Titelverteidiger gewinnt Epicenter

Dota 2: Team Liquid streicht 250.000 US-Dollar ein

von Kristin Banse am 13.06.2017 um 11:15

Insgesamt ging es um 500.000 US-Dollar Preisgeld, als sich am Wochenende die zehn besten Mannschaften beim Epicenter in Moskau trafen. Gewonnen hat ausgerechnet Titelverteidiger Team Liquid.

Zum ersten Mal seit Monaten darf Team Liquid wieder die Trophäe in die Luft heben.
Zum ersten Mal seit Monaten darf Team Liquid wieder die Trophäe in die Luft heben.
© EpicenterZoomansicht

Es war ein holpriger Weg, den die europäische Organisation in den letzten Monaten bestritt. Nach dem großen Sieg des Epicenters 2016 und der Vizemeisterschaft beim Manila Major, nahm die Konstanz des Dota 2-Teams ab. Besonders deutlich wurde das an zwei Turnieren, die nicht weit auseinanderlagen: Zunächst siegte Liquid in der dritten StarLadder-Saison, nur zwei Monate später folgte der letzte Platz in den Dota 2 Asia Championships.

Davon schien sich Team Liquid jedoch nicht einschüchtern lassen, denn am vergangenen Wochenende spielte die Mannschaft beim Epicenter umso stärker auf. Die Gruppenphase verlief allerdings holprig für den Titelverteidiger: Durch ein 0:2 gegen Team Secret und ein 1:2 gegen LGD.Forever Young resultierte nur ein dritter Gruppenplatz für Liquid. Infolgedessen schaffte es die Mannschaft nur knapp in die Playoffs. Dort wusste man aber zu überzeugen: Es folgte ein 2:1-Sieg über Virtus.Pro und die 2:0-Wiedergutmachtung über LGD.Forever Young bescherte Team Liquid den Finaleinzug.

Mit Aggressivität zum Ziel

Dort traf die Mannschaft letztlich auf den ehemaligen Dota 2-Weltmeister Evil Geniuses, der gerade erst die Manila Masters gewann. Doch auch mit denen konnte Liquid mithalten. Der Titelverteidiger störte von Minute eins an und erspielte sich dadurch einen frühen Vorteil. Den konnte die Mannschaft immer weiter ausbauen und sicherte sich nach nur 18 Minuten die erste Partie der Best-of-5-Serie. Im zweiten Match sah das Ganze schon anders aus: EG kam deutlich stärker zurück, agierte defensiver und erreichte so den Ausgleich. Doch Team Liquid reagierte mit einem intelligenten Spielzug: Die Titelverteidiger gingen umso aggressiver vor und nahmen vor allem den Weltklasse-Toplaner Sumail 'Suma1L' Hassan aus dem Spiel. Die Taktik ging auf und resultierte erneut in der Führung für Team Liquid. Letztlich nutzte der Titelverteidiger dieselbe Strategie auch im fünften Spiel und sicherte sich damit den finalen Sieg. Nach holprigen Monaten schaffte es die europäische Organisation, wieder einen Titel einzufahren. 250.000 US-Dollar kann Team Liquid nun auf seinem Konto verbuchen.

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