Mit mehr Spielerflexibilität ins neue Jahr

Dota 2: Valve enthüllt Pläne für die kommende Saison

von Christian Mittweg am 05.06.2018 um 15:05

Die Dota 2-Saison befindet sich im Endspurt. Der Höhepunkt des Jahres, The International (TI) 2018, wartet im August. Doch wie geht es danach weiter? Valve hat bereits erste Neuerungen bekannt gegeben. Der Entwickler schafft Turniereinladungen ab, verkettet Major- mit Minor-Turnieren, erlaubt mehr Spielerflexibilität und einiges mehr.

Neue Regelungen werfen die Turnierstruktur in Dota 2 um.
Neue Regelungen werfen die Turnierstruktur in Dota 2 um.
© ValveZoomansicht

Jahr für Jahr schraubt Valve an der eSport-Szene in Dota 2. Neue Regelungen und Verbote - der Entwickler schreckt nicht vor drastischen Maßnahmen zurück. Damit sich die Teams und Spieler rechtzeitig darauf vorbereiten können, gab Valve schon jetzt die Änderungen für die Saison 2018/2019 bekannt.

Eine erste Neuerung beeinflusst die Turnierlandschaft. Denn zukünftig wird der Entwickler nur noch fünf Majors und fünf Minors unterstützen. Dementsprechend bieten diese Turniere auch die einzige Gelegenheit, um sich Dota Pro Circuit (DCP)-Punkte zu verdienen. Im Kontrast dazu: In der 2017/2018-Saison waren es noch 22 Wettbewerbe. Welche zehn Turniere ausgewählt werden, steht noch nicht fest.

Die Eventorganisatoren können sich ab sofort bei Valve bewerben, um einen der Plätze einzunehmen. Zusätzlich wird jeweils ein Major mit einem Minor verbunden, inklusive Qualifikation. Dies ist besonders wichtig, denn direkte Einladungen für ausgewählte Teams wird es bei den zehn von Valve unterstützen Events nicht geben. Stattdessen läuft alles über Qualifikationsturniere, wobei der Sieger des Minors automatisch zum Major eingeladen wird.

Punkteinbußen bei Spielerwechsel

Die zweite große Änderung betrifft Spielerwechsel. Flexibilität ist hier das Stichwort, weswegen der Entwickler Transfersperren bis kurz vor dem International schlichtweg abgeschafft hat. Gleichzeitig werden DCP-Punkte zukünftig den Teams und nicht den einzelnen Spielern angerechnet. Dadurch sind Organisationen in der Lage, nach Lust und Laune ihre Akteure auszutauschen. Damit in der kommenden Saison aber nicht der komplette Wahnsinn auf dem Transfermarkt ausbricht, gibt es eine Einschränkung: Jeder Abgang eines registrierten Spielers kostet dem Team 20 Prozent der eigenen Punkte.

Zuletzt hatte Valve noch eine Regelung ins Leben gerufen, um Spielmanipulationen vorzubeugen: Eine Person oder Organisation darf in Zukunft nur noch eine Mannschaft zu The International schicken. Finanzielle Abhängigkeiten dürfen nicht bestehen, sodass jeder Teilnehmer der Dota 2-Weltmeisterschaft nur das eigene Wohl im Sinne hat. Diese neue Regelung trifft vor allem die chinesischen Organisationen. Im vergangene Jahr nahmen beispielsweise jeweils zwei Mannschaften von LGD und Invictus Gaming an der Weltmeisterschaft teil. Das ist mit dem Beginn der 2018/2019er-Saison nicht mehr möglich.

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