Cihan Yasarlar setzt seine dominante Siegesserie fort

Schon wieder "Cihan": Schalker gewinnt auch die VBL

von Holm Kräusche am 16.04.2017 um 21:50

Es ist wieder der aktuell beste deutsche Spieler, der sich in einem großen Turnier durchsetzt: Cihan Yasarlar gewann das Finale der Virtuellen Bundesliga. Im Endspiel hatte Niklas Raseck das Nachsehen, Raseck spielte aber dennoch ein starkes Turnier. Der Recap!

Cihan "Cihan" Yasarlar holt sich den Titel der Virtuellen Bundesliga.
Cihan "Cihan" Yasarlar holt sich den Titel der Virtuellen Bundesliga.
© VBLZoomansicht

Der zweite Tag des großen Finales der TAG Heuer Virtuellen Bundesliga (VBL) startete mit den Viertelfinals. Los ging es mit Marvin "M4RV" Hintz gegen Michael "MegaBit" Bittner, der sich am Samstag stark gegen die anderen Profis durchgesetzt hatte. Das Hinspiel endete leistungsgerecht 0:0, das Rückspiel holte sich jedoch Hintz: Früh schoss er das erste Tor und konnte danach das Spiel an sich reißen: "Da geht bei ihm halt die Pumpe und ich kann befreit aufspielen", sagte "M4RV" anschließend. Zum Ende wurde es aber noch einmal eng, wenngleich der Endstand ein 4:2 war.

Im zweiten Viertelfinale musste der amtierende Deutsche Meister Mohammed Harkous gegen den Gewinner der VBL 2015, Niklas Raseck, ran. Das Hinspiel war auf Augenhöhe, Raseck verwandelte einen Elfmeter zum 1:0. Harkous ließ wissen, dass er den Strafstoß für einen Fehler der KI hielt, die ohne sein Zutun gefoult hatte. Es war der Knackpunkt, denn Harkous verlor den Faden, kam im Rückspiel nur zu einem 1:1 und schied damit aus.

Viertelfinals auf der Playstation 4 deutlicher

Die Viertelfinals auf Playstation 4 waren klarer: Im Topspiel zwischen Cihan Yasarlar und Timo Siep konnte sich der Wolfsburger Profi im Hinspiel zunächst ein gutes Ergebnis mit 2:1 erspielen. Yasarlar rappelte sich aber auf, triumphierte im Rückspiel mit 6:2 - auch dank drei schneller Treffer. Erhan "Dr. Erhano" Kayman hingegen entschied sein Viertelfinale gegen den österreichischen Profi Daniel Wimmer für sich: 2:0 und 2:1. "Kayman war immer da", sagte Wimmer nach dem Spiel.

Fußballschach im Halbfinale

Im Finale trafen Cihan Yasarlar und Niklas Raseck aufeinander
Im Finale trafen Cihan Yasarlar und Niklas Raseck aufeinander
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Das erste Halbfinale zwischen Niklas Raseck und Marvin Hintz avancierte zum Fußballschach. Beide Spieler leisteten sich kaum Fehler und ließen wenige Torchancen zu. Raseck geriet zunächst in Rückstand, kämpfte sich dann aber zurück und schenkte "M4RV" noch zwei Tore ein. "Es war eng", sagt der Meister von 2015 anschließend. Im Rückspiel konnte Hintz zwar das 1:0 für sich verbuchen, die Auswärtstorregel war aber gegen ihn. Zu allem Überfluss kam es in einer spannenden Schlussphase zweimal zu einem Freeze der Konsole, beide Male ging es aber weiter. Ein weiteres Tor fiel nicht mehr, sodass Raseck ins Finale einzog.

Ähnlich verlief das Duell "Cihan" gegen den Doktor: Beide Spieler neutralisierten sich auf hohem Niveau. Dann machte Kayman einen Fehler im Spielaufbau und "Cihan" konnte mit Robben kunstvoll oben rechts versenken. 1:0 endete das Hinspiel. Im Rückspiel dasselbe Bild: Kayman baute Druck auf, probierte unterschiedliche Variationen, aber die Defensive von "Cihan" hielt dicht. Wann immer "Dr. Erhano" zu einer Möglichkeit kam, war der Schalker zur Stelle. So blieb es beim 0:0. "Ich habe den einen Fehler mehr gemacht und entsprechend verloren", fasste Kayman treffend den Spielverlauf zusammen.

Finale auf höchstem Niveau

Die beiden Finalisten zeigten in ihren beiden Partien, warum sie im Endspiel waren. Jeweils ein Spiel wurde auf der Heimkonsole der beiden Kontrahenten ausgetragen, PS4 für Yasarlar und Xbox One für Raseck. Ein Vorteil für "Cihan", der diesen Modus bereits vom Finale der FUT Regionals kannte. Dennoch gelang Raseck auf der Xbox das 1:0. Danach konzentrierte sich Raseck auf die Defensive - und wurde bestraft: Yasarlar stellte kurz vor Schluss auf Pressing um und fing den Ball dank "Energischem Abfangen" am Strafraum ab - 1:1. Das Rückspiel war dann torreicher. Beide Spieler stellten ihre Offensivqualitäten zur Schau und lieferten sich ein enges Duell, das Yasarlar letztlich aber mit 4:2 gewann. Neben dem Siegerpokal gab es auch noch 15.000 Euro Preisgeld.

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