnt das zweite europäische Regional in Madrid.
Daniele Paolucci gewinnt das zweite europäische Regional in Madrid.
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Das zweite europäische Regional in Madrid begann mit einem Kracher in der Gruppenphase: Erneut warf das Losglück August 'Agge' Rosenmeier und Ivan 'Hashtag Boras' Lapanje in eine Hammergruppe. Beide galten als Favoriten auf den Titel und beide überlebten die Gruppe nicht. "Ich hatte nur fünf Minuten fürs Warmup. Aber der eSport ist noch jung und ich hoffe, dass das in der Zukunft besser wird", erklärte Lapanje sein schlechtes Abschneiden.

Für die deutschen Spieler lief es dafür umso besser: Sechs der acht Teilnehmer kamen durch. Yannick 'Gotzery' de Groot überragte sogar mit drei Siegen in seiner Gruppe. Ebenfalls weiter kam außerdem Erhan 'Dr. Erhano' Kayman, der sich im letzten und entscheidenden Duell der Gruppe gegen Michael 'MegaBit' Bittner mit 3:1 durchsetzen konnte und seinem Gegner die K.-o.-Runde damit in letzter Sekunde vor der Nase wegschnappte. Mit in der Gruppe war außerdem Spencer 'UNILAD Gorilla' Ealing, ein weiterer Favorit.

15 Stunden vor Beginn des Turnieres hatte Ealing erst sein neues Team bekannt gegeben. Nach der Schlappe in Paris ging er nun mit neuem Mut in das Regional. "Paris war ein Weckruf für mich", erzählte er nach seinem letzten Spiel. Er gewann jede Begegnung in der Gruppenphase. Ebenfalls weiterkamen die deutschen Spieler Niklas Raseck, Tim 'TheStrxngeR' Katnawatos, Tim 'Tim Latka' Schwartmann und Florian 'Cody' Müller. Katnawatos, machte seinem Namen als "The Stranger" alle Ehre und überraschte die meisten Zuschauer mit seiner soliden Leistung, indem er nur knapp eine perfekte Gruppenphase verpasste.

TheStrxnger zeigt seine Klasse

Durchmarsch: Newcomer TheStrxnger kam bis ins Divisionsfinale der PS4.
Durchmarsch: Newcomer TheStrxnger kam bis ins Divisionsfinale der PS4.
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Für den "Fremden", wie sein Name übersetzt lautet, ging es mit einer Niederlage in der K.-o.-Runde weiter: Er verlor gegen Daniele 'Prinsipe' Paolucci mit 6:2. Den anderen Deutschen erging es nicht viel besser: 'Dr. Erhano' geriet früh in Rückstand, musste ins Lower Bracket und unterlag ein zweites Mal. 'Tim Latka' verlor sein Spiel gegen 'Cody' und musste dann gegen 'Gorilla' ran: Endstation für den Schalker. Müller hingegen blieb im Upper Bracket, wo es zu einem weiteren deutschen Duell kam: Niklas Raseck hatte jedoch das bessere Händchen und löste mit diesem Sieg über seinen Landsmann sein Ticket für Berlin und die FUT-Weltmeisterschaften.

'Gotzery' ereilte das gleiche Schicksal wie Kayman, damit waren nur noch zwei Deutsche im Turnier. Die beiden spielten aber groß auf: 'TheStrxnger' kämpfte sich in nervenaufreibenden Partien, in denen er seine Gegner teilweise regelrecht deklassierte, bis ins Divisionsfinale der PlayStation 4 vor. Dafür stellte Katnawatos seinen Sturm um und sagte vor dem Spiel noch: "Ich rechne mir nicht die größten Chancen aus, aber da ich jetzt so weit gekommen bin, glaube ich auch das ich es schaffen kann", aber im Finale hatte er eine große Aufgabe vor sich: Dort warte erneut sein Bezwinger aus der ersten Runde auf ihn: Daniele 'Prinsipe' Paolucci. Auch dieses Mal fand der Youngstar kein Mittel gegen den Italiener und schied aus. Niklas Raseck seinerseits reichte offenbar das Ticket für Berlin, er verlor gegen den PSG-Spieler Lucas 'Daxee' Cuillerier und anschließend gegen 'Feyenoord Quintenx'.

Erfolgsgeschichte 'Gorilla'

Die Erfolgsgeschichte des Turniers war aber der Mann, für den Paris der Weckruf gewesen war. 'Gorilla' stürmte durch das Regional, kämpfte sich immer wieder voran und stand letztlich im Divisionsfinale der Xbox One, wo 'Daxee' auf ihn wartete. Der Franzose wollte ein Zeichen setzen: "Ich bin traurig wegen 'Agge', aber ich werde das Beste geben, um PSG zu repräsentieren", sagte er vor dem Spiel. Er hatte den Vorteil des Upper Brackets auf seiner Seite und hätte nur ein Spiel gewinnen müssen. Das interessierte Ealing wenig, er zwang 'Daxee' ins Elfmeterschießen und dank eines Sieges in das zweite Spiel. Ein 1:0 reichte ihm für den Gesamtsieg und für 20.000 Dollar Preisgeld. "Fühlt sich großartig an", sagte er direkt nach dem Spiel.

Erster Titel für PlayStation-Spieler

Im Grandfinal stand ihm der Italiener gegenüber, der zuvor den letzten Deutschen aus dem Turnier gekickt hatte. In der letzten Runde werden Hin- und Rückspiel ausgetragen, ein Match pro Konsole, sodass jeder Finalist einmal im Vorteil ist. Beide Spieler erklärten im Vorfeld, sie hätten noch nie auf der anderen Konsole gespielt. Dass diese Aussagen unter die Kategorie "Psychospielchen" fielen, bewies Daniele 'Prinsipe' Paolucci dann eindrucksvoll: Ohne Legenden im Team trat er auf der Xbox an und holte ein 2:2. Auf seiner heimischen PlayStation zog er 'Gorilla' dann dominant ab. Endergebnis 4:2 und damit der erste Titel für einen Italiener ebenso wie für einen PlayStation-Spieler. 'Prinsipe' gewinnt zusätzliche 10.000 Dollar, qualifiziert für die nächste Runde sind aber die jeweils vier Erstplatzierten der beiden Konsolen. Weiter geht es in Berlin am 19. Mai.

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